Daniel Bösch hat am St. Galler Kantonalschwingfest den 100. Kranz vor Augen

Daniel Bösch gilt als Favorit für das St. Galler Kantonalschwingfest am Sonntag in Widnau. Bereits sieben Mal entschied er das Fest für sich. Daneben ist ein Eintrag in die Geschichtsbücher zu erwarten.

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Daniel Bösch (rechts) will in Widnau den achten Kantonalen Festsieg erringen und dabei den 100. Kranz seiner Laufbahn holen. (Bild: PD)

Daniel Bösch (rechts) will in Widnau den achten Kantonalen Festsieg erringen und dabei den 100. Kranz seiner Laufbahn holen. (Bild: PD)

(pd) Wie jedes Jahr findet am letzten Mai Wochenende das St. Galler Kantonalschwingfest statt. In diesem Jahr ist der Austragungsort in Widnau, im Verbandsgebiet vom Rheintal-Oberländischen Schwingerverband. Das OK um den Präsidenten Markus Wüst befindet sich nun in den letzten Vorbereitungsarbeiten für das dritte Kranzschwingfest in der Nordostschweiz. Es werden 201 Schwinger erwartet.

Der achte Sieg ist in Griffweite

Daniel Bösch startet in Widnau als klarer Favorit in das Rennen um den Festsieg am St. Galler Kantonalschwingfest 2019. Der Toggenburger könnte das Schwingfest bereits zum achten Mal gewinnen und dabei noch seinen 100. Kranz in Empfang nehmen. Dies wäre dann wiederum einen Eintrag in die Geschichtsbücher wert. Dass Bösch momentan in einer guten Verfassung ist, zeigte er bereits an den Wettkämpfen im Frühling und am Thurgauer Kantonalschwingfest, wo er die beiden NOS- Leader Orlik und Giger nicht gewinnen liess.

Seine körperliche Verfassung und seine Technik hat der gelernte Metzger im Winter verbessert. Er ist momentan der stärkste Schwinger in der Nordostschweiz hinter Samuel Giger und Armon Orlik. Seinen letzten und deutlichen Sieg verbuchte er vor Wochenfrist am Abendschwingen in St. Georgen. Mit diesem Selbstvertrauen kann der Sieg in Widnau nur über ihn führen.

Junge Schwinger in Lauerstellung

Das St. Galler Team verzeichnet langsam einen Generationenwechsel an. Die «jungen Wilden» wie Werner Schlegel, Christian Bernold, Beat Wickli, Marcel Räbsamen oder Marco Good sind am Drücker und machen den Routiniers das Leben immer schwerer. An ihrem eigenen Kantonalschwingfest möchten sie wieder angreifen und wie in den vergangen Wochen die Kränze erkämpfen. Unterstützt werden sie dabei von den gestandenen Schwingern wie Arnold Forrer, Michael Rhyner, Lars Geisser, Tobias Riget oder Pirmin Gmür.

Arnold Forrer seinerseits steht nach langer Verletzungspause in dieser Saison wieder im Sägemehl. Jedoch kam der Schwingerkönig von 2001 bis jetzt noch nicht auf Touren und musste sogar das Zürcher Kantonalschwingfest mit einer kleinen Verletzung nach drei Gängen aufgeben. Der Flawiler Rhyner, welcher im 2015 das Nordostschweizer Schwingfest gewann, befindet sich in einer guten Verfassung, jedoch fehlte ihm bis jetzt noch der Erfolg in dieser Saison.

Aus Werdenberger Sicht ist man auf die Leistung des jungen Wartauers Kjetil Fausch gespannt. Die Hauptprobe am Gonzenschwinget in Trübbach ist ihm zwar gründlich misslungen. Doch der 24-Jährige hat die Niederlage am Heimanlass abgehakt und zählt zu den Anwärtern auf einen Kranz.

Sechs Eidgenossen fordern St. Galler Schwinger

Die Schwingerliste in Widnau kann sich sehen lassen. Insgesamt starten sieben Eidgenossen aus den Kantonen Appenzell, Graubünden, Schaffhausen und Zürich im St. Galler Rheintal. Angeführt wird das Gästefeld von den Appenzellern Michael Bless, Raphael Zwyssig und Marcel Kuster. Aus dem Bündnerland wird Mike Peng erwartet und der Zürcher Fabian Kindlimann wird ebenfalls starten. Sie alle versuchen, Daniel Bösch das Leben schwer zu machen und den Sieg zu verhindern. Doch im St. Galler Lager herrscht grosse Zuversicht, dass die St. Galler Festung bestehen bleibt, da Bösch und seine Teamkollegen in einer guten Verfassung sind.

Am Sonntag kämpfen die Bösen im Sägemehl von Widnau ab 8 Uhr, der Schlussgang ist auf 16.45 Uhr angesetzt.

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