Das Werdenberg und das obere Toggenburg blickt auf das vergangene Jahr zurück und ist bereit für die anstehenden Projekte 2021

Da alle Neujahrsbegrüssungen abgesagt wurden, wünschen die Gemeindepräsidenten und der Stadtpräsident der W&O-Region ihren Bürgerinnen und Bürgern auf diesem Weg ein gutes neues Jahr und berichten über ihre geplanten Projekte im neuen Jahr. Trotz der Pandemie gab es auch im 2020 erfreuliche Ereignisse und positive Meilensteine für die Region.

Drucken
Teilen
Kinder empfangen das neue Jahr mit Zuversicht. Möge ihm nicht wieder Corona den Stempel aufdrücken.

Kinder empfangen das neue Jahr mit Zuversicht. Möge ihm nicht wieder Corona den Stempel aufdrücken.

Ralph Ribi

Im Jahr 2020 hat Covid-19 auch unsere Gemeinden im Werdenberg und Obertoggenburg wie kein anderes Thema beschäftigt. Aufgrund der Pandemie konnten zahlreiche Anlässe und Versammlungen nicht wie geplant durchgeführt werden. Der Kontakt mit und zur Bevölkerung wurde erschwert. Die ganze Gesellschaft muss sich der neuen Situation anpassen. Sowohl im Beruf, wie in der Freizeit und dem Privatleben.

Die speziellen Herausforderungen haben die Werdenberger Gemeindepräsidenten gemeinsam angepackt und sich während des Lockdowns an wöchentlichen Telefonkonferenzen ausgetauscht. Die ständig ändernden Vorschriften und Verhaltensempfehlungen sorgen für einen erhöhten Informationsbedarf der Bevölkerung.

Solidarität wird gelebt

Erfreut konnte in allen Gemeinden festgestellt werden, dass die Nachbarschaftshilfe, die Unterstützung innerhalb von Familien und im Freundeskreis in dieser ausserordentlichen Situation bestens funktioniert. Dank der gelebten Solidarität und dem Miteinander konnte und kann die schwierige Situation gemeistert werden. Es zeigt sich, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt greift.

Dafür danken die Präsidenten der Stadt Buchs und der Gemeinden Gams, Grabs, Sennwald, Sevelen, Wartau und Wildhaus-Alt.St.Johann in ihrer gemeinsamen Mitteilung. Den Dank richten sie insbesondere auch an die Zivilschutzorganisation, den Regionalen Führungsstab sowie an alle freiwilligen Helferinnen und Helfern.

Kein Stillstand trotz Corona

Die laufenden Amtsgeschäfte wurden trotz Corona fortgeführt. Auch die geplanten Investitionen wurden wo möglich getätigt, unter anderem auch, damit die Wirtschaft und das Gewerbe nicht zum Erliegen kommen. Dank der Vorwärtsstrategie können die gesteckten Zeitpläne eingehalten werden. Ein Aufschieben der Arbeiten wurde auch unter den erschwerten Bedingungen bewusst verhindert.

Nebst Corona prägten auch positive Themen die Region. So konnte beispielsweise das erweiterte Spital Grabs in Betrieb genommen werden. Dieser Meilenstein war für die Entwicklung der Spitalregion sowie dem Werdenberg als Wohn- und Arbeitsstandort entscheidend.

Kulturelle Highlights waren die Werdenberger Schloss-Festspiele mit der Aufführung von «Carmen», die im August durchgeführt wurden, sowie das innovative Lockdown-Festival des Fabriggli in Buchs. Dieses bot den Kunst- und Kulturschaffenden eine etwas andere Bühne. Auch der Zeltainer in Unterwasser konnte durch ein coronabedingt angepasstes Programm das Publikum mehrfach erfreuen. Dank diesen Engagements gab es im zu Ende gehenden Jahr doch noch da und dort ein paar wenige Veranstaltungen für die Seele.

Bertrand Hug, Gemeindepräsident Sennwald

Bertrand Hug, Gemeindepräsident Sennwald

Bertrand Hug, Gemeindepräsident Sennwald

PD

«Mein erstes Amtshalbjahr gestaltete sich anders als vorgestellt. Kontakte mit der Bevölkerung mussten auf ein Minimum reduziert werden, aktive Begegnungen waren kaum oder nur auf Distanz möglich. Ich blicke jedoch zuversichtlich in die Zukunft und wünsche mir, dass wir bereits im kommenden Jahr schrittweise wieder zu unseren Gepflogenheiten zurückkehren können. Ich würde mich freuen, wenn wir 2021 in unseren Dörfern kleine Anlässe organisieren und so den direkten Kontakt mit den Einwohnerinnen und Einwohnern pflegen könnten.

