Das Corona-Virus verzögert den Bezug des Spitalneubaus in Grabs

Der Einweihungsanlass für das neue Spital Grabs wird «coronabedingt» voraussichtlich in den Herbst verschoben.

Hanspeter Thurnherr
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Die Züglete in den Spitalneubau erfolgt voraussichtlich im September.

Die Züglete in den Spitalneubau erfolgt voraussichtlich im September.

Bild: Hanspeter Thurnherr

 Der auf den 9. Mai geplante Bezug des Spital-Neubaus sowie der Tag der offenen Tür und der offizielle Einweihungsanlass vom 2. Mai werden gemäss einer Mitteilung an die Mitarbeitenden auf einen noch zu bestimmenden Termin verschoben.

Grund ist das Corona-Virus. «Wie alle Spitäler in der Schweiz bereiten wir uns derzeit auf die Pandemie vor. Wann der Höhepunkt der Corona-Fälle sein wird, lässt sich derzeit nicht sagen, aber er könnte eng mit den geplanten Terminen für den Tag der offenen Tür und dem Neubaubezug zusammenfallen», erklärt Andrea Bachmann, Leiterin Kommunikation und Marketing der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland.

Doppelbelastung für das Personal vermeiden

Mit der Verschiebung der Züglete will man eine Doppelbelastung des Personals vermeiden. Damit der Umzug am 9.Mai stattfinden könnte, müssten zeitgleich mit den zunehmenden Patientenzahlen mit Corona-Infektionen die Vorbereitungen für den Umzug stattfinden. «Dazu gehören vor allem auch die Einschulungen der Teams, denn im neuen Haus gibt es unter anderem auch neue Abläufe, für welche die Mitarbeitenden geschult werden müssen.

Der Umzug und die damit verbundenen Vorbereitungsmassnahmen sind schon im Normalbetrieb eine grosse Herausforderung», sagt Bachmann. Während einer Pandemie sei das nicht umzusetzen und auch nicht sinnvoll. Denn man müsse die Ressourcen auf die Behandlung der zur erwartenden Patienten konzentrieren.

Fertigstellung des Neubaus läuft unverändert weiter

Der seit längerem bestehende Ferienstopp für diese Zeit bleibe, sei aber kein Problem, da ohnehin niemand Ferien geplant habe. Voraussichtlich werde der Bezug des neuen Spitals im September sein. Da sich sehr viele Mitarbeitende freiwillig gemeldet hätten, um beim Umzug mitzuhelfen, sei dann keine Feriensperre nötig. «Die Fertigstellung des Neubaus wird unverändert vorangetrieben. Denn die Arbeiten laufen aufgrund der aktuellen Richtlinie des Bundes planmässig weiter», schliesst Andrea Bachmann.