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Der König gibt in Wildhaus wertvolle Tipps

Aktive und ehemalige Schwinger leiten beim Berggasthaus Oberdorf das fünftägige Camp für den Schwingernachwuchs. Prominentester Gast-Leiter ist der Berner Oberländer Matthias Glarner.
Robert Kucera
Matthias Glarner sagt den Camp-Teilnehmern, wie es richtig gemacht wird und feilt mit ihnen an den wichtigen Details. (Bild: Robert Kucera)

Matthias Glarner sagt den Camp-Teilnehmern, wie es richtig gemacht wird und feilt mit ihnen an den wichtigen Details. (Bild: Robert Kucera)

Der amtierende Schwingerkönig Matthias Glarner nahm erstmals im Königscamp als Leiter teil. Am Dienstag betreute er den Nachwuchs im Sägemehl. Für die Kinder stellte sein Besuch im Obertoggenburg ein Höhepunkt dar. Wie Glarner sagt, musste er nicht gross überredet werden. «In diesem Jahr hat es sehr gut gepasst», meint er mit Blick auf seinen Terminkalender. Ihm gefällt die Philosophie des Camps und hat einen guten Eindruck gewonnen. «Als Mann aus den Bergen schätze ich die Höhenluft», äussert er sich zum Standort auf über 1200 Metern über Meer. Die Aussicht vom Oberdorf aus macht das Camp nochmals eine Spur spezieller.

Doch einmal im Sägemehl haben weder der Berner Ober-länder noch seine Schützlinge Zeit, die Landschaft zu geniessen. Schliesslich geht es darum, Wissen zu vermitteln, respektive so viel wie möglich zu lernen. «Falsch wäre, in dieser kurzen Zeit 10000 Sachen reinzupacken. Lieber nur drei oder vier Sachen. Ich zeige Details, die sie mitnehmen können», meint Glarner und weist auf den Umstand hin, dass die Nachwuchskräfte bereits gut schwingen können. «Also zählt jetzt die Detailarbeit mehr. Ich gebe hier Tipps und Tricks weiter.» Wie er dem Nachwuchs erklärt, beherrschen alle guten Schwinger die Griffe und Schwünge. Der Unterschied zu den grossen Schwingern, so der 32-Jährige, liege im Feilen an Kleinigkeiten.

Technisches Know-how hat sich klar verbessert

«Die Jungs sind topmotiviert und haben gut mitgemacht», lobt Matthias Glarner den Einsatz. Vielen war aber der anstrengende erste Camp-Tag anzusehen. «Sie zeigten dennoch viel Willen. Und das ist das Wichtigste.» Zu seiner Jugendzeit gab es solche nationalen Camps mit Königen als Leiter noch nicht. Im kleinen Kreis, zum Beispiel nur die Oberländer, ging es in zwei- oder dreitägige Lager.

«Auf allen Stufen wird professioneller gearbeitet, es wird eine Spur besser zu den Nachwuchsschwingern geschaut», schildert Glarner seine Beobachtung und hält weiter fest: «Das technische Know-how ist anders als damals bei uns.» Dies liegt auch daran, dass mehr trainiert werde. Zwei- bis dreimal in der Woche üben die Kinder heutzutage. Der Schwingerkönig erinnert sich, dass er einmal wöchentlich trainiert habe – neben Fussball- und JO-Training. Den Austausch zwischen Nachwuchsschwingern aus verschiedenen Verbänden bezeichnet er als «spannend» und zur Teilnahme an Camps hat er eine klare Meinung: «Das Mitmachen kann ich nur empfehlen. Die Erlebnisse dort bleiben einem ein Leben lang.»

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