Der Ringerclub Oberriet-Grabs träumt nun vom Aufstieg

Der Ringerclub Oberriet-Grabs (RCOG) behauptete sich am Samstag im Rückkampf gegen das Team Wallis, mit einem Heimsieg hat man sich den Schweizer-Meister-Titel der Challenge League 2019 gesichert – das erste Mal seit rund 20 Jahren. Nun wartet nächsten Samstag im Auf-/Abstiegskampf die Ringerriege Schattdorf.

Merken
Drucken
Teilen
Stolz auf die grosse Leistung: Der Ringerclub Oberriet-Grabs ist Schweizer Meister in der Challenge League. Nun darf man vom Aufstieg träumen. (Bild: PD)

Stolz auf die grosse Leistung: Der Ringerclub Oberriet-Grabs ist Schweizer Meister in der Challenge League. Nun darf man vom Aufstieg träumen. (Bild: PD)

(PD) Dass der hohe Vorsprung von 27:9-Punkten von den Gastgebern kaum mehr preisgegeben wird, ahnten die meisten der zahlreich erschienenen Zuschauer bereits. Nichtsdestotrotz wollten die Ringer des RCOG vor Heimpublikum die Playoffs mit einem Sieg beenden. Aber auch die Walliser visierten einen Sieg an, was sich an ihrer Aufstellung mit Kiril Sheytanov, Dimitar Sandov, Isa Usupov, Tanguy Darbellay und Kim Besse zeigte.

Spannende Kämpfe...

Da der erste Kampf bis 61 kg Freistil vorverschoben wurde, startete der Abend mit Quintus Zogg gegen Florian Vieux. Gegen den 14 Jahre älteren Athleten fand Zogg kein Mittel und musste Punkt für Punkt abgeben. In den letzten Momenten des Kampfes fand der Grabserberger dann doch eine Lücke in Vieux’ Abwehr und konnte mit einem geschickten Angriff an der Zone einen Mannschaftspunkt sichern.

Andri Vishar sollte in der Kategorie bis 130 kg gegen Ryan Martinetti kämpfen, doch aufgrund des jungen Alters von Martinetti verzichteten die Walliser auf einen Einsatz gegen erfahrenen RCOG-Ringer; so stand es nach zwei Kämpfen 5:3 für das Heimteam.

...und wundervolle Punkte

Im dritten Kampf stand Janis Steiger in der Kategorie bis 57 kg im griechisch-römischen Stil Yusup Gumaev gegenüber. Steiger musste in der ersten Phase der Begegnung mehrere Punkte abgeben, konnte dann jedoch mit einem unerwarteten Schultersieg überzeugen. Auch Ilir Fetahu aus Oberriet lieferte einen starken Kampf ab. Gegen Patrick Vieux musste er Greco nur einen Punkt abgeben und gewann mit 18:1 (bis 79 kg).

Nicolas Steiger hatte gegen Dimitar Sandov erneut ein hartes Los. Nichtsdestotrotz überzeugte Steiger bis 65 kg Greco mit einer guten Leistung. Nur vier Punkte liess der 19-Jährige zu und verhinderte somit einen Sieg durch technische Überlegenheit seitens des Wallisers.

Letztlich ein knapper, aber absolut verdienter Sieg

Nach der Pause kämpfte Dominik Steiger bis 86 kg Freistil gegen Tanguy Darbellay. Der in Weissrussland studierende und deutlich schwerere Gegner dominierte Steiger und gewann klar mit 0:16. Nun kam es bereits zum heiss ersehnten Duell zwischen Flavio Freuler und Kiril Scheytanov. Beide schenkten einander bis 70 kg Freistil nichts. Beim Stand von 0:2-Punkten sicherte Freuler mit einer wunderschönen Aktion aus der Kopfklammer vier Punkte. Diesen Vorsprung konnte der über die Zeit bringen und so den wichtigen Sieg sichern.

Leihringer Yanik Bucher kämpfte gegen Isa Usupov ebenfalls beherzt. Trotz einem Punkt konnte Bucher die technische Überlegenheit von Usupov nicht verhindern, und so lag es an Andreas Vetsch, bis 74 kg Greco den Sieg zu sichern. Vetsch kämpfte ruhig und sicher, was sich als das richtige Rezept gegen Nathan Richard herausstellte. Gleich 16:0 hiess das Endresultat des zweitletzten Kampfes, wodurch der Sieg bereits Tatsache war.

Mirco Studer musste trotzdem noch seine Begegnung bis 74 kg im freien Stil antreten. Dabei konnte Kim Besse zwei Punkte für die Walliser sichern, wodurch das Endresultat 20:17 für den Ringerclub Oberriet-Grabs lautete.