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Der Pfarrer, der einmal Bauer werden wollte

Die Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Sennwald feierte am Sonntag in der Kirche Salez die feierliche Amtseinsetzung ihres neugewählten Seelsorgers Rolf Bärtsch.
Hansruedi Rohrer

Es war ein kirchliches Fest so wie das Wetter: sehr freundlich und sehr warm. Doch war es natürlich auch ein für die Kirchgemeinde freudiges Ereignis, dass ihr neuer Pfarrer Rolf Bärtsch definitiv ins Amt eingesetzt wurde.

Feierliche Amtseinsetzung in der Kirche Salez, von links Pfarrer Rolf Bärtsch, Vizedekan Lars Altenhölscher, Kirchenvorsteherschafts-Präsident Michael Berger. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Feierliche Amtseinsetzung in der Kirche Salez, von links Pfarrer Rolf Bärtsch, Vizedekan Lars Altenhölscher, Kirchenvorsteherschafts-Präsident Michael Berger. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Der Gottesdienst wurde unter Mitwirkung des Kirchenchors Sennwald sowie Yuka Kitano (musikalische Begleitung und Organistin) entsprechend gestaltet. Der Buchser Pfarrer Lars Altenhölscher als Vizedekan des Pfarrkapitels Rheintal begrüsste alle herzlich mit dem Zitat: «Miteinander auf dem Weg zu sein». Er freute sich, seinen Kollegen Rolf Bärtsch ins Amt einzusetzen. «Installieren heisst das offiziell», erklärte er. Das Wort habe den Ursprung im Lateinischen. Als Pfarrer sitze man zwar auch im Büro- oder Amtsstuhl oder ab und zu auf einem «heissen Stuhl», an einem Krankenbett und manchmal im harten Bett des Gemeindelebens, erwähnte Lars Altenhölscher. «Doch es gibt schliesslich nur eine Gemeinsamkeit in der Kirchgemeinde». Deshalb: «Seid miteinander unterwegs und haltet Sorge zueinander – denn es ist für Euch gesorgt».

Mit dem abgenommenen Gelübde erklärte der Vizedekan Rolf Bärtsch zum rechtmässigen Pfarrer der Kirchgemeinde Sennwald. Michael Berger, Präsident der Kirchenvorsteherschaft, hiess Rolf Bärtsch herzlich willkommen. Für die Kirchgemeinde sei es wichtig, dass damit ein Pfarrer gefunden werden konnte, welcher unkompliziert auf die Menschen zugehen könne. Überhaupt soll die Kirche ein offenes Ohr und ein hilfreiches Herz für den Nächsten haben. Gerade das sei doch das Wichtigste für uns Menschen. Michael Berger wünschte dem neuen Seelsorger viele herzliche Begegnungen und überreichte ihm einen kleinen Modelltöff, «für die Weite des Lebens», wie er sagte.

In seiner Predigt legte Rolf Bärtsch das Wort «Installation» etwas anders aus. Für ihn heisse dies «in den Stall stellen» oder «Istalla», wie man im Bündner Dialekt auch sage. «Somit freut mich das besonders, denn ich wollte nämlich einmal Bauer werden», meinte er schmunzelnd. Aber er wählte auch biblische Worte: «Wenn Gott sich in Menschen installiert, dann wählt er einen Stall. Wir Menschen sind der Stall.» Und der Pfarrer sei nicht der Chef, sondern der Diener am göttlichen Wort. Pfarrer Rolf Bärtsch versprach, dass er den Menschen achtungsvoll begegnen werde, und vor allem dankte er allen, «dass ihr mich so freundlich und wohlwollend aufgenommen habt.» Zu den weiteren Gesprächen in lockerer Atmosphäre war der anschliessende Apéro bestens geeignet.

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