Sennwalder Gemeindepräsidiums-Kandidat Bertrand Hug will die Bevölkerung ins Boot holen

Für das Sennwalder Gemeindepräsidium stellt sich Bertrand Hug als einer von vier Kandidierenden zur Wahl.

Corinne Hanselmann
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Bertrand Hug möchte Gemeindepräsident werden.Bild: PD

Bertrand Hug möchte Gemeindepräsident werden.Bild: PD

Vier Wahlvorschläge gingen für die Ersatzwahl für das Gemeindepräsidium von Sennwald ein. Neben Jürg Stricker, Fabienne Bernegger-Hafner und Markus Inhelder kandidiert auch Bertrand Hug – und dies nicht zum ersten Mal.

Der 47-Jährige wohnt mit seiner Familie seit zwölf Jahren in Frümsen. Der Vater von fünf Kindern und Pflegekindern ist in der Nähe aufgewachsen: «Den grössten Teil meiner Kindheit verbrachte ich in Gams und in Oberriet.» Doch die Gemeinde Sennwald sei mittlerweile seine Heimat geworden. «Wir haben hier gefunden, was wir gesucht haben. Eine Gemeinde auf dem Land, die vieles bietet», so Hug.

Abteilungsleiter bei der Polizei und Vermittler im Werdenberg

Nach der Mittelschule lernte Bertrand Hug Betriebsdisponent bei den SBB und übernahm direkt nach der Lehre seine erste Führungsfunktion. Nach Weiterbildungen konzentrierte er sich auf das Personalwesen und absolvierte die Ausbildung zum Personalfachmann FA. Nach Umstrukturierungen bei den SBB entschied er sich im Jahr 2000, etwas ganz anderes zu machen und besuchte die Polizeischule. Seit 2013 leitet er die Abteilung Ausländerrecht bei der Kantonspolizei St.Gallen. Als Polizist tagtäglich mit dem Strafrecht in Berührung, interessierte sich Hug auch für andere Rechtsbereiche. So machte er berufsbegleitend die Ausbildung zum Rechtsfachmann HF. Neben seinem Vollzeitjob bei der Polizei führt er auch das Vermittlungsamt Werdenberg und berät Hilfesuchende etwa bei Nachbarschaftsstreitereien, Erbstreit und bei Problemen in anderen Rechtsgebieten. Diese Tätigkeit, die viele Kompetenzen verlangt, gefällt Hug.

«Man diskutiert miteinander und versucht Lösungen zu finden, die für alle stimmen.»

Seit 2017 gehört Bertrand Hug dem Schulrat der Schulen Sennwald an.

«Möchte meine Fähigkeiten einbringen»

Hug kandidierte im Jahr 2012 bereits einmal für das Gemeindepräsidium von Sennwald. Der langjährige Gemeinderatsschreiber Peter Kindler gewann aber die Wahl.

«Ich habe zwischenzeitlich viele persönliche Ziele erreicht und mir angeeignet, was mir damals offenbar noch fehlte. Ich habe den ‹Drive› und möchte gerne meine Fähigkeiten und Erfahrung einbringen.»

Er habe zudem das richtige Alter, um während mehreren Legislaturperioden etwas zu bewirken. Deshalb stellt sich Hug erneut zur Wahl.

Eine positive Entwicklung der Gemeinde liegt dem Parteilosen am Herzen. Er möchte die Bevölkerung ins Boot holen und mitreden lassen. «Ich habe mit vielen Leuten aus den fünf Dörfern gesprochen. Da schlummern coole Ideen, die sich mit meinen Vorstellungen kombinieren lassen.» Dem Frümsner fehlt beispielsweise ergänzend zum Altersheim eine Art Alterswohnen. «Vielleicht könnte man in Kombination damit auch die ärztliche Versorgung verbessern.»

Wichtig ist ihm auch, dass das Angebot des Öffentlichen Verkehrs nicht schlechter wird. «Beim Thema Energie, beispielsweise der Stromproduktion mit Fotovoltaik, bin ich der Meinung, dass die Gemeinde dies mehr fördern und unterstützen soll und muss.»