Am 1. März wird der Winter vertrieben: Der Funken in Plattis steht bereit

Für die Verabschiedung des Winters am 1. März ist der Holzstoss aufgerichtet.

Hansruedi Rohrer
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Eine Delegation der Plattiser Funkenbauer ist daran, den Holzstoss auf der Anhöhe fertigzustellen.

Eine Delegation der Plattiser Funkenbauer ist daran, den Holzstoss auf der Anhöhe fertigzustellen.

Bild: Hansruedi Rohrer

Seit 2002 wird jährlich zum Brauch der Vertreibung des Winters von der Funkenzunft Plattis ein Feuer – der Funken – entfacht. Gleichzeitig gibt es kleineres Nebenfeuer. Dieses dient zur Erhitzung von kleinen, runden Hölzern, bis sie glühend sind, zwecks Scheibenschlagens. Auch das ist ein alter Brauch. Dann werden die leuchtenden Rädchen mit einem gekonnten und kunstvollen Schwung in die Nacht hinaus geschleudert.

Botschaft für die sirrenden Rädchen

Beim Abschlag erhalten die sirrenden Rädchen eine Botschaft mit: «Schiebu Schieba Schiebi, wem söll dia Schieba sii – dia Schieba söll mim Schätzli sii!» Gleichzeitig wird der Name des Schätzlis gesagt. Dieser Brauch des Scheibenschlagens wie auch des Funkens ist mit viel Gemütlichkeit verbunden. Wer nun den auf einer leichten Anhöhe errichteten Festplatz ansteuert, den erwartet am kommenden Sonntag ab 17 Uhr eine Festwirtschaft bestehend aus drei geheizten Wagen. Dort heisst die Funkenzunft alle willkommen zu Suppe, Würsten, Kuchen, feinem Kafi Lutz und weiteren Getränken. In einem der Festwirtschaftswagen unterhalten zudem Christian Reich und Toni Hildenbrand die Gäste musikalisch.

Eine lose Vereinigung interessierter Männer

Der Funken wird beim Eindunkeln entzündet. Die Funkenzunft Plattis sei eine lose Vereinigung interessierter Männer, welche den Brauch aufrechterhalten möchten, sagt Hans Eggenberger sen.

Dazu werde eben jedes Jahr sorgfältig der Holzstoss gebaut. Für die Festwirtschaft und im Hintergrund seien aber auch die Frauen eine unentbehrliche Hilfe.