Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Fachmittelschüler erleben den Aufwand, bis Nahrung auf dem Teller liegt

Am Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez absolvieren Fachmittelschüler derzeit eine Landwirtschaftswoche. Aufgrund des heissen Wetters stellten die Verantwortlichen das Programm kurzerhand etwas um.
Corinne Hanselmann
Flucht in den Schatten: Die Schülerinnen und Schüler füllten Wildbienen-Hotels. (Bilder: Corinne Hanselmann)Flucht in den Schatten: Die Schülerinnen und Schüler füllten Wildbienen-Hotels. (Bilder: Corinne Hanselmann)
Mario Eggenberger zeigt, worauf es beim Lauben ankommt.Mario Eggenberger zeigt, worauf es beim Lauben ankommt.
Die Bienenhotels werden beim Neubau des LZSG aufgehängt.Die Bienenhotels werden beim Neubau des LZSG aufgehängt.
Im Sortengarten wurde gejätet.Im Sortengarten wurde gejätet.
4 Bilder

Den Aufwand in der Praxis erleben

Im Werkraum des Landwirtschaftlichen Zentrums (LZSG) in Salez surren die Bohrmaschinen. Jugendliche schichten dünnere und dickere Pflanzenstängel sowie verschiedene grosse Holzstücke mit Löchern in vorbereitete Holzhäuschen. Schreiner Armin Koller unterstützt die Gruppe beim Füllen der Wildbienenhotels, die Insekten beim LZSG-Neubau Nistplätze bieten sollen. Hans Oppliger, der die Landwirtschaftswoche bereits seit 1991 organisiert, erklärte den Schülerinnen und Schülern der Fachmittelschule Sargans zuvor den Unterschied zwischen Honig- und Wildbienen und wie Letztere in Holz oder Pflanzenstängeln nisten. Das Wildbienenhotel-Bauen im Schatten war gestern eine willkommene Abwechslung zur Arbeit draussen. «Am Dienstag jäteten wir auf dem Schwefelbohnen-Feld», erzählt Lauro Caluori, einer von nur 2 Schülern nebst 22 Schülerinnen. Die Arbeit auf dem Feld ohne Schatten sei ziemlich anstrengend gewesen.

Willkommene Unterstützung im Rebberg

«Wir haben im Rebberg gemähtes Gras zusammengerecht und Laub gezupft», schildert die Schülerin Laura Hess. Auch gestern war wieder eine Gruppe bei Mario Eggenberger im Staatswingert in Frümsen am Helfen. Der Betriebsleiter erklärt den Schülerinnen, worauf es ankommt, bevor sie selber Hand anlegen:

«Diese Blätter könnt ihr entfernen, dieses einzelne Blatt hier bei den Trauben lässt ihr stehen.»

«Derzeit fällt viel Arbeit an im Rebberg. Ich bin deshalb froh um die Unterstützung», so Eggenberger. Auch Einjähriges Berufskraut, ein invasiver Neophyt, hat er mit den jungen Leuten bekämpft.

Nahrungsproduktion selber erleben

In Gruppen aufgeteilt lernen die Jugendlichen in dieser Woche Themen rund um die Landwirtschaft kennen. Sie produzieren selber Käse, üben das Melken an einer Kuh-Attrappe, backen Brot und stellen Naturkosmetik mit Kräutern her. Das vielfältige Programm hat Hans Oppliger gemeinsam mit Maria Ladinig zusammengestellt. «Aufgrund des heissen Wetters haben wir die Tätigkeiten spontan etwas angepasst. Nachmittags stehen vermehrt Aktivitäten im Schatten auf dem Programm», so Oppliger.

«Bei der Landwirtschaftswoche geht es darum, dass die Fachmittelschüler etwas in der Natur machen und sehen, wie Landwirtschaft funktioniert, woher die Nahrung kommt und wie viel Aufwand nötig ist, bis beispielsweise eine Kartoffel geerntet werden kann.»

Die Jugendlichen erarbeiten zudem eine Ausstellung zum Thema Vielfalt heimischer Nüsse. An Posten stellen sie verschiedene Nüsse vor und informieren über deren Anbau und Bedeutung in der Ernährung. «Sie sind sehr motiviert dabei», freut sich Hans Oppliger. Die Ausstellung wird während etwa zwei Monaten im LZSG gezeigt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.