162 Bäuerinnen trafen sich in Salez zur 40. Delegiertenversammlung

Die Delegierten des kantonalen Bäuerinnenverbands durften in Salez einen runden Geburtstag feiern.

Adi Lippuner
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Sie führten durch die DV (von links): Präsidentin Petra Artho, Vizepräsidentin Helen Zehnder und Heidi Preisig (Frümsen), Sekretariat und Kasse.

Sie führten durch die DV (von links): Präsidentin Petra Artho, Vizepräsidentin Helen Zehnder und Heidi Preisig (Frümsen), Sekretariat und Kasse.

162 stimmberechtigte Frauen aus dem ganzen Kanton St.Gallen und eine stattliche Anzahl Gäste trafen sich am Mittwochnachmittag im Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez (LZSG) zur jährlichen Delegiertenversammlung. Präsidentin Petra Artho, Walde, ging bei der Begrüssung auf den runden Geburtstag respektive die 40. Delegiertenversammlung ein. Um keine Verwirrung zu stiften: Der Verband wurde vor 58 Jahren gegründet, zu Beginn fanden aber die Delegiertenversammlungen nur alle zwei Jahre statt.

Deshalb gönnten sich die Frauen zum «Runden» einen gemütlichen Nachmittag, erledigten die statutarischen Geschäfte speditiv, erfreuten sich am frühlingshaften Blumenschmuck der Bäuerinnen und Landfrauen aus Salez-Haag, Sax und Frümsen und erlebten mit dem Auftritt des Duos Grinsmanöver einen Frontalangriff auf die Lachmuskeln.

Bäuerinnen fördern als Antrieb

Ein Blick zurück auf die Anfänge des kantonalen Verbands zeigt, dass Hanni Pestalozzi den Anstoss gab. «Ihr Anliegen war es, die Bäuerinnen zu fördern, sei es in Beratungen, Weiterbildungen oder Kursen. Sie ermutigte die Frauen, in den Dörfern Bäuerinnenvereine zu gründen und den gemeinsamen Austausch zu fördern. Heute, 58 Jahre oder eben 40 Delegiertenversammlungen später dürfen wir feststellen, dass der Grundgedanke unseres Verbands immer noch genau so gelebt wird,» betonte Petra Artho.

Die Bäuerinnen und Landfrauen aus der Gemeinde Sennwald mit der von ihnen gestalteten Tischdekoration.

Die Bäuerinnen und Landfrauen aus der Gemeinde Sennwald mit der von ihnen gestalteten Tischdekoration.

Bilder: Adi Lippuner

In ihrem Jahresbericht liess die Präsidentin gemeinsam Erlebtes unter dem Motto «Bewährtes belassen, Neues hinzufügen, gut verrühren, mit einer Prise Humor abrunden und nach Belieben würzen» Revue passieren. Von der Beteiligung an der Olma über Weiterbildung, Wandern bis hin zur Vorstandsarbeit waren die Präsidentin und ihr Team gefordert.

Der kleine Ausgabenüberschuss ist verkraftbar

Kassierin Heidi Preisig, Frümsen, konnte, bei Erträgen von gut 146000 Franken von einem Gewinn in der Höhe von rund 2260 Franken berichten. Petra Artho als Geschäftsführerin der bäuerlichen Hilfskasse berichtete von einem Ausgabenüberschuss in der Höhe von gut 6000 Franken. Dies sei aber, bei einem Eigenkapital von knapp 193000 Franken, verkraftbar. «Die Kasse ist dazu da, Familien in Not unkompliziert zu helfen», so die klare Botschaft.

Inskünftig will der Kantonalvorstand, dies auf Antrag einer Präsidentin, den Vereinen offenlassen, ob sie an ihren regionalen Bäuerinnentagungen weiterhin für die Hilfskasse oder für ein eigenes Projekt sammeln wollen. Mit umfassenden Informationen zur Bäuerinnenausbildung, zum Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez, der Hanni-Pestalozzi-Stiftung und einem Grusswort des Schweizerischen Verbands sowie der Vorstellung der Gemeinde Sennwald konnte der offizielle Teil abgeschlossen werden. Nach einer Pause, die für den regen Austausch genutzt wurde, tauchten die Anwesenden mit dem Auftritt des Duos Grinsmanöver in die Welt des Speed Dating ein. Diese, gegen Ende des letzten Jahrhunderts in Amerika erfundene Methode ermöglicht es, in kürzester Zeit neue Flirt- oder Beziehungspartner zu finden.