Das neue Jahr wird uns spannende Projekte bringen. So ist der Ersatz unseres letzten alten Wasserreservoirs geplant. Der Kindergarten Sennwald soll durch ein Zyklus-1-Schulhaus ersetzt werden und damit wieder auf Jahre hinaus den Anforderungen genügen. Weiter ist zu entscheiden, wie die Turnhalle Türggenau saniert beziehungsweise ersetzt werden soll. Ausserdem werden wir uns dem Thema Wohnen im Alter widmen. Dieses Herzensthema wird uns sicher längere Zeit beschäftigen, da es gilt, die Bedürfnisse der älteren Menschen in allen fünf Dörfern abzuholen. Ich hoffe, dass wir Ihnen die geplanten Vorhaben persönlich vorstellen und physisch mit Ihnen diskutieren können. Im Frühjahr wird der neue Werkhof in Frümsen fertiggestellt. Er soll nach Möglichkeit an einer Feier zusammen mit Ihnen eingeweiht werden.

Erforderlich ist auch die Verbesserung der gefährlichen Verkehrssituation an der Hofstrasse in Salez. Die neuesten Signale aus der Hauptstadt lassen hier greifbare Hoffnung aufkommen, dass die Situation bald bereinigt wird. Die schmerzhaften Veränderungen von 2020 werden uns noch wohl noch weiter begleiten. Dennoch darf ich mit Freude beobachten, dass in der Bevölkerung grosse Solidarität herrscht. Nachbarn sind füreinander da und Freiwillige stellen sich für Fronarbeit zur Verfügung. Ich nutze die Gelegenheit gerne, um Ihnen meinen herzlichen Dank für das starke Miteinander auszusprechen. Ebenfalls danke ich Ihnen für Ihr Vertrauen in die Arbeit des Gemeinderats, der Kommissionen und der Mitarbeitenden der Verwaltung. Ich wünsche Ihnen ein gesundes, erfolgreiches und hoffnungsvolles neues Jahr.»

Fredy Schöb, Gemeindepräsident Gams

Fredy Schöb, Gemeindepräsident Gams

Fredy Schöb, Gemeindepräsident Gams

PD

«Ein gesegnetes neues Jahr, viel Glück, Erfolg und gute Gesundheit! Diese traditionelle Form vom Sich-gegensei- tig-einen-guten-Start-ins-neue-Jahr-zu-Wünschen bekommt in 2021 ganz bestimmt eine wesentlich andere Bedeutung. Diese Worte sind vielleicht in vergangenen Jahren schon fast zu einer «Floskel» oder einem «Muss» geworden, aber ich bin mir sicher, dass wir beim bevorstehenden Jahreswechsel unseren Mitmenschen bestimmt von ganzem Herzen gute Gesundheit wünschen!

In wenigen Stunden können wir ein neues Jahr beginnen. Wir alle wissen nicht, was uns das Jahr 2021 bringen wird. Wir alle sind aber voller Hoffnung, dass wir gemeinsam die Situation schaffen werden, sodass wir gemeinsam wirklich ein gesegnetes neues Jahr, mit viel Glück, Erfolg und vor allem guter Gesundheit erleben dürfen. Trotz allem wird auch in 2021 die Welt nicht stillstehen. Die neue Legislatur beginnt mit den im vergangenen Herbst gewählten Behördenmitgliedern.

Auch auf Gemeindeebene haben wir planbare aber eben auch nicht planbare Herausforderungen zu meistern. Geplant sind auch einige Investitionen in den Bereichen Strassen, Abwasser und der Wasserversorgung. Es ist uns ein grosses Anliegen, weiterhin den täglichen Bedarf an Trinkwasser in der benötigten Menge und der geforderten hohen Qualität den Konsumenten zur Verfügung zu stellen. Um dies weiterhin gewährleisten zu können, kommen in nächster Zeit einige Investitionen auf uns zu. Des Weiteren werden wir die Ortsplanungsrevision weiter entwickeln.

Im neuen Jahr möchten wir natürlich auch noch die Einweihung der in 2020 fertiggestellten Investitionen nachholen. Insbesondere ist geplant, die Sanierung und Erweiterung des Alterswohnheims Möösli sowie den neu erstellten Kinderspielplatz Möösli im Mai gleichentags einzuweihen. Ebenfalls ist vorgesehen, die Simmi-Revitalisierung offiziell zu eröffnen und zu verdanken. Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Gams, ich wünsche Ihnen von Herzen einen guten Rutsch ins 2021, viel Glück, Erfolg und vor allem gute Gesundheit. Stehen wir auch im Jahr 2021 zusammen, packen wir es an, denn ich bin überzeugt – es lohnt sich!»

