Die Bürgermusik Wildhaus reiste in die Vergangenheit

In der bis fast auf den letzten Platz gefüllten katholischen Kirche, konnte das Publikum am Samstagabend ein abwechslungsreiches Konzert der Bürgermusik Wildhaus geniessen.

Adi Lippuner
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Die Bürgermusik Wildhaus, Leitung Christian Schlegel, beim Konzert in der katholischen Kirche. (Bild: Adi Lippuner=

Die Bürgermusik Wildhaus, Leitung Christian Schlegel, beim Konzert in der katholischen Kirche. (Bild: Adi Lippuner=

Die Bürgermusik Wildhaus, Leitung Christian Schlegel, aber auch die Jungmusikanten verwöhnten die Anwesenden mit einer musikalischen Reise, die von Irland über Böhmen und Tirol bis nach Russland führte. Als «Reiseleiter» war Pfarrer Tobias Claudy im Einsatz.

Der Fortschritt, welcher bei den Jungmusikantinnen und –musikanten zu verzeichnen ist, wird von Konzert zu Konzert spürbar. Die Arbeit von Lucia Müller und Klaus Forster, aber auch das engagierte Mittun des Nachwuchses zeigte sich einmal mehr anlässlich des Konzerts. Eingebettet in den Auftritt der «Grossen» also der Bürgermusik, hatten die Jungmusikanten ihre Plattform. Für «Belle» aus dem Fantasiefilm «Die Schöne und das Biest» sowie einem «Sousa-Medley» erhielten sie stürmischen Applaus sowie die Forderung nach einer Zugabe. Sehr zur Freude des Publikums wurde dieser Wunsch, kurz vor Beginn der Adventszeit, mit «Jingle Bells» erfüllt.

Vollen Einsatz an den Proben gegeben

Wie vor einem Konzert üblich, trafen sich die Mitglieder der Bürgermusik zu einigen Proben. Was wenige Wochen vor dem Konzert noch nicht aufführungsreif klang, war am Samstagabend ein Hörgenuss. So durfte das Publikum die Reise mit «Celtic Crest» einer an Irland erinnernde Melodie von Christoph Walter starten. Dann ging’s mit der «Petersburger Schlittenfahrt» nach Russland und gleich darauf im österreichischen Bundesland Tirol mit «Land der Berge» einen Zwischenhalt zu machen. Dieses Stück wird die Bürgermusik am Kreismusiktag 2020 spielen.

Für Moderator Tobias Claudy weckte «Mah na Mah na» mit der Solistin am Bass-Saxaphon, Lucia Müller, Erinnerungen an die unvergessliche Muppet-Show. Und in der Tat: Das Publikum liess sich von der Melodie mitreissen, da und dort war, trotz Konzert in der Kirche, der Wunsch nach Mitgehen und Bewegung spürbar. Etwas besinnlicher dann die Melodien von Andrew Lioyd Weber um dann, bei der Polka Rosamunde und der Weinkeller-Polka wieder bei den Melodien in die Hände zu klatschen.

Die Jungmusikanten, unterstützt von einigen «Grossen», begeistern das Publikum. (Bild: Adi Lippuner)

Die Jungmusikanten, unterstützt von einigen «Grossen», begeistern das Publikum. (Bild: Adi Lippuner)

«Stürmische Böhmische» als Ideensammlung

Die Weinkeller-Polka von Stefan Stranger hat eine ganz besondere Geschichte. In geselliger Runde fand sich im Sommer 2008 eine Gruppe junger Musiker aus dem österreichischen Bundesland Salzburg zusammen. Ihre Ideen, entstanden bei ein paar Gläsern Wein, wurden unter dem Namen «Die stürmische Böhmische» umgesetzt. Das Publikum liess ich von dieser Musik begeistern und so wurde, zehn Jahre nach dem Start, die Weinkeller-Polka komponiert. «Es ist eine Erinnerung an unsere ersten Proben, aber auch an die langen ,Nachbesprechungen’ im gemütlichen Weinkeller unseres Kollegen und Schlagzeugers Alex,» lässt sich der Komponist, Sänger und Klarinettist in der Musikbeschreibung zitieren.

Auch die «Grossen» wurden – nachdem sich Präsident Walter Hofstetter für alle an der Vorbereitung und Durchführung des Konzerts Beteiligten bedankte – vom Publikum zu einer Zugabe aufgefordert. Gespielt wurde, «Als was bruchsch uf der Wält, das isch Liebi». Musikantinnen, Musikanten und Publikum liessen den Abend in der Mehrzweckhalle Chuchitobel bei einem geselligen Umtrunk ausklingen.