Der schwierige Baugrund verzögert die Arbeiten am Betagten- und Pflegeheim Casa Sevellun

Der Baufortschritt im Büelriet in Sevelen gerät aufgrund des instabilen Baugrunds ins Stocken. Es werden Kernbohrungen für weitere Bodenanalysen notwendig.

Heini Schwendener
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Der teils instabile Baugrund im Büelriet stellt eine besondere Herausforderung dar, der Baufortschritt gerät deswegen in Rückstand.

Der teils instabile Baugrund im Büelriet stellt eine besondere Herausforderung dar, der Baufortschritt gerät deswegen in Rückstand. 

Bild: Heini Schwendener

Bei den Pfählungsarbeiten für das neue Betagten- und Pflegezentrum Casa Sevellun kam zum Vorschein, dass der teilweise instabile Baugrund eine besondere Herausforderung darstellt. Vorgängig waren zwar Abklärungen getroffen worden. Doch nun stellte sich heraus, dass «der den Planungen und der Umsetzung zu Grunde liegende Bericht des Geologen vom November 2019 dieser schwierigen Sachlage nicht gerecht wird», heisst es in den Mitteilungen des Seveler Gemeinderates.

Was bedeutet das für die weiteren Bauarbeiten?

Die Probleme als Folge des schwierigen Baugrunds führen zu Verzögerungen, die sich auf die Fertigstellung des Bauwerks auswirken werden. Einerseits treten durch die Massnahmen, die nun erforderlich sind, Mehrkosten auf. Diese könnten voraussichtlich durch die im Projekt vorhanden Reserven sowie die bisherigen Vergabeerfolge aus weiteren Bereichen aufgefangen werden, heisst es in den Ratsmitteilungen. Andererseits verzögere sich der Baufortschritt einschneidend. Der Rohbau könne wohl kaum wie vorgesehen bis im Spätherbst dieses Jahres abgeschlossen werden, um dann im Winter in der dichten Gebäudehülle mit dem Innenausbau beginnen zu können.

Welche Massnahmen werden nun ergriffen?

Beim Auftauchen der Probleme wurden Ausführungsvarianten geprüft und es gab verschiedene Pfahlprüfungen. Letztlich kamen die involvierten Fachpartner zum Schluss, «dass Kernbohrungen zur genauen Baugrundanalyse notwendig werden. Damit sollen schlüssige Aussagen zur Grundbeschaffenheit gemachte werden können. Mit diesen neuen Erkenntnissen soll die Bautechnik entsprechend angepasst werden», heisst es in den Mitteilungen des Gemeinderates.

Wie weiter nach dem Nein zum Wärmeverbund?

In den Ratsverhandlungen wird auch das weitere Vorgehen bezüglich der Wärmeerzeugung für die Genossenschaft Büelhof, den Werkhof Zinslihof und das neue Betagten- und Pflegeheim aufgezeigt. Nun soll die Möglichkeit der Nutzung von Erdwärme mittels Probebohrungen geprüft werden. Ziel des Gemeinderates ist es, der Bürgerschaft mindestens zwei Varianten eines Heizsystems zu präsentieren. 

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