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Der Artillerie-Fort-Verein Magletsch feierte das 20-jährige Bestehen.

Mitglieder des Artillerie-Fort-Vereins (Afom), Angehörige und Gäste waren am Sonntag zum Jubiläum ins Hotel Alvier in Oberschan eingeladen. Präsident René Hilty hiess Afom-Gründer und Ehrenpräsident Hans Eggenberger sowie weitere Gäste herzlich willkommen, das 20-jährige Bestehen zu feiern.
Hansruedi Rohrer
Präsident René Hilty (links) mit Gründer und Ehrenpräsident Hans Eggenberger und Festungswächter-Schaufensterpuppe. Bild: Hansruedi Rohrer

Präsident René Hilty (links) mit Gründer und Ehrenpräsident Hans Eggenberger und Festungswächter-Schaufensterpuppe. Bild: Hansruedi Rohrer

(H.R.R.) In einem kurzen Rückblick erzählte er die Geschichte des Afom von der Gründung am 18.September 1999 bis heute. Am 11.Januar 2000 konnte das Benützungs- respektive Betriebskonzept von militärischer Seite (VBS) unterzeichnet werden. Der Verein hatte sich bereit erklärt, als Pächter das obere Stockwerk der Festung Magletsch zu übernehmen, instand zu stellen und die Artillerieanlage der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Grosse Investitionen getätigt

Um die geplanten Arbeiten starten zu können, wurde vom VBS ein Kredit von 200000 Franken gesprochen. Dank Unterstützung des Lotteriefonds, privater Sponsoren und finanzieller Eigenleistung des Vereins konnten bis heute zusätzlich mehr als 700000 Franken investiert werden. Später kamen weitere Nebenbefestigungen und Bunker dazu.

Der Verein betreue heute rund 17 Anlagen, sagte René Hilty. «Diese erfordern stete Arbeit.» 32 Aktivmitglieder und sechs freie Mitarbeiter besorgen den Unterhalt in Fronarbeit. «Bis heute waren das insgesamt fast 100000 Frondienststunden», verriet der Präsident. Und die bisher 70000 Besucher sprechen für das öffentliche Interesse der historischen Verteidigungsanlagen aus schwieriger Vergangenheit. Im laufenden Jahr konnten sogar 25 Prozent mehr Führungen ermöglicht werden.

Artillerie-Fort-Verein ist modern geworden

Der Verein müsse sich jedoch auch mit den «heutigen» Problemen auseinandersetzen, erklärte René Hilty, wie etwa Brandschutz, Notbeleuchtung, Fluchtwege.

Der Afom sei mit dem Internet im Bunker, einer neuen Homepage, der IP-Telefonie oder dem Wireless im Bunker auch modern geworden. «Als Präsident bin ich stolz auf diesen Verein, alle Aktivmitglieder arbeiten an einer Sache, die ihnen Freude bereitet», sagte René Hilty und dankte allen Mitarbeitenden für das hohe Engagement.

"Bunker ist nicht gleich Bunker"

Werner Heeb, Festung Tschingel und Präsident von Fort.ch, der Dachorganisation für Mitgliedervereinigungen, welche ehemalige militärische Anlagen betreiben, erklärte die Idee von Fort.ch. Man wolle die Erhaltung dieses Kulturgutes, Wie man dies mache, sei jeweils dem zu betreuenden Verein überlassen. Der Afom leiste da etwas Grosses. «Bunker ist nicht gleich Bunker», meinte er. Dabei sei es wichtig, dass auch Junge dabei sind, diese müssten für die Sache begeistert werden. Was die Väter erschaffen hätten, soll erkannt werden.

Werner Heeb gratulierte dem Afom und wünschte weiterhin viel Erfolg und auch Kraft. Auch Urs Herrmann von der Festung Feldsberg gratulierte und sagte, dass es wichtig sei, Geschichte zu erhalten. Man dürfe nicht vergessen, was passiert sei, die Festungen seien aber nur ein Teil der Abwehr. Mit den «Museen» bestehe mittlerweile eine gute Zusammenarbeit. Er meinte zu den «gestandenen» Männern: «Wir müssen den jungen Leuten Platz machen, welche sich für die Zukunft vorbereiten, um die Vergangenheit zu bewahren.»

Viele Gratulanten loben langjährige Arbeit

Nationalrat Walter Müller dankte für die enorme Arbeit, die der Festungsverein leistete und gratulierte zum Jubiläum. Als Vermittler zwischen VBS und Afom organisierte er Gespräche, die es brauchte. Heute sei es wichtig, dass solche Anlagen präsent und auch erhalten bleiben, sagte er.

Gratulationen gab es auch von Doris Baumann, Gastgeberin im Hotel Alvier. Sie zeigte sich begeistert über die Arbeit des Afom und würdigte die langjährige Arbeit zur Erhaltung der Anlagen.

Nach einem visuellen Einblick mit zahlreichen Bildern in die früheren Renovationsarbeiten des Vereins wurden die Jubiläumsgäste mit einem feinen Mittagessen verwöhnt.

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