Niklaus Lippuner, Gemeindepräsident Grabs

Niklaus Lippuner, Gemeindepräsident Grabs

Niklaus Lippuner, Gemeindepräsident Grabs

PD

«Geschätzte Grabserinnen und Grabser, was wünschen wir uns für das Jahr 2021 mehr als Gesundheit und ein Zurück zur «alten» Normalität? Unbeschwerte, spontane Begegnungen mit Einwohnerinnen und Einwohnern, in Vereinen sowie an kulturellen und sportlichen Anlässen sind aktuell keine Selbstverständlichkeit.

Ich wünsche uns allen, dass sich dies wieder ins Positive ändert und die vorgesehenen Anlässe durchgeführt werden können. Ideal für den Begegnungstag vom 22. Mai oder beispielsweise die Ausstellung aus dem Grabser Ortsarchiv, die Jubiläumsfeierlichkeiten im Lukashaus, den Gamperney-Berglauf oder die Wiga.

Das bevorstehende Jahr könnte auch als Planungs- und Projektjahr bezeichnet werden. Zur Festigung des Bildungsstandortes ist das Campus-Projekt in Buchs von regionaler Bedeutung sowie eine allfällig regionale Lösung bezüglich der Hallenbad- infrastruktur. In Grabs wird uns die Arealentwicklung Feld beschäftigen. Der Gemeinderat erteilt unter Vorbehalt der Budgetgenehmigung fünf Architekturbüros einen Studienauftrag für das Areal vom ehemaligen Bürgerheim bis zum Schulhaus Feld.

Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die weitere Planung. Der Gemeinderat wird sich weitere Gedanken zur Erweiterung der Sportanlage beim Fussballplatz machen und das Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekt Studnerbach an die Hand nehmen. Ende September ist die Urnenabstimmung für die Erneuerung der bestehenden Real- und Sekundarschulhäuser Kirchbünt vorgesehen.

Bereits in der Umsetzungsphase ist die Erweiterung des Oberstufenzentrums Kirchbünt. Aktuell sind wir mit den Arbeiten gemäss dem Zeitplan gut drei Wochen im Voraus. Ziel ist, dass die Räumlichkeiten im Sommer 2022 bezugsbereit sind. Auf den neu zusammengesetzten Gemeinderat warten spannende, herausfordernde und zukunftsweisende Aufgaben. Ich freue mich zusammen mit meinen Ratskolleginnen und -kollegen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Bevölkerung, dem Gewerbe und den Vereinen unsere Gemeinschaft weiter positiv zu entwickeln. In diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes, erfolgreiches und vor allem gesundes 2021.»

Daniel Gut, Stadtpräsident Buchs

Daniel Gut, Stadtpräsident Buchs

Daniel Gut, Stadtpräsident Buchs

Urs Baerlocher

«Unbeschwert Menschen treffen, Hände schütteln, sich umarmen, reisen: Danach sehne ich mich ... Und ich wünsche mir, dass wir aus dem schwierigen Jahr 2020 lernen: Zum Beispiel, dass wir wieder akzeptieren, mit Ungewissheit zu leben. Corona hat uns drastisch gezeigt, dass nicht alles planbar ist, dass es unmöglich ist, immer von Anfang an richtig zu entscheiden, dass auch bei uns in der wohlgeordneten Schweiz Unsicherheiten bestehen. Die Gesellschaft, ja jeder Einzelne von uns, ist verletzlich.

Corona hat uns aber auch gezeigt, dass unsere gesellschaftliche Solidarität funktioniert. Ganz viele Menschen – gerade auch junge – haben schwächeren Nachbarn geholfen. Pflegen wir diese Solidarität bewusst auch in der Zukunft! Stolz bin ich auf unser schweizerisches Staatsverständnis mit soliden sozialen Netzen und Strukturen – ein entscheidender Vorteil zur Bewältigung der Krise. Unser Staat half Menschen in schwierigen wirtschaftlichen Situationen und Firmen, die wegen Corona in arge Not geraten sind. Stehen wir also weiterhin zu unserer sozialen Marktwirtschaft!

