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Das Spiel mit Psychologie und Ablenkung

Die Faszination für die Zauberkunst wurde bei Daniel Meier, bekannt als Danini, in der Studienzeit geweckt. Heute sorgt er mit seinen Shows regelmässig für magische Momente und grosses Staunen.
Adi Lippuner
Der Zauberkünstler Danini bringt sein Publikum gerne zum Staunen und beschert den Menschen magische Momente. (Bilder: Mareycke Frehner)

Der Zauberkünstler Danini bringt sein Publikum gerne zum Staunen und beschert den Menschen magische Momente. (Bilder: Mareycke Frehner)

Ein Blick in den Zauberkoffer von Daniel Meier, bekannt als Danini.Ein Blick in den Zauberkoffer von Daniel Meier, bekannt als Danini.
Danini hat schon in seiner Ausbildungszeit mit dem Zaubern angefangen.Danini hat schon in seiner Ausbildungszeit mit dem Zaubern angefangen.
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Das Spiel mit Psychologie und Ablenkung

Einen Aufritt von Danini zu erleben, sei dies als abendfüllendes Programm oder als Showblock an einem Fest, wird für viele zum unvergesslichen Erlebnis. Der Magier, der ein ausgesprochenes Flair für mentale Kunststücke besitzt, setzt auf «leise Töne», er lotet aus, was beim Publikum möglich ist, und sagt von sich: «Als Mentalist habe ich gelernt, viele Dinge anders zu betrachten. Mentalmagie ist eine Art der Zauberei, die aus einer Mischung aus Mut, dem Eingehen von gewissen Risiken und der Fähigkeit, sich auf den wohl geheimnisvollsten Bereich seines Gegenübers, nämlich seine Gedanken, einzulassen.»

Durch die ständige Weiterbildung und die intensive Beschäftigung mit seinem grossen Hobby hat es Danini zu grosser Fertigkeit gebracht. «Ich schaue mir auch gerne die Shows anderer Magier an und besuche regelmässig Workshops und Seminare. So, und auch mit Fachliteratur, kann ich meine Fähigkeiten weiterentwickeln.»

Magie ist überall

Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, entdeckt überall Magie. Davon ist Danini überzeugt, «denn es existiert so vieles, so Wunderbares und Überraschendes, das uns unerklärlich ist». Angesprochen auf seine Auftritte und die Zusammenstellung des Programms, ist zu erfahren, dass Zauberei, neben körperlichen Fähigkeiten, vor allem auf Psychologie und Ablenkung beruht. «Es braucht Vertrauen und Offenheit, die Lösungen dort zu suchen, wo wir Menschen keine Erfahrungswerte haben.»

Auf der Bühne oder als Magier in den Reihen zwischen den Zuschauern spielt Danini ganz bewusst mit den menschlichen Wahrnehmungen. «Die Hirnfunktionen des Menschen spielen die entscheidende Rolle. Wer sich vertieft damit befasst, tut sich beim Erlernen und bei der Darbietung von Zauberkünsten leichter.» Und damit er das Publikum auch in Zukunft in den Bann ziehen kann, werden neue Programmpunkte erarbeitet. «Es geht aber nicht darum, diese sofort auf der Bühne zu zeigen. Vielmehr übe ich die einzelnen Sequenzen immer wieder, und wenn das Ganze dann reif fürs Publikum ist, baue ich Schritt für Schritt Neues ins Programm ein.»

Erster Auftritt mit 23 Jahren

Was Daniel Meier, aufgewachsen im liechtensteinischen Schellenberg, während der Ausbildungszeit fasziniert hat, wurde in den darauffolgenden Jahren weiterentwickelt. «Ich habe mir anfangs als Autodidakt meinen Weg gesucht und durfte im Alter von 23 Jahren erstmals an einem Familienfest vor Publikum auftreten. Nun ist mein Hobby meine Hauptbeschäftigung.» Vor gut einem Jahr hat Daniel Meier die berufliche Verantwortung abgegeben und arbeitet nun noch etwa einen Tag pro Woche als Berater verschiedener Raiffeisenbanken. «So kann sich das Unternehmen vorhandenes Wissen und Erfahrung sichern, und ich bleibe noch in Kontakt mit der Bankenwelt.»

