Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Die Anliegen haben sich verändert

Veränderungen machen auch vor der Interessengemeinschaft für Menschen mit Behinderung (IGMB) nicht halt. An der 20. Hauptversammlung wurden die Auflösung und die Verteilung des Restvermögens beschossen.
Adi Lippuner
Verena Signer, Sennwald, Gertrud Gantenbein, Grabs, Präsidentin Christine Scherrer, Salez und Brigitta Scherrer, Grabs (von links), bildeten den Vorstand der IGMB. (Bild: Adi Lippuner)

Verena Signer, Sennwald, Gertrud Gantenbein, Grabs, Präsidentin Christine Scherrer, Salez und Brigitta Scherrer, Grabs (von links), bildeten den Vorstand der IGMB. (Bild: Adi Lippuner)

Mit der 20. und letzten Hauptversammlung der IGMB wurde ein Kapitel Engagement für Menschen mit Behinderung, – oder wie es heute heisst, Beeinträchtigung, geschlossen. Rückläufiges Interesse, weniger Teilnehmende an den Veranstaltungen aber auch die neuen Vernetzungsmöglichkeiten übers Internet haben die vier verbliebenen Vorstandfrauen dazu bewogen, bereits an der 19. Hauptversammlung in Wangs über die Vereinsauflösung abstimmen zu lassen. Damals sprachen sich alle 22 Stimmberechtigten für diesen Weg aus.

Mit etwas Wehmut und einem umfassenden Rückblick auf die wechselvolle Vereinsgeschichte gestaltete Präsidentin Christine Scherrer, Salez, am Samstagvormittag die «Beerdigung». Zur letzten Hauptversammlung waren über 30 Stimmberechtigte und einige Gäste anwesend. Wichtigstes Traktandum war der Entschluss, was mit dem verbleibenden Vereinsvermögen geschehen soll.

Spenden gemäss Statuten

Die IGMB-Statuten schreiben vor, dass bei einer allfälligen Vereinsauflösung das verbleibende Vermögen an Institutionen gehen soll, welche einen gleichen oder ähnlichen Zweck verfolgen. Der Vorstand schlug vor, das Geld – genau abgerechnet wird Ende Jahr – je zur Hälfte an den Entlastungsdienst Sargans-Werdenberg und die Wohngemeinschaft am Platz in Mels zu überweisen.

Per Ende 2017 betrug das Vereinsvermögen rund 8600 Franken. Nach Begleichung der im laufenden Jahr anfallenden Ausgaben wird die Rechnung abgeschlossen und den Revisoren zur Kontrolle vorgelegt. Dann können die Mitglieder auf Wunsch die Unterlagen per Mail verlangen. An der letzten Hauptversammlung durften die anwesenden Mitglieder nicht nur ein Essen in «Der Fabrik» einem ganz besonderen Eventlokal einer ehemaligen Färberei in Ebnat-Kappel geniessen, es gab auch noch einen Auftritt von «Der Regierung», einem Künstlerkollektiv, welches alle begeisterte.

Von 1985 bis heute

Gegründet wurde die IGMB am 25. November 1997. Doch bereits ab 1985 bestand eine lockere Vereinigung von Eltern, welche sich zum Erfahrungsaustausch trafen. Basierend auf dem, von Ernst Gisler handschriftlich festgehaltenen Rückblick, stellte Christine Scherrer die 20-jährige Geschichte der IGMB zusammen. «Bereits kurz nach der Vereinsgründung wurden schon Themen wie Freundschaft, Liebe, Sexualität besprochen», erfuhren die Anwesenden. Aber auch Referate über Erbrecht, Testament oder die Vorstellung von elektronischen Hilfsmitteln fanden Platz im Jahresprogramm. Das gesellige Beisammensein war dem Verein wichtig, standen doch jeweils Besichtigungen verschiedener Institutionen, aber auch ein Brunch auf dem Bauernhof, auf dem Programm. Sozusagen den Nerv der Zeit oder der Vereinsmitglieder wurde mit der Einführung des beliebten «Lotto» getroffen. Für ihr 16-jähriges Engagement als Präsidentin darf sich Christine Scherrer mit dem Besuch der «Blinden Kuh» in Zürich, einen Herzenswunsch erfüllen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.