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Claudio Müller ist der Herr über das Mischpult von «La Traviata»

Bei der Oper «La Traviata» müssen nicht nur die Protagonisten die richtigen Töne treffen, auch Tontechniker Claudio Müller trägt zum Gesamtkunstwerk bei.
Heini Schwendener
Claudio Müller aus Vaduz ist bei Verdis Oper «La Traviata» für die Tontechnik verantwortlich. (Bild: Heini Schwendener)

Claudio Müller aus Vaduz ist bei Verdis Oper «La Traviata» für die Tontechnik verantwortlich. (Bild: Heini Schwendener)

Hinter der letzten Sitzreihe, in der Mitte der Zuschauertribüne ist Claudio Müllers Reich. Dort oben arbeitet der Tontechniker für die Oper «La Traviata» derzeit jeden Abend. Die richtigen Töne müssen die Mitglieder des Orchesters und des Chores sowie die Solistinnen und Solisten natürlich selber treffen. Dass diese Töne aber auch richtig gut beim Publikum ankommen, dafür ist Claudio Müller von der Firma Eventpartner Pro AG verantwortlich. Der junge Mann ist der Herr über das Mischpult.

Er verfügt schon über einige Erfahrung bei unterschiedlichsten Events. Auch bei Operetten war er schon dabei, «La Traviata» ist seine erste Oper. Seine Erwartungen, dass die Tage am Werdenbergersee spannend und lehrreich werden dürften, haben sich bestätigt: «Jede Produktion ist ja irgendwie anders und besonders», sagt er gegenüber dem W&O, «hier an einer Oper mitzuwirken, ist aber wirklich eine sehr interessante Aufgabe.»

Mikrofone für die Brillanz und als Unterstützung

Heute vor einer Woche, als erstmals auf der Bühne am Werdenbergersee geprobt wurde, hatte Claudio Müller die Vermutung geäussert, dass der mächtige Chor wohl keine Mikrofone brauchen würde und dass auch die Solistinnen und Solisten kaum verstärkt werden müssten. Beim Orchester werde man testen, ob zwei Mikrofone nötig seien. «Es bleibt uns ja genügend Zeit, uns heranzutasten», sagte er damals angesichts des bevorstehenden Probenmarathons.

Bei einem Augenschein am Freitagabend bestätigt sich, dass Müller die Lage richtig eingeschätzt hat. Die Solistinnen und Solisten werden mit Mikrofonen versehen, «aber nur zur reinen Unterstützung», wie der Tontechniker betont. Der 60-köpfige Chor der diesjährigen Schloss-Festspiele ist stimmgewaltig genug auch ohne Mikrofone. Ausserdem gibt es zwei Mikrofone im Orchestergraben, welche nicht zur Verstärkung eingesetzt werden, sondern, um dem Klang mehr Brillanz zu verleihen.

Müller ist zuversichtlich für die Premiere am Donnerstag, 2. August. Tontechnisch klappe bisher alles bestens, Möglichkeiten, an der einen oder anderen Stelle noch etwas zu optimieren gebe es aber immer. Müller wird während aller Vorstellungen die Tontechnik «fahren», nicht zwingend immer an seinem grossen Mischpult. Dieses kann er auch von seinem Tablet aus bedienen, mit dem er sich auch einmal im Zuschauerraum statt in seinem Container aufhalten kann, was vor allem während der Proben wichtig ist.

Der Tontechniker ist lange vor den Proben bzw. den Aufführungen schon auf dem Platz. Er checkt die Kanäle der Mikros, stellt sicher, dass die Akkus voll sind, und bestückt die Solistinnen und Solisten mit Mikrofonen. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit der Maske notwendig, denn einerseits müssen die Mikrofone tontechnisch optimal platziert werden, andererseits möchte natürlich die Maske, dass sie möglichst unsichtbar bleiben. Während der Aufführungen muss Claudio Müller darauf achten, dass die Mikrofone der Solistinnen und Solisten, die gerade nicht singen, ausgeschaltet sind und rechtzeitig wieder eingeschaltet werden.

Zusammenarbeit mit sehr professionellen Leuten

In drei Tagen feiert die Oper «La Traviata» der Werdenberger Schloss-Festspiele Premiere. Alle 200 Leute, die auf, unter und um die Bühne für diese Grossproduktion im Einsatz stehen, freuen sich darauf, dass sie endlich zeigen können, worauf sie so lange hingearbeitet haben. Unter ihnen ist auch der Mann am Mischpult, der sagt: «Ich darf hier mit sehr professionellen Leuten zusammenarbeiten, das erleichtert mir die Aufgabe.»

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