Marianne Gantenbein pflegt das Offene Singen in Buchs weiterhin

Seit Anfang Jahr leitet Musikpädagogin und Sängerin Marianne Gantenbein einmal im Monat das Offene Singen in der Aula Flös. Damit ist sie in die Fussstapfen von Peter Hasler getreten, der das Offene Singen ins Leben gerufen und während 20 Jahren geleitet hat. Das nächste Offene Singen findet am Freitag, 21. Juni, statt. 

Esther Wyss
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Sorgfältig wählt Marianne Gantenbein Lieder für das Offene Singen aus. Dabei wird sie von ihren Hunden Leo und Terry aufmerksam beobachtet. (Bild: Esther Wyss)

Sorgfältig wählt Marianne Gantenbein Lieder für das Offene Singen aus. Dabei wird sie von ihren Hunden Leo und Terry aufmerksam beobachtet. (Bild: Esther Wyss)

Marianne Gantenbein sitzt bei herrlichem Sonnenschein in ihrem kleinen Gartenparadies in Buchs. Sie steckt mitten in den Vorbereitungen für das nächste Offene Singen. Auf dem Tisch liegen Noten und Bücher, die sie nach Volksliedern, Weltmelodien und Schlagern durchstöbert. Aufmerksam verfolgen die beiden Collies Terry und Leo das Tun ihrer Chefin. «Ich habe einen grossen Fundus aus Gesangsliteratur und Volksliedern. In meiner bisherigen Tätigkeit als Chorleiterin kamen allerdings die Lumpen- und Volkslieder, die ich sehr mag, etwas zu kurz», erklärt sie.

«Deshalb freut es mich besonders, dass ich von Peter Hasler das Offene Singen übernehmen durfte.»

Schon als Kind sang sie fürs Leben gerne. Viel dazu beigetragen hat ihr ehemalige Primarlehrer, Ernst Frehner, bei dem täglich gesungen wurde.

Vielseitige Ausbildung genossen

Marianne Gantenbein besuchte das Lehrerseminar Sargans, liess sich später zur musikalischen Grundkurslehrerin ausbilden und bildete sich weiter in Chorleitung und Dirigieren. Sie arbeitete einige Jahre als Grundschullehrerin an der Musikschule Werdenberg, leitete verschiedene Kirchenchöre und Gospelprojekte und sang in Rock- und Blues-Bands mit. Seit 2007 studiert sie klassischen Gesang und arbeitet freiberuflich als Musikpädagogin für