Der Männerchor Rüthi beschert ein Weihnachten für alle Herzen

Der Männerchor Rüthi gab in der Kirche Sennwald ein vielfältiges Adventskonzert.

Max Pflüger
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Der Männerchor Rüthi und seine Gäste überzeugten in den Kirchen Sennwald und Rüthi.

Der Männerchor Rüthi und seine Gäste überzeugten in den Kirchen Sennwald und Rüthi.

Max Pflüger

Mit seinen gut besuchten Adventskonzerten stimmte der Männerchor Rüthi seine Gäste am Samstagabend in der katholischen Kirche Sennwald und am Sonntag in der Kirche St. Valentin Rüthi auf die nahegerückte Weihnachtszeit ein. Begleitet wurden die Sänger bei einigen Liedern von einem Tiroler Volksmusik-Ensemble mit Verena Zeisler, Magdalena Zeisler und Laurenz Vanorek, Hackbrett, Violine, Gitarre und Kontrabass. Da die Ensemble-Musikerin Donata Schaffner wegen Krankheit kurzfristig ausfiel, sprang Chorleiter Lukas Breuss ein und ergänzte das Quartett als Violinist. Den Dirigentenstab übergab er dazu dem Vizedirigenten des Chors Pius Büchel.

Das Publikum rhythmisch in die Ferne entführt

Unter der Leitung von Lukas Breuss hatten die Rüthner Männer ein abwechslungsreiches Programm von festlicher Brillanz einstudiert. Mit «Hoch tut euch auf, ihr Tore der Welt» von Christoph Willibald von Gluck (1714–1787) oder «Tochter Zion freue dich» von Georg Friedrich Händel (1685–1759) erklangen barocke und klassische Perlen der weihnachtlichen Kirchenmusik. Die anspruchsvollen Werke trugen die Sänger mit eindrücklicher Dynamik vor und begeisterten damit die Zuhörer. Im Volkston gehaltenes Liedgut erklang mit dem oft gehörten Weihnachtslied aus Thüringen «Süsser die Glocken nie klingen». Dann entführte der Männerchor seine Gäste in die Ferne. Nach zwei rhythmisch mitreissenden, traditionellen Gesängen der südafrikanischen Zulu, «Siyhamba» und «Uyingewele Baba» schlug der Chor jazzige Klänge mit dem «Bethlehem Spiritual» an. Präzise schlug das Tirolermadel Magdalena Zeisler den Rhythmus dazu auf der Djembe-Trommel.

Mit drei neueren, zeitgenössischen Weihnachtsliedern schloss der Männerchor sein Adventskonzert 2019. Insbesondere das Lied «Weihnachtsglocken» von Hermann Sonnet kam gut an. Der Komponist verarbeitete darin immer wieder Zitate aus dem wohl bekanntesten Weihnachtslied «Stille Nacht». Und nach minutenlangen Standing Ovations stimmten die Solisten des Männerchors als Zugabe noch ein stimmig-feierliches Jodellied an, während sie zusammen mit dem Chor langsam den Kirchenchor verliessen.

Gegen die Hektik des Weihnachtsrummels

Zwischen den Liedblöcken interpretierte das Tiroler Volksmusik-Ensemble mit Verena Zeisler, Violine und Hackbrett, Magdalena Zeisler, Gitarre, Laurenz Vanorek, Kontrabass, und Lukas Breuss, Violine, passende instrumentale, vorwiegend volkstümliche Werke: «Schäferin-Walzer», «Marien-Menuett», «Weihnachtsboarischer». Das Quartett stand musikalisch nicht im Schatten der Sänger. Ihre Virtuosität überzeugte ebenfalls. Einen Beitrag an die Besinnlichkeit zur Adventszeit leistete zudem auch Jakob Zäch. Seine Textlesungen regten zum Nachdenken über die Hektik des überbordenden Weihnachtsrummels hinaus und den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes an.

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