D’Gass in Buchs als Kulturplatz mit grosser Nachfrage und neuen Plänen

D’Gass in der Bahnhofstrasse hat ein Jahr mit einem vollen Terminkalender vor sich. Das Eisfeld wird von den hiesigen Schulen geschätzt und stark genutzt.

Armando Bianco
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Freuen sich über viele Kinder auf dem Eisplatz im Buchser Zentrum: Gastronomiechef Remo Sturzenegger, Geschäftsführerin Giannina Saxer und Besitzer Arthur Gassner.

Freuen sich über viele Kinder auf dem Eisplatz im Buchser Zentrum: Gastronomiechef Remo Sturzenegger, Geschäftsführerin Giannina Saxer und Besitzer Arthur Gassner.

Bild: Armando Bianco

Eventmanagerin Giannina Saxer aus Buchs hat im vergangenen Juni die Geschäftsführung bei D’Gass im Buchser Zentrum aus den Händen von Harry Müntener übernommen. Dieser ist mittlerweile Geschäftsführer bei Marketing Buchs. Sie verfolgt weiterhin das Ziel, D’Gass als belebten und beliebten Ort in der Buchser Flaniermeile zu erhalten. «Ich bin in Buchs aufgewachsen und es liegt mir sehr am Herzen, dass bei uns etwas läuft.»

200 Quadratmeter und 1300 Schülerinnen und Schüler

Im Fokus steht derzeit der Eisplatz, der sich immer grösserer Beliebtheit erfreut. Seite Ende 2019 und noch bis am 16. Februar steht das über 200 Quadratmeter grosse Eisfeld den Schulen als Gratisangebot zur Verfügung. In den letzten Jahren – das Eisfeld befindet sich in der fünften Saison – wurden rund 1300 Schülerinnen und Schüler gezählt. Und Erwachsene kommen nicht nur zur Kinderbetreuung aufs Eis; das Eisstockschiessen lockt Firmen und private Gruppen an. «Die Nachfrage ist in diesem Winter sehr gross», stellt Giannina Saxer fest. Deshalb hat man neue Ideen parat.

Street Food, Fussball-EM und Autorenlesungen

Seit D’Gass im November 2014 eröffnet wurde, hat sich der Platz in der Buchser Bahnhofstrasse zu einem Kultur- und Eventzentrum entwickelt. Das Street Food Festival, das Buchserfest, Buchs4Kids, die Salsaparty, der Nationalfeiertag, die Konzertreihe «Gin and Joy», ein Monsterkonzert, viele weitere musikalische Anlässe und Veranstaltungen anderer Art, etwa Autorenlesungen in der Buchhandlung finden hier jährlich statt. Während grosser Fussballanlässe – heuer steht die Europameisterschaft auf dem Terminkalender – wird D’Gass jeweils zu einer riesigen Fanmeile. Während eines Turniers feuern hier mehrere hundert Fans aller Nationalitäten ihr Team friedlich und lautstark. Das Wahrzeichen der Gass ist das weisse Segeldach. Es sorgt nicht nur für urbanes Flair, sondern ist dank der flexiblen Membranüberdachung auch ein grosser Trumpf bei solchen Freiluft-Anlässen.

Jahr in «Wintergass» und «Sommergass» unterteilt

Die Betreiber sehen sich heute als Kulturplatz D’Gass, wie die seit letzten Juni neu angestellte Geschäftsführerin Giannina Saxer sagt. Mit Blick auf die nächsten Monate stellt das Gass-Team fest, dass man volles Programm hat, so viele Veranstaltungen gab es noch nie. Die Verantwortlichen teilen das Jahr in «Wintergass» und «Sommergass» auf. Und für die nächsten Jahre stehen diverse neue Projekte in den Startlöchern.

Im Fokus steht derzeit der Eisplatz, der sich immer grösserer Beliebtheit erfreut. Noch bis am 16. Februar steht das über 200 Quadratmeter grosse Eisfeld den Schulen als Gratisangebot zur Verfügung. In den letzten Jahren – das Eisfeld befindet sich in der fünften Saison – wurden rund 1300 Schülerinnen und Schüler gezählt. Und Erwachsene kommen nicht nur zur Kinderbetreuung aufs Eis; das Eisstockschiessen lockt Firmen und private Gruppen an.

Betriebserweiterung nächsten Winter ein Thema

Mittlerweile hat sich das kostenlose Angebot bei den Schulen herumgesprochen, «nicht nur Buchser Klassen kommen zu uns, auch das Interesse in den umliegenden Gemeinden ist gross», so Giannina Saxer. «Wir hatten in jüngster Zeit häufig Anfragen von Schulen, ob das Eisfeld auch nachmittags von Schulklassen benutzt werden kann. So spontan konnten wir aber nicht reagieren. Für den nächsten Winter könnte es aber sicherlich eine Option sein, dass wir unser Angebot ausbauen bzw. auch auf den Nachmittag ausdehnen», erklärt Giannina Saxer gegenüber dem W&O weiter.

Eine neue Idee ist, Eishockeytrainings für den Nachwuchs anzubieten, allenfalls in Zusammenarbeit mit Eishockeyvereinen wie dem EHC Vaduz-Schellenberg oder dem HC Davos. Im Besitz von Pucks, Toren und Stöcken ist man bereits, da es an Freitagnachmittagen auf dem Buchser Eisfeld bereits möglich ist, auf eigene Faust dem Eishockeysport zu frönen.

Ein etwas anderer Alltag: Nino Habegger (links) und Fabio Coluccia, Lernende beim EW Buchs, unterstützen den Betrieb des Eisfeldes im Zentrum.

Ein etwas anderer Alltag: Nino Habegger (links) und Fabio Coluccia, Lernende beim EW Buchs, unterstützen den Betrieb des Eisfeldes im Zentrum.

Bild: Armando Bianco

Lehrlinge des EW beweisen ihre Sozialkompetenz

Heuer wird das Eisfeld von Lehrlingen des EW Buchs im Sinne einer Kooperation unterstützt. Jeweils zwei Lehrlinge kümmern sich um den Betrieb und die Ausgabe der Schlittschuhe. Für beide Seiten eine Win-win-Situation; die Lehrlinge können Sozialkompetenz beweisen und haben Abwechslung im Alltag. D’Gass muss weniger in Personalkosten für das kostenlose Angebot investieren. «Die Lehrlinge machen das mit grossem Engagement», stellt Giannina Saxer mit Freude fest.

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