Die neu gewonnene Freiheit wird genossen, aber auch genutzt. Nebst der intensiven Auseinandersetzung mit der Magie gehört auch das Engagement als Botschafter des Kinderhilfswerks Terre des hommes dazu. «Demnächst werde ich mit einer Gruppe nach Griechenland reisen, um vor Ort zu sehen, wie es Flüchtlingskindern geht.» Ihm gehe es darum, nicht nur in der Schweiz als Botschafter aufzutreten, sondern auch die wirklichen Probleme – «auch wenn es sich nur um einen kleinen Ausschnitt handelt» – zu sehen.

Seine Devise «Glück wird durch das Teilen maximiert» wird seit vielen Jahren umgesetzt. Ein Teil der Einnahmen von Danini fliesst auf das Konto von Terre des hommes – «damit auch die am wenigsten privilegierten Kinder Momente des Glücks erleben können».

Kritischer Blick auf Gesellschaft

Auch wenn Daniel Meier ein Mensch der leisen Töne ist, sein Blick auf die heutige Gesellschaft ist durchaus kritisch. «Mich interessieren Themen wie die Entwicklung zwischen der Schweiz und Europa, die Polarisierung der Gesellschaft, dieses Links-rechts-Schema, aber auch die Entwicklungen rund um die Digitalisierung.» Um sich auf dem Laufenden zu halten, verbringt er deshalb viel Zeit mit Lesen.

Doch trotz kritischer Anmerkungen: «Ich schaue lieber vorwärts als zurück, freue mich, dass wir in einem Rechtsstaat – und damit in einem eigentlichen Paradies – leben dürfen.» Doch es sei auch wichtig, den Horizont zu erweitern, und deshalb gehören Reisen für ihn dazu. «Ab und zu gönne ich mir eine Fahrt mit dem Motorrad, es darf aber auch eine Reise nach Amerika sein, denn dieses Land ist faszinierend.» Aufenthalte dort werden meist mit dem Besuch von Kongressen und Weiterbildungsmöglichkeiten verbunden.

Das Grabser Daheim des Ehepaars Meier – sie haben drei erwachsene Kinder und zwei Enkel – ist über die Jahre so etwas wie seine Basis geworden. «Daheim fühle ich mich wohl, ich kann entspannen oder aktiv sein, auch einmal etwas Handwerkliches umsetzen und dabei am Abend sehen, was ich gemacht habe.»

Authentisch bleiben

Selbst wenn Danini bei seinen Auftritten in eine Rolle schlüpft, «dabei ist das Wichtigste, authentisch zu bleiben». Nur wer von dem, was er oder sie macht, überzeugt ist, hat Erfolg. Auch Bescheidenheit, Demut und Respekt sind dem erfolgreichen Magier wichtige Anliegen. «Das Publikum interessiert sich nicht in erster Linie für den Magier. Im Mittelpunkt steht, was gezeigt wird und ob die Kunst berührt.»

Deshalb sei es ihm wichtig, solche Kunststücke auszusuchen und in sein Programm zu integrieren, die zu seiner Persönlichkeit passen und durch seine Interpretation hohe magische Wirkung erzielen. «Magier sind wie Musiker, die durch ihre Art Musik oder eben Magie erlebbar machen.» Und staunende Menschen, die von seiner Schau berührt werden, sind ihm wichtig. «Zaubern bringt mich auf andere Gedanken, ich kann dabei selber in eine andere Welt eintauchen. Die lachenden Gesichter und leuchtenden Augen sowie skeptischen Blicke machen mich glücklich.»

Hinweis Termine und Infos auf www.danini.li

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