Der Fasnachtsumzug in Gams bot einen Guggen-Rekord bei besten Bedingungen

Die Narren waren am Sonntag los in Gams. Und zwar im positiven Sinn am Umzug, der bezüglich der Guggenmusiken einen Rekord bot.

Christian Imhof
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Traditionell kamen auch diesmal verschiedene Liechtensteiner Formationen über den Rhein.

Traditionell kamen auch diesmal verschiedene Liechtensteiner Formationen über den Rhein.

Bild: Christian Imhof

Mit Liedern direkt aus der Hitparade und auch alten Ohrwürmern erschufen 20 Guggenmusiken gestern eine grandiose Stimmung bei strahlend blauem Himmel. So viele Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Schweiz, dem Fürstentum Liechtenstein und der Region hatten die Gamser noch nie bei sich zu Gast. Sie feierten dies mit insgesamt 54 Formationen.

Ein herrlicher Tag als Belohnung

Die Guggenmusikformationen und auch die unzähligen Gäste aus allen Himmelsrichtungen wurden belohnt mit einem herrlichen Tag, der reich an Humor, Musik und aufwändigen Verkleidungen war. Schon früh am Sonntagnachmittag strömten grosse Menschenmassen ins Zentrum von Gams.

Petrus meinte es gut mit den Fasnächtlern und schenkte ihnen einen wolkenlosen Himmel im schönsten Blau und zudem noch milde Temperaturen. Bei diesen Wetterverhältnissen schien es auch niemanden zu stören, dass die Autos ziemlich weit weg parkiert bleiben und der Weg ins Zentrum zu Fuss absolviert werden musste.

Die Herzen der Fasnächtler schlugen dann um 13 Uhr höher, als die Gugge Gämselibögg Gams das Spektakel lautstark eröffneten. Die lokale Formation hatte das Glück, in diesem Jahr einen Umzug anzuführen, wie ihn Gams noch nie so gesehen hat. Unter den 54 teilnehmenden Formationen waren nämlich in diesem Jahr 20 Guggenmusiken, was einen absoluten Rekord darstellt, welcher ausgiebig zelebriert wurde.

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Der Nachwuchs sorgt für den Jöö-Effekt

Neben den vielen lauten Fasnachtskapellen gab es natürlich auch die an solchen Umzug traditionellen Hexen, die Werke einiger kreativer Wagenbauer sowie fantasievolle Gruppen wie das Mukiturnen der Gemeinde Gams und Sax, welche für den Jöö-Effekt und zugleich für den Fasnachtsnachwuchs zuständig waren.

«Freitag ist Streiktag»: Greta in den Gemeinderat

Während bei vielen das exzessive Konfettiwerfen Programm war, hatten sich einige Gruppen ziemlich aktuelle und unterhaltende Themen ausgedacht. So veräppelte der Veloclub Gams mit seinem Programm «Freitag ist Streiktag, danke Greta!» den Hype um den Klimastreik auf eine Art und Weise, welche vielen Besuchern ein Lächeln auf die Lippen zauberte.

Sie forderten auf ihren Transparenten beispielsweise, den «Verkehr» einzustellen, um etwas gegen die Überbevölkerung zu unternehmen, oder kurzerhand Greta Thunberg in den Gemeinderat von Gams zu wählen.

Spital-Baustellen aufs Korn genommen

Auch ein aktuell oft diskutiertes Thema im In- und Ausland sind die Spitäler. Während die Narrenzunft Schaan den Neubau ihres «Spital Royal» feierten, schmiss die Landjugend Kamor auf ihrem Bauwerk «Spital Skandal» die Medikamente zwecks baldiger Schliessung mit hohen Rabatten zum Fenster raus.

Spannender Mix aus Themen und beliebte Klassiker

Der spannende Mix aus Themen, welche die Menschen in der Region bewegen und Klassikern wie «Die Schlümpfe» sorgte in Gams für eine kurzweilige Unterhaltung für jung und alt, und die Messlatte für die künftigen Umzüge in der Region wurde schon mal ziemlich hochgelegt.