Der Strasseneinlenker Rans soll sicherer gemacht werden

Für 1,309 Millionen Franken wollen der Kanton St. Gallen und die Gemeinde Sevelen den Verkehrsknoten Kantonsstrasse/Einlenker Rans und Ranser Rheinweg umbauen. Auch die Busbuchten sind davon betroffen.

Heini Schwendener
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Der Einlenker Rans mit den beiden Busbuchten auf der Ost- und der Westseite der Churerstrasse soll aus Gründen der Sicherheit neu gestaltet werden. (Bild: Heini Schwendener)

Der Einlenker Rans mit den beiden Busbuchten auf der Ost- und der Westseite der Churerstrasse soll aus Gründen der Sicherheit neu gestaltet werden. (Bild: Heini Schwendener)

Die Sicherheit des Einlenkers Rans Nord ist seit je ein Thema. 1998 wurde eine Mittelinsel im Einlenkerbereich gebaut, um Fussgängern und Velofahrern das Überqueren der Kantonsstrasse zu erleichtern. Ausserdem wurde das Tempo in diesem Bereich von 60 auf 50 km/h reduziert.

Nun liegt ein neues Projekt vor, um diesen Verkehrsknoten sicherer zu gestalten. Bis zum 21. Februar läuft die Planauflage für die Anpassung des Einlenkers Zufahrtsstrasse Rans Nord, die der Kanton zusammen mit der Gemeinde realisieren möchte.

Notwendige Sichtweiten unterschritten

Gemäss Planauflage kam es zwischen 2012 und 2018 im Projektperimeter zu zwei Unfällen. Sehr viel zahlreicher sind aber die kritischen Situationen, die sich beispielsweise ergeben, wenn ein Bus in der westseitigen Busbucht anhält. Weil die Haltestellen beidseits der Churerstrasse sehr nahe bei den Einlenkern in die Badstrasse bzw. den Ranser Rheinweg sind, ist die Situation für den Verkehr nach und aus Rans oft sehr unübersichtlich.

Die Schwachstellen dieses Verkehrsknotens sind vielschichtig. Die Bushaltestellen sind nicht klar erkennbar und die notwendigen Sichtweiten unterschritten. Ausserdem fehlt eine Gehwegverbindung in die Badstrasse und in den Ranser Rheinweg bei der östlichen Bushaltestelle. Eine sichere Querung der Kantonsstrasse für den Langsamverkehr (Fussgänger, Velofahrer usw.) fehlt. Einige Ranser Schüler fahren mit dem Bus nach Sevelen zur Schule. Auf dem Nachhauseweg müssen sie die Kantonsstrasse vor oder hinter dem Bus über eine kleine, exponierte Mittelinsel überqueren.

Churerstrasse wird etwas aufgeweitet

Die Lage wird total unübersichtlich, wenn in beiden Buchten gleichzeitig ein Bus anhält. Speziell ist auch der Einlenker in den Weiler Rans. Er mündet in einem spitzen Winkel in die Kantonsstrasse – mit einem Kandelaber in der Mitte. Wer in welche Richtung auf welcher Seite um diesen Kandelaber fahren sollte, ist nicht einmal allen Einheimischen klar.

Die Verkehrsplaner haben darum ein Projekt erarbeitet, das die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöhen soll. Dabei wird die Linienführung der Churerstrasse nicht verändert. Sie wird im Projektperimeter lediglich etwas aufgeweitet. Die Badstrasse hingegen erhält kurz vor dem Einlenker in die Churerstrasse eine neue Linienführung, sodass sie etwas südlicher rechtwinklig in die Kantonsstrasse einmündet.

Ostseitige Busbucht wird nach Norden verlegt

Entlang dieser neuen Linienführung der Badstrasse gibt es einen Fuss- und Radweg. Auch die Einmündung Ranser Rheinweg wird umgebaut. Das Bushäuschen und die Busbucht werden einige Meter gegen Norden verlegt. Die westseitige Busbucht bleibt in etwa an ihrem bisherigen Platz. Damit sind die Busbuchten nicht mehr direkt gegenüberliegend. Durch diesen Umbau sind die nötigen Sichtzonen gewährleistet.
Im Querungsbereich der Kantonstrasse entsteht zwischen den beiden je 18 Meter langen Busbuchten eine gut sichtbare 2,5 Meter breite Mittelinsel ohne Fussgängerstreifen für den Langsamverkehr. Der Mehrzweckstreifen in der Mitte der beiden Fahrbahnen im Projektperimeter bekommt einen andersfarbigen Belag und kann für Abbiegemanöver in beiden Gemeindestrassen genutzt werden.

Die Anpassung des Einlenkers Rans kostet insgesamt 1,309 Millionen Franken, der Gemeindeanteil beträgt 360000 Franken. Es wird ein Landerwerb von 640 m2 notwendig.