Der alte Brauch zum Jahreswechsel in Räfis-Burgerau

Der Einwohnerverein Räfis-Burgerau organisierte das beliebte Altjohr-Usschella.

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Mit viel Lärm ging es am Altjohr-Usschella durch die Strassen und Gassen in Räfis-Burgerau.

Mit viel Lärm ging es am Altjohr-Usschella durch die Strassen und Gassen in Räfis-Burgerau.

Bild: Hansruedi Rohrer

(H.R.R.) Der Brauch zur Verabschiedung des alten Jahres wird seit jeher gepflegt und verzeichnete auch am letzten Tag des Jahres 2019 wieder einen gebührenden Erfolg.

Das Altjohr-Usschella begeisterte die Kinder – unter Begleitung der Erwachsenen – einmal mehr. Denn mit allerlei Glocken, Gebimmel und Pfannendeckeltönen für einmal so richtig – und organisiert – Lärm machen zu dürfen, das war doch verlockend. So war denn am Altjahrabend beim Eindunkeln eine muntere und fröhliche Schar beim Postplatz Räfis anzutreffen, bewehrt mit grossen und kleinen «Instrumenten».

Der lange Tross zog durch die Strassen

Angeführt von Mitgliedern des Flaggala-Holzer-Vereins Räfis-Burgerau, schwere Treicheln schwingend, bewegte sich der lange Tross durch die vorgegebene Route. Diesmal wurden die Anwohner der Saarstrasse, Oberen und Unteren Gasse, Stiegengässli, An der Saar, Flurweg, Sindenweg, Schläppliweg, Stationsstrasse, Fliederweg, Eisenbahnweg und Burgerauerstrasse mit dem Geschell beglückt.

Am Schluss erhielten die Kinder am Ausgangsort ihre verdiente und ersehnte Stärkung mit Wienerli, Brot und Punsch.

Aus Freude am Lärm gestaltete sich der Brauch früher noch etwas anders. Es waren lediglich die Knaben aus Räfis-Burgerau, die sich abends zum Zug formierten und mit grossen Schellen und Plumpen durch die Quartiere zogen. Vorne marschierte der Anführer. Man wanderte so durch ganz Räfis-Burgerau.