Buchs
Dank eines Wasserbauprojekts wird der Farbbach natürlicher gestaltet

Das Wasserbauprojekt «Farbbach und Umlegung Ableitung Werdenbergersee» kostet insgesamt 450000 Franken. Es liegt noch bis zum 14. Juli im Buchser Rathaus auf.

Heini Schwendener
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Bild: Heini Schwendener

Der südliche Ablauf des Werdenbergersees auf der Parzelle Nr. 3232, die zwischen der St.Gallerstrasse und der Carl-Hilty-Strasse liegt, soll umgelegt werden. Dies wird nötig, weil dort eine Überbauung geplant ist. Sie tangiert den bestehenden eingedolten Seeablauf bis zum Farbbach. Der Buchser Stadtrat hat kürzlich das entsprechende Wasserbauprojekt «Farbbach und Umlegung Ableitung Werdenbergersee» sowie den Sondernutzungsplan «Farbbach; Festlegung Gewässerraum; Baulinie» erlassen.

Nun liegt das Projekt bis zum 14. Juli öffentlich auf. Zuvor hatte im November vergangenen Jahres ein Mitwirkungsverfahren stattgefunden.

Das ganze Projekt kostet 450000 Franken

Die Kosten für das Wasserbauprojekt belaufen sich insgesamt auf 450000 Franken. Die Umleitung des Ablaufs des Werdenbergersees wird 220000 Franken teuer. Dafür muss vollumfänglich die Eigentümerin der Parzelle 3232 aufkommen. Die auf zwei Etappen ausgelegte Aufwertung des Farbbachs auf einer Länge von 185 Metern – von der Carl-Hilty-Strasse bis zum Einlauf in den Wettibach – wird mit 230000 Franken veranschlagt. Nach Abzug der kantonalen Subventionen von 94500 Franken kostet das Wasserbauprojekt die Stadt Buchs letztlich 135500 Franken.

Im Zusammenhang mit der Umlegung der Ableitung des Werdenbergersees muss die Stadt Buchs für den Farbbach, in dem das Wasser aus dem See zum Wettibach fliesst, den Gewässerraum ausscheiden.

Der Buchser Farbbach.

Der Buchser Farbbach.

Bild: Heini Schwendener

Meteorwasser und Ablauf aus dem Werdenbergersee

Der Buchser Farbbach hat kein eigentliches Einzugsgebiet, er wird gespiesen vom südlichen Ablauf des Werdenbergersees und über die Einleitung von Meteorwasser.

Der Gewässerraum, der nun mit dem Wasserbauprojekt festgelegt wird, dient den natürlichen Funktionen des Gewässers, dem Hochwasserschutz und der Gewässernutzung. Er setzt sich aus der Gerinnesohle des Gewässers sowie den Uferbereichen zusammen. Dies beinhaltet auch den erforderlichen Raum für eine standortgerechte und naturnahe Uferbestockung sowie den technischen Zugang zum Gewässer für betriebliche und bauliche Unterhaltsarbeiten.

Das ökologisches Defizit des Farbbachs verringern

Die vorgesehenen Arbeiten am Farbbach dienen dazu, einige ökologische Defizite, die dieser kleine Bachlauf aufweist, zu beheben. Der Farbbach soll natürlicher gestaltet werden. Durch geringfügige Verschiebungen der Sohle soll gemäss Projektbeschrieb der kanalartige Charakter des Fliessgewässers aufgebrochen werden.

Die Arbeiten könnten etappiert umgesetzt werden. Die 90 Meter des oberen Abschnittes müssen im Zusammenhang mit geplanten Überbauungen ausgeführt werden, der restliche Gewässerraum könnte entweder gleichzeitig oder aber zu einem späteren Zeitpunkt aufgewertet werden.

«Auf Landerwerb wird verzichtet»

Der Ausbau erfordere nur an wenigen Stellen Grundeigentum, welches nicht heute schon durch Böschungen des bestehenden Farbbachs beansprucht sei, heisst es im Projektbeschrieb, «auf Landerwerb wird daher verzichtet».

Im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung gab es vor allem Eingaben zur Bepflanzung und zum künftigen Unterhalt sowie zur dauernden und zur vorübergehenden Beanspruchung.