Der Richtplan liegt im Fokus der Wartauer Behörden

Die Gemeinde Wartau setzt im Jahr 2020 erste Massnahmen aus dem Strategiepapier um.

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Das Wartauer Strategiepapier wurde in einem breit abgestützten Prozess in den letzten Monaten erarbeitet. Die Bevölkerung nutzte die Gelegenheit die eigenen Ideen und Wünsche einzubringen.

Das Wartauer Strategiepapier wurde in einem breit abgestützten Prozess in den letzten Monaten erarbeitet. Die Bevölkerung nutzte die Gelegenheit die eigenen Ideen und Wünsche einzubringen.

Bild: PD

(pd) Als Grundlage für die Weiterentwicklung der Gemeinde Wartau wurde in den vergangenen Monaten ein Strategiepapier erarbeitet. Dieses hat der Gemeinderat an seiner letzten Sitzung genehmigt. Die ersten Massnahmen werden Anfang Jahr angepackt.

In einem breiten Vernehmlassungsprozess wurden die Bevölkerung, die umliegenden Gemeinden, die Region sowie der Kanton eingeladen, zum Strategiepapier «Zukunft Gemeinde Wartau» Stellung zu nehmen. Während sich bei der inhaltlichen Erarbeitung der Zukunftsstrategie zahlreiche Wartauerinnen und Wartauer beteiligten, blieben die Rückmeldungen auf die schriftliche Zusammenfassung überschaubar. Es scheint, dass das Projektteam die Wünsche, Anregungen und Bedürfnisse der Bevölkerung im Strategiepapier korrekt erfasst und wiedergegeben hat, heisst es in einer Medienmitteilung.

Die eingegangenen Hinweise und Bemerkungen wurden in der Überarbeitung des Strategiepapiers berücksichtigt. Mit der Verabschiedung des breit abgestützten Planungsinstruments liegt nun ein Grundlagenpapier vor, wie sich die Bevölkerung von Wartau die Weiterentwicklung ihrer Wohngemeinde vorstellt. Die Erkenntnisse fliessen in die nun startende Orts- und Richtplanung von Wartau ein.

Leitplanken für Weiterentwicklung

Die Ausarbeitung der Orts- und Richtplanung wird ungefähr zwei Jahre dauern. In dieser werden insbesondere Siedlungs-, Verkehrs- und Landschaftsentwicklungen sowie der geplante Infrastrukturausbau aufeinander abgestimmt. Die Planungsinstrumente sind nach der Genehmigung durch die Bürgerschaft für den Rat, die Kommissionen und die Verwaltung wegeleitend.

Ohne sachliche Begründung darf dem eigenen Richtplan bei der Weiterentwicklung nicht abgewichen werden. Geplant ist, dass die Erarbeitung der kommunalen Orts- und Richtplanung, dem Innenentwicklungskonzept und der Gesamtrevision Nutzungsplanung mit Baureglement im ersten Quartal 2020 gestartet wird. Als Sofortmassnahme werden drei weitere Inputs aus dem Gemeindeentwicklungsprozess vertieft geprüft und je nach Bedürfnis umgesetzt. So wird die Jugendkommission damit beauftragt, sich unter Einbezug der Bau- und Liegenschaftsverwaltung Gedanken zu einer Outdoor-Anlage für Jugendliche zu machen.

Infotafeln an den Dorfeingängen?

Ziel ist es, einen Aufenthaltsbereich zu gestalten, der den Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht wird und die gewünschten Aktivitäten zulässt. Weiter wird in den nächsten Monaten eine Bedürfnisabklärung betreffend Informationstafeln an den Dorfeingängen stattfinden. Diese soll in enger Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde und dem Verkehrsverein erfolgen. Als weitere Massnahme wird sich die Bauverwaltung bis Mitte 2020 Gedanken zum Aufbau eines regionalen Mitfahrsystems machen und dem Gemeinderat entsprechende Vorschläge unterbreiten. Der Gemeinderat dankt allen, die in irgendeiner Form bei der Erarbeitung des Strategiepapiers mitgewirkt haben.

Der Schlussbericht inklusive Vernehmlassungsauswertung ist auf der Gemeindewebsite www.wartau.ch einsehbar oder kann direkt auf der Gemeinderatskanzlei (mario.stark@wartau.ch) in gedruckter Form bezogen werden.