Für die Stadt Buchs freue ich mich auf die Zusammenarbeit im neuen Stadtrat. Mit vier neuen Mitgliedern eröffnen sich neue Chancen. Mir ist viel daran gelegen, dass wir auch in dieser Zusammensetzung wieder als geeintes und damit starkes Team arbeiten, das sich für eine prosperierende Zukunft von Buchs einsetzt. Die guten Wahlkampfideen der Einzelnen sollen, wo sinnvoll, auch in der gelebten Realität gemeinsam umgesetzt werden und der Enthusiasmus erhalten bleiben. Wertvoll dürfte dafür die geplante Erarbeitung der Vision 2040 sein, die auf dem Leitbild «Stadt Buchs – für alle» mit der Vision 2030 aufbaut.

2021 bleibt im Ortsplanungsprozess die Weiterentwicklung des urbanen Zentrums und von Quartieren mit hoher Lebensqualität aktuell. Zunehmende Verdichtung bedingt eine Ergänzung bestehender Grün- und Freiräume innerhalb der Siedlung.

Mit meinem Traum eines zentralen Stadtparks zur Aufwertung des Stadtzentrums bin ich ja nicht allein: Das war auch ein Anliegen des Sounding-Boards zur Ortsplanung und eines Teils des bisherigen Stadtrats. Rückt eine Realisierung vielleicht jetzt näher? Eine Herzensangelegenheit bleibt für mich der Bildungsstandort Buchs. Ich freue mich, dass auch die Buchser Bevölkerung hinter dem Campus Buchs steht – nicht zuletzt entsteht ja auch für uns alle ein verschönertes Quartier.»

Eduard Neuhaus, Gemeindepräsident Sevelen

Eduard Neuhaus, Gemeindepräsident Sevelen

Eduard Neuhaus, Gemeindepräsident Sevelen

Sarto Photography

«Ein spezielles Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Dies gilt auch für mich ganz persönlich, wurde ich doch in diesem Jahr neu zum Gemeindepräsidenten von Sevelen gewählt. Mit Beginn der Legislaturperiode 2021 bis 2024 werden zusätzlich eine neue Gemeinderätin und zwei neue Gemeinderäte Einsitz im Gremium nehmen. Die amtsälteste Gemeinderätin ist nun vier Jahre im Amt. Mit Blick auf die Amtserfahrung stellt der Gemeinderat Sevelen somit aktuell ein junges Team.

Die Coronapandemie wird uns noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Entscheidungen, die die Behörden in diesem Zusammenhang fällen, werden für einen Teil der Bevölkerung zu strikt und zu einengend sein – für einen anderen Teil wiederum zu wenig weit gehen. Es wird kaum möglich sein, bei der Einführung oder bei einer allfälligen Lockerung von Massnahmen den optimalen Zeitpunkt zu treffen. Denn die Entscheidungen werden in Bezug auf die künftige Entwicklung stets mit zentralen Unbekannten und unter Unsicherheit zu fällen sein.

Hier wünsche ich mir, dass wir eine ausreichende Toleranz im Umgang mit unterschiedlichen Ansichten und Meinungen zeigen können. Insgesamt werden die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2021 anspruchsvoller werden. Jedoch ergeben sich aus dieser Situation auch Gelegenheiten, bestehende Strukturen zu überdenken und die Umsetzung neuer Lösungsansätze voranzubringen. Wir sollten versuchen, diese Möglichkeiten zum Wohle unserer Gemeinde und unserer Gesellschaft sinnvoll zu nutzen.

Geschätzte Leserinnen und Leser; ich wünsche Ihnen einen gelungenen Start ins neue Jahr und für die weiteren Tage des 2021 alles Gute und dies bei bester Gesundheit. Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Sevelen; ich freue mich auf die neue Aufgabe als Gemeindepräsident, auf die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, der Verwaltung, der Ortsgemeinde, den politischen Parteien und besonders auf den Austausch mit der Bevölkerung. Persönlich hoffe ich, dass wir bald zu einer aus meiner Sicht wertvollen Geste unseres Kulturkreises zurückkehren können und uns zur Begrüssung wieder die Hand reichen dürfen!»

Andreas Bernold, Gemeindepräsident Wartau

Andreas Bernold, Gemeindepräsident Wartau

Andreas Bernold, Gemeindepräsident Wartau

PD

«Geschätzte Wartauerinnen und Wartauer, im Vergleich zu den Vorjahren dürften die Neujahrswünsche nach dem turbulenten 2020 bei vielen bescheidener sein, als auch schon. Im Vordergrund stehen Gesundheit, Sicherheit und der Wunsch, dass gesellschaftliche Anlässe und Treffen im Familien- und Freundeskreis wieder uneingeschränkt möglich sind. Die Entwicklung in den letzten Tagen schenkt uns Hoffnung. Hoffnung, dass beispielsweise die Viehschau sowie der Jahrmarkt in Trübbach durchgeführt und die Einweihung des Schulhauses Feld nachgeholt werden können.

