Das Werdenberg gratuliert Liechtenstein zum 300. Geburtstag

Heute Mittwoch feiert das Fürstentum Liechtenstein sein 300 Jahre Jubiläum. Zu diesem Anlass gratulieren die Gemeindepräsidenten der sechs Werdenberger Gemeinden ihren Nachbarn und betonen die unkomplizierte Zusammenarbeit.

Katharina Rutz
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Acht bestehende und eine im Bau befindliche Brücken verbinden das Werdenberg mit dem Fürstentum Liechtenstein. (Bild: Heini Schwendener)

Acht bestehende und eine im Bau befindliche Brücken verbinden das Werdenberg mit dem Fürstentum Liechtenstein. (Bild: Heini Schwendener)

Liechtenstein teilt sich eine 41,2 Kilometer lange Grenze mit der Schweiz. Dies bietet einiges an Berührungspunkten. Zwar trennt der Rhein das Fürstentum Liechtenstein und das Werdenberg, doch führen acht Brücken über den Fluss. Eine neunte Rheinbrücke zwischen Buchs und Vaduz ist im Bau.

Die Währung in Liechtenstein ist ebenfalls der Schweizer Franken und aufgrund des Zollvertrages finden sich die Exporte und Importe in und von der Schweiz nicht in der Statistik. Im Jahr 2017 waren in Lichtenstein insgesamt 38661 Beschäftigte gemeldet, davon pendelten 21299 Arbeitskräfte täglich nach Liechtenstein – darunter auch sehr viele aus dem Werdenberg.

Dass solche Zahlen Herausforderungen mit sich bringen, ist augenscheinlich. Verkehr, Arbeitsbewilligungen, Steuern, Bildung und Gesundheitswesen sind einige der grossen Themen, mit denen sich die Behörden beider Regionen gemeinsam auseinandersetzen müssen.

Herausforderungen meistern, dank gut funktionierender Zusammenarbeit

Beat Tinner, Gemeindepräsident Wartau

Beat Tinner, Gemeindepräsident Wartau

«Ich wünsche mir, dass die enge Zusammenarbeit zwischen Liechtenstein und der Region sowie der Gemeinde weiterhin gepflegt und erfolgreich umgesetzt wird, wie dies beispielsweise bei der NTB kürzlich der Fall war. Daneben gibt es weitere grosse Themen, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen werden: S-Bahn FL.A.CH, Gesundheitswesen oder der grenzüberschreitende Personenverkehr. Die vertrauensvolle Basis unserer Zusammenarbeit ist dabei sehr wertvoll, um auch solch schwierige Themen zu lösen.»


Roland Ledergerber, Gemeindepräsident Sevelen

Roland Ledergerber, Gemeindepräsident Sevelen

«Ich wünsche, dass die Liechtensteiner und Lichtensteinerinnen so herzerfrischend, innovativ und «gmögig» bleiben, ihre Veränderungsbereitschaft beibehalten und weiterhin wissen, was gut und etwas Wert ist. Die Beziehungen zu unseren Nachbarn gestalten sich auf Gemeindeebene ausgezeichnet. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass sich das Fürstentum für den Beitritt an die S-Bahn FL.A.CH entscheidet.»


Daniel Gut, Stadtpräsident Buchs

Daniel Gut, Stadtpräsident Buchs

«Mein Wunsch ist, dass Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft am gleichen Strick ziehen, zu Gunsten einer prosperierenden Zukunft für alle. Auf zwischenmenschlicher Ebene pflegen wir intensive Kontakte, geprägt von Bewusstsein und Achtung vor den grenz- und geschichtsbedingten Unterschieden auf beiden Rheinseiten. Für die Zukunft hoffe ich weiterhin auf ein hohes Bewusstsein für gemeinsame Anliegen in unserem funktionalen Raum; weniger Hürden im grenzübergreifenden Verkehr für die Wirtschaft; Wille für grenzübergreifende Zusammenarbeit z.B. in Gesundheitswesen, Bildung oder Verkehr.»


Niklaus Lippuner, Gemeindepräsident Grabs

Niklaus Lippuner, Gemeindepräsident Grabs

«Dem Fürstentum Liechtenstein gratuliere ich ganz herzlich zu seinem Jubiläum und zu seiner 300-jährigen Geschichte. Ich wünsche der Fürstenfamilie, allen Behörden und sämtlichen Einwohnerinnen und Einwohner ein tolles Jubiläumsjahr. Die Zusammenarbeit mit den Liechtensteiner Behörden ist unkompliziert und funktioniert hervorragend. Ich wünsche mir ein Miteinander beim Spitalneubau Grabs. Dies ist meines Erachtens eine Chance für das Fürstentum Liechtenstein. Zudem wünsche ich mir auch Lösungen für das Hospiz Werdenberg, sodass dieser letzte Aufenthalt auch für unsere Nachbarn finanziell geregelt ist.»


Fredy Schöb, Gemeindepräsident Gams

Fredy Schöb, Gemeindepräsident Gams

«Ich wünsche dem Fürstentum Liechtenstein nur das Beste und dass die Zusammenarbeit weiterhin gut funktioniert. Die Beziehung zu Liechtenstein ist für uns unkompliziert und unverkrampft. Wir stehen mit den Liechtensteiner Behörden in ausgezeichnetem Kontakt. Klar gibt es Themen, bei denen es einiges zu regeln gilt, beispielsweise bei den Steuern oder den Arbeitsbewilligungen für Unternehmer hüben und drüben. Für die Zukunft wünsche ich uns weiterhin eine gute Zusammenarbeit, die Vereinfachung der Abläufe und damit weniger Bürokratie.»


Peter Kindler, Gemeindepräsident Sennwald

Peter Kindler, Gemeindepräsident Sennwald

«Wir freuen uns auf weitere 300 Jahre gute Zusammenarbeit. Vor allem mit den direkten Nachbarn Ruggell und Bendern ist diese hervorragend. Wir pflegen ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Neben den Brücken, der Buslinie nach Bendern und den wirtschaftlichen Beziehungen verbindet uns auch das Agglomerationsprogramm. Ausserdem tauschen wir uns in der Kommission Bewegung-Begegnung, in der weitere Schweizer und Österreicher Gemeinden dabei sind, rege aus. Wenn die Beziehung zu Liechtenstein so freundschaftlich und unkompliziert weitergeht, bin ich sehr zufrieden.»