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Talentierter Buchser Jungkoch Dominik Roider: «Die Anforderungen sind hoch»

Gourmetrestaurants kennen die meisten nur aus Magazinen oder besonderen Anlässen. Für den Buchser Dominik Roider wird so ein Restaurant Alltag. Er darf in Zürich eine Stelle als Koch in einem künftigen Spitzenrestaurant antreten.
Alexandra Gächter
Nächstes Jahr darf Dominik Roider seine Kochkünste in einem von Spitzenkoch Dario Cadonau gegründeten Restaurant einbringen. (Bild: PD)

Nächstes Jahr darf Dominik Roider seine Kochkünste in einem von Spitzenkoch Dario Cadonau gegründeten Restaurant einbringen. (Bild: PD)

Koch ist ein Beruf, der viel abverlangt. Nebst dem grossen Fachwissen müssen Köche nicht nur mental, sondern auch körperlich fit sein. «Da kann es schon mal vorkommen, dass man 20 Kilogramm Ananas hochheben muss», sagt der Buchser Koch Dominik Roider, der vor Kurzem Vizeweltmeister mit dem Schweizer Juniorenteam wurde. Bei solch einem Wettbewerb sei die Konzentration natürlich noch höher. Für die Vorbereitungen der Weltmeisterschaft opferten er und seine Teamkollegen einen Teil seiner Freizeit. Roider, der ein 100-Prozent-Pensum als Koch ausfüllt kommt so auf bis zu neun Tage, die er durcharbeitet, bevor er «Wochenende» hat. «Ohne Freude und Leidenschaft geht es nicht», sagt der 21-Jährige. «Und für die Wettbewerbe», so fügt er an, «benötigt man auch eine Portion Ehrgeiz. Denn die Anforderungen sind hoch.»

Neue Anstellung in Gourmetrestaurant

Der nötige Ehrgeiz hat sich bei Dominik Roider in der Berufslehre entwickelt. Er habe schon immer sehr gerne gegessen und seiner Mutter beim Kochen geholfen. In der Sekundarschule wollte er abnehmen, und hat sich eigens Wissen über die Ernährung angeeignet. Mit Erfolg. So sei der Wunsch in ihm gereift, Koch zu werden. Das Grand Resort Bad Ragaz hatte den richtigen Riecher und verpflichtete Roider als Kochlehrling. Bald stellte sich heraus, dass Dominik Roider Talent besass. Die guten Noten haben ihn immer mehr angespornt. Im Jahr 2016 erreichte er beim Schweizerischen Lehrlingswettbewerb Gusto16 den vierten Rang. Ebenfalls Vierter wurde er beim Kochwettbewerb des Gastronomieverbandes. Hier mass er sich mit Erwachsenen. Im vergangenen Jahr konnte Dominik Roider als Zweitbester im Kanton St. Gallen seine Lehre abschliessen. Fortan arbeitete er zusammen mit dem Teamchef der Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft bei der Culinary Artist GmbH in Bern. Zusätzlich ist er Mitglied der Kochnationalmannschaft der Schweizer Armee.

Bereits im nächsten Jahr führt sein Berufsweg zurück in die Ostschweiz. Der Bündner Spitzenkoch Dario Cadonau, Gastgeber des Inlain, eröffnet in Zürich das Gourmetrestaurant Aston Martin Lagonda. Der Name ist Programm. Ziel ist ein Michelin-Stern und ein möglichst hoher Gault&Millau-Einstieg im ersten Jahr. «Mein ehemaliger Berufskundelehrer wird in diesem neuen Restaurant Küchenchef. Ich habe ihn immer als Lehrer geschätzt. Er kann mich fördern und weiterentwickeln», so Roider.

Hungergefühl ist teilweise abhanden gekommen

Im Jahr 2020 möchte Dominik Roider mit dem Juniorenteam erfolgreich an der Koch-Olympiade teilnehmen. Im Januar beginnen die Proben dafür. Das Team kocht das vorgegebene Menü etliche Male und studiert jeden Handgriff ein. Für weitere Wettbewerbe hat der heute 21-Jährige bis zum Jahr 2020 keine Zeit. Danach möchte er bei Einzelwettbewerben bei der Elite antreten. Für den nächsten grossen Teamwettbewerb bei den Junioren – der Weltmeisterschaft im Jahr 2022 – wird er nämlich bereits zu alt sein.

In seiner Freizeit kocht Dominik Roider nur sehr selten. «Ich koche eigentlich nur aus Zwang, wenn ich Hunger habe.» So anspruchsvoll er beim Kochen für andere ist, so anspruchslos ist er, wenn es um sein eigenes Essen geht. «Ich brauche nur Salat und Pasta, um zu überleben.» Es kommt auch vor, dass ihm ein Gipfeli bis 15 Uhr genügt. «Da ich immer von Essen umgeben bin, ist das Hungergefühl teilweise abhanden gekommen.»

Auf die Frage nach seiner Lieblingszutat antwortet er: «Ich entdecke immer wieder etwas Neues. Bis vor einem halben Jahr war es beispielsweise die Limette.» Und was isst jemand am liebsten, der anderen exquisite Gaumenfreuden beschert? «Alles, was Mama kocht», antwortet er.

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