Das Zentrum Wiitsicht für die Zukunft auf eigene Füsse stellen

Seit zehn Jahren setzt sich Margrit Raimann-Kühne mit viel Herzblut fürs Zentrum Wiitsicht ein. Nun werden Weichen für die Zukunft des Demenzkompetenzzentrums gestellt.

Corinne Hanselmann
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Pflegewohngruppe im Haus Wartburg in Trübbach.

Pflegewohngruppe im Haus Wartburg in Trübbach.

Das Zentrum Wiitsicht ist in den vergangenen zehn Jahren zum Kompetenzzentrum der Krankheit Demenz in der Region Werdenberg-Liechtenstein-Sarganserland geworden. Zum einen mit der Tagesstätte für Menschen mit Demenz in Grabs und der Pflegewohngruppe mit 15 Plätzen in Trübbach, zum anderen mit der Beratungsstelle.

2009 hat die Familie Margrit und Herbert Raimann mit ihren Töchtern die Stiftung Marai gegründet und im April 2009 die Tagesstätte in Grabs eröffnet. Das war der Startschuss für die Institution Zentrum Wiitsicht. Zum Betrieb der Tagesstätte wurden zunehmend die Dienste von Margrit Raimann als Beraterin in Sachen Demenz in Anspruch genommen. Daraus entstand 2011 die Fachstelle für Demenz, für welche die Stiftung Marai öffentliche Gelder der Gemeinden der Region Werdenberg-Sarganserland erhält.

Tagesstätte in Grabs. (Bilder. PD)

Tagesstätte in Grabs. (Bilder. PD)

Nachfrage ist gestiegen

Im Jahr 2014 eröffneten Raimanns in Trübbach eine stationäre Einrichtung, welche auf die Bedürfnisse der an Demenz erkrankten Personen eingerichtet ist. Für die 15 vorhandenen Plätze gibt es eine Warteliste. Die Tagesstätte in Grabs ist mittlerweile aufgrund der gestiegenen Nachfrage täglich von Montag bis Freitag geöffnet.

Eine Geschäftsleitung soll einst übernehmen

Bei der Gründung arbeiteten nur eine Handvoll Leute, Margrit Raimann mitgezählt waren es sieben, fürs Zentrum Wiitsicht. Bis heute ist die Institution deutlich gewachsen und beschäftigt 49 Mitarbeiterinnen, grösstenteils in Teilzeit, und einen Mitarbeiter – Margrit Raimanns Mann Herbert. Mit ihm zusammen führt sie das Unternehmen.

«Die grösste Aufgabe, die wir in den nächsten Jahren zu bewältigen haben, ist unser ‹Kind› Zentrum Wiitsicht so aufzugleisen, dass es irgendwann auch ohne uns weitergeht.»
Margrit Raimann-Kühne. (Bild: PD)

Margrit Raimann-Kühne. (Bild: PD)

Margrit Raimann ist 58-jährig und wird in sieben Jahren pensioniert. «Vielleicht bin ich danach noch als Stiftungsrätin aktiv, doch die operative Führung soll eine neue Geschäftsleitung nahtlos übernehmen.» Um dies in die Wege zu leiten, schauen Raimanns bereits jetzt mit Weitsicht in die Zukunft ihres Zentrums, damit das mit viel Herzblut aufgebaute Unternehmen und das Kompetenzzentrum Demenz weiterleben können.