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Wartau: Ein Konzept, das dem steigenden Wasserbedarf der Landwirtschaft Rechnung trägt

In der Region Wartau Süd wird ein Bewässerungskonzept erarbeitet.
Der Wartauer Gemeindepräsident Beat Tinner setzt sich dafür ein, dass Landwirte dank eines neuen Konzepts ihre Felder auch künftig bewässern können. (Bild: PD)

Der Wartauer Gemeindepräsident Beat Tinner setzt sich dafür ein, dass Landwirte dank eines neuen Konzepts ihre Felder auch künftig bewässern können. (Bild: PD)

Die Landwirtschaft gehört zu den bedeutendsten Wassernutzern. Während in der Schweiz unter normalen Umständen die Regenfälle ausreichen, müssen andere Regionen Oberflächen- oder Grundwasser für die Bewässerung einsetzen. Insbesondere um Trockenperioden zu überbrücken, ersuchen vermehrt auch Landwirte in den Regionen Sarganserland, Werdenberg und Rheintal um Wasserentnahme-Bewilligungen, wie es in einer Mitteilung der Gemeinde Wartau heisst.

Diese wurden bis anhin mehr oder weniger problemlos vom Kanton erteilt. Allerdings mit Einschränkungen. So wurde beispielsweise die Entnahme von Bewässerungswasser aus kleineren Oberflächengewässern im Hitzesommer 2018 zeitweise untersagt. Dies, um das Ökosystem bei niedrigem Wasserstand und erhöhten Wasser-Temperaturen nicht noch zusätzlich zu belasten.

Steigende Wasser- Bedürfnisse decken

Künftig werden die Behörden die Entnahme aus Fliessgewässern restriktiver handhaben. Um die steigenden Wasser-Bedürfnisse trotzdem decken zu können, müssen Gesamtkonzepte erarbeitet werden. Der Wartauer Gemeindepräsident Beat Tinner erklärt: «In der Anbauregion Wartau werden auf etwa 100 Hektaren Fläche Gemüsekulturen, Kartoffeln und innovativer Saatmais angebaut.» Diese Kulturen haben eine grosse wirtschaftliche Bedeutung für die Region und erzeugen eine hohe Wertschöpfung pro Hektare Anbaufläche. Dementsprechend hoch ist die Bedeutung des Bewässerungskonzepts.

«Denn nebst der Landwirtschaft kämpfen weitere Bezüger wie die Industrie, Haushalte und weitere Bezüger um das Wasser. Die Ressourcen werden knapper. Dementsprechend sparsam muss mit dem wertvollen Gut umgegangen werden.»

Die Gemeinde Wartau übernimmt diesbezüglich eine Vorreiterrolle und versucht, das Problem anzupacken und in einem innovativen Projekt ganzheitlich zu lösen, wie weiter in der Medienmitteilung der Gemeinde Wartau steht.

Varianten werden geprüft

Um künftig die Wasser-Bedürfnisse erfüllen zu können, wurde eine Studie in Auftrag gegeben. In dieser wurden verschiedene Varianten geprüft und einander gegenüber gestellt. Die nun vorliegenden Ergebnisse werden in der entsprechenden Arbeitsgruppe präsentiert und ergänzt. Anschliessend sollen Gespräche mit den Grundbesitzern und den Nutzern geführt werden. Genauso wie mit den Behörden. Wie das künftige Konzept aussehen wird, ist noch offen. Denkbar wären Lösungen aus einer Kombination von Grundwasser und Oberflächenwasser.

Das betroffene Bewässerungsgebiet weist eine Fläche von rund 200 Hektaren auf. Auf dieser Fläche befinden sich der Mühlbach und einige weitere Giessen, die in erster Linie von der Überleitung aus dem Saarbach und einigen kleinerer Zuflüsse gespiesen werden. Die zu bewässernde Fläche wird heute von 24 Landwirten bewirtschaftet. Für Beat Tinner ist es wichtig, dass die Bewässerung frühzeitig koordiniert, organisiert und nachhaltig sichergestellt wird. Schliesslich geht es bei einer drohenden Trockenheit mit Dürre nicht nur um die Existenz der Landwirte, sondern auch um die Versorgungssicherheit mit Frischprodukten.

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