Der prächtigste Gamser Christbaum stammt aus Grabs

Der Gamser Christbaum ist einer der symmetrischsten, die das Dorf je hatte. Mit 14 Meter ist er zwar gross, aber nicht der grösste in der Region Werdenberg.

Alexandra Gächter
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14 Meter, 285 Kerzen, 210 Kugeln: Der Gamser Christbaum darf sich sehen lassen.

14 Meter, 285 Kerzen, 210 Kugeln: Der Gamser Christbaum darf sich sehen lassen.

Bild: PD

In fast jedem Wohnzimmer steht derzeit ein Christbaum. Geschmückt mit Kugeln und Kerzen, manchmal mit Krippe. Doch nicht nur zu Hause, auch im öffentlichen Raum stehen derzeit etliche Christbäume – vor Rathäusern, in Schulen und Altersheimen erfreuen sich Gross und Klein daran. Am meisten solcher Christbäume stehen in der Gemeinde Wartau. Insgesamt sind es 17. Die Ortsgemeinde Wartau schenkte der Schule für all ihre Schulhäuser und Kindergärten je einen Baum. Neben diesen zehn stehen in der katholischen und reformierten Kirche Azmoos, sowie in der reformierten Kirche Gretschins, im Kirchgemeindezentrum Azmoos, im Rathaus und Betagtenheim sowie draussen vor dem Rathaus und Betagtenheim je ein Christbaum.

525 LED-Leuchtkerzen auf Seveler Christbaum

In den anderen Gemeinden der Region Werdenberg und Obertoggenburg hat es im Durchschnitt etwa zwei öffentliche Christbäume. Meist stehen sie ebenfalls entweder vor dem Rathaus oder vor einer Kirche und sind sechs bis neun Meter gross. Mit 14 beziehungsweise 15 Metern Höhe können sich vor allem die Christbäume in Gams und Sevelen sehen lassen. Das Besondere beim Seveler Christbaum ist, dass er nicht gefällt wurde. Das heisst, er steht das ganze Jahr durch an seinem Platz und wird im Advent vom Elektrizitäts- und Wasserwerk geschmückt. Ungefähr 525 LED-Kerzen fanden dieses Jahr auf dem Baum Platz, wie Marianne Sprecher, EW Sevelen, mitteilte.

14 Meter hoch ist der Gamser Christbaum

Die Gamser sind sich einig: Ihr Christbaum ist der schönste. 14 Meter hoch ist die Nordmannstanne. Eine Höhe, die Christbäume in anderen Werdenberger Gemeinden ebenfalls erreichen (siehe Titelseite). Auch die Vorgänger des heurigen Christbaums in Gams erreichten diese Höhe. Speziell ist hingegen die Gleichmässigkeit der Äste. «Dass ein Christbaum von dieser Höhe so symmetrisch gewachsen ist, ist nicht selbstverständlich», sagt Gemeindepräsident Fredy Schöb. Ein Trost für die Grabser: Der prächtigste Christbaum der Gamser stammt aus ihrer Gemeinde. «Der Baum stammt aus einem Grabser Garten. Im Wald hätte er wohl weniger Licht erhalten und wäre wahrscheinlich von herabfallenden Ästen anderer Bäume verletzt worden. Kurz: Im Wald gibt es nicht so symmetrische Bäume», sagt Schöb.

Der Christbaum ist föhnerprobt

285 Kerzen und 210 Weihnachtskugeln fanden auf dem massiven Baum Platz. Wie seit etlichen Jahren übernahmen Josef Gächter und seine Söhne das Schmücken mit einem mobilen Kran. Ein paar wenige tausend Franken hat die Gemeinde Gams für den Weihnachtsschmuck ausgegeben. «Wir verwenden den Schmuck immer wieder und gehen sehr sorgsam damit um. Die Weihnachtskugeln werden sehr gut befestigt. Die Halterung der Kugeln haben wir zusätzlich geleimt.» Dies habe sich bei Föhnwetter bewährt. Ein gemauerter Schacht von 1,20 Metern Tiefe sorgt bei Sturm für den Halt des Baumes. «Fehlt eigentlich nur noch eines: ein Geschenk für die Gemeindeverwaltung unter dem Baum», so Schöb abschliessend.

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