Mit den Fasnachtsaktivitäten müssen wir hingegen nochmals pausieren. Den Gemeinderat wird im kommenden Jahr der Ortsplanungsprozess beschäftigen. Die getätigten Arbeiten sollen Anfang 2021 vom Kanton vorgeprüft werden. Nach der Mitwirkung der Bevölkerung ist vorgesehen, die «Strategie Siedlungsentwicklung nach innen» und den Richtplan im Herbst zu verabschieden. Die Vorarbeiten des Wasserversorgungsprojekt Wartauer Alpen sind auf Kurs.

In diesen Tagen hat die Regierung das Projekt genehmigt. Beim Amphibien-Weiher, welcher als Ersatz für den Tankgraben in Plattis erstellt wurde, finden die Abschlussarbeiten statt. Weiter werden die Poststrasse Trübbach bis Prapafier durch den Kanton sowie die Strasse im Bereich Azmoos Oberdorf durch die Gemeinde saniert. Über die Gemeindegrenze hinaus läuft die Projektierung der Transportleitung Wartau–Sargans für den Ara-Anschluss.

Die Feuerwehr Wartau ist ab 1. Januar in der neu gegründeten Feuerwehr Werdenberg Süd zusammen mit Buchs und Sevelen organisiert. Auf Verwaltungsstufe wird das interne Kontrollsystem der Gemeinde überarbeitet und wo nötig angepasst. Ich freue mich als frisch gewählter Gemeindepräsident, zusammen mit dem neu zusammengesetzten Gemeinderat und den Kommissionen all die Aufgaben und Herausforderungen anzupacken. Nur gemeinsam mit der Bevölkerung, der Wirtschaft, den Vereinen und der Verwaltung sowie der Region und dem Kanton können wir unseren Lebensraum optimal entwickeln und für die künftigen Generationen gestalten.»

Rolf Züllig, Gemeindepräsident Wildhaus-Alt St. Johann

Rolf Züllig, Gemeindepräsident Wildhaus-Alt St.Johann

Rolf Züllig, Gemeindepräsident Wildhaus-Alt St.Johann

PD

«Das neue Jahr steht für mich im Zeichen von Streben nach Normalität. Irgendwie habe ich den ersten Lockdown im Frühling wie einen Zauber in Erinnerung. Ausgelassenheit und Zuneigung waren ausschliesslich privat. Und die Zeit, die plötzlich neu entdeckt und genutzt werden konnte, will ich nicht missen.

Nun bin ich aber des Ausnahmezustandes so ziemlich überdrüssig. Nicht, dass mir die frühere Normalität in allen Punkten behagt, die Über- oder Untertreibungen, sei es nun die Vielfliegerei oder die Rücksichtslosigkeit gegenüber der Natur oder dem Klima, dem trauere ich nicht nach. Unsere Generation erlebt derzeit wohl eine der prägendsten Epochen der jüngeren Weltgeschichte.

Die Pandemie kam schleichend und zuerst unmerklich, jetzt verändert sie den Alltag von hunderten Millionen Menschen überall auf der Welt. Wir fühlen uns so machtlos und neigen dazu Schuldige zu finden. Empörung macht sich breit, die Obrigkeiten sollten und müssten, hallt es durch unser Land. Jedoch immer nur bis zu dem Punkt, wo es unsere eigene Freiheit berührt. Ich plädiere nun nicht dafür, dass wir zu gleichmütigen Schafen werden, denn eingepfercht zu sein, liegt nicht in unserem Naturell. Gemeinsam können wir unser Unglück aber mildern, indem wir es mit Verstand betrachten.

Was ist mein persönlicher Beitrag? Für welche neue Normalität will ich mich verpflichten und einsetzen? Kann ich die Klage gegenüber dem nächsten ohne Vorbehalte über Bord werfen? Bin ich gewillt, selbst zu verzichten, oder erwarte ich das nur von den Anderen? So, nun laufe ich schon bald Gefahr, eine Anleitung zu schreiben, wie Sie oder ich zu einem besseren Menschen werden, das liegt mir fern! Gedanken zu teilen, kann jedoch erfrischend und inspirierend sein. Und – wenn wir uns eh in kleinen Gruppen treffen, was liegt dann näher als unsere Sehnsüchte zu teilen? Vorsätze für das neue Jahr 2021 können eigentlich nur heissen, alles wird besser. Ich persönlich wünsche Ihnen alles Gute, viel Erfolg, beste Gesundheit, Glück und das können Sie selbst bestimmen: genügend innere Zufriedenheit. A guats Neus!»