Der Buchser Faustballer Mario Kohler will mit der Schweiz den ersten WM-Titel gewinnen

Der Buchser Mario Kohler will mit der Schweiz an der Weltmeisterschaft in Winterthur für Furore sorgen.

Robert Kucera
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Volle Konzentration auf das grosse Ziel: Mario Kohler will Weltmeister werden. (Bild: Fabio Baranzini/Swiss Faustball)

Volle Konzentration auf das grosse Ziel: Mario Kohler will Weltmeister werden. (Bild: Fabio Baranzini/Swiss Faustball)

Seit zwei Jahren wohnt der Faustballer Mario Kohler mit seiner Freundin in Buchs. Für ihren ersten Zusammenzug trafen sie sich in der Mitte. Sie stammt aus dem Kanton Graubünden, er aus Widnau. Sie hat es nicht weit nach Landquart, wo sie Physiotherapie studiert, er wohnt immer noch in der Nähe seines Vereins Faustball Widnau, mit dem er jedes Jahr auf Titeljagd geht. «Buchs ist super gelegen. Man ist sehr schnell in den Bergen», schwärmt Kohler über seine neue Heimat. Die Nähe zu den Bergen ist beiden sehr wichtig.

Derzeit hält sich der 31-Jährige aber vermehrt im ebenen Gelände auf. Statt über Stock und Stein setzt er auf kurz geschnittenem Rasen einen Fuss vor den andern. Kohler ist mitten in der Vorbereitung auf die Heim-Weltmeisterschaft in Winterthur, die vom 11. bis 17. August über die Bühne geht. Nach 2015 ist es seine zweite Weltmeisterschaft.

«Argentinien war speziell, weil es die erste WM war»,

sagt Kohler. «Doch eine Heim-WM ist für einen Faustballer das Grösste.»

Der deutschen Siegesserie ein Ende bereiten

Seit dem dritten Spiel in Argentinien, wo er eingewechselt wurde, ist Mario Kohler Stammspieler der Schweizer Nationalmannschaft. Damals nahmen die Eidgenossen erst nach seiner Einwechslung und jener eines Widnauer Teamkollegen so richtig Fahrt auf und stürmten zum zweiten Mal in der Geschichte zu WM-Silber.

In Winterthur soll nun eine Schippe drauf gelegt werden. Der letzte Titel stammt aus dem Jahr 2012, damals wurde die Schweiz Europameister in Schweinfurt. Die in Deutschland gewonnene Goldmedaille brachte den Schweizern aber nur kurzfristiges Glück. Seither hat die Nati in jedem Jahr an Europa- und Weltmeisterschaften sowie an den World Games das Finalspiel erreicht – und verloren. Sechsmal in Folge hat sich Deutschland, die Faustball-Nation schlechthin, durchgesetzt.
Höchste Zeit also, die Serie zu durchbrechen.

«Wenn wir einen guten Tag haben, können wir alle Mannschaften schlagen»,

ist der Buchser überzeugt. «Unser Ziel ist klar: Weltmeister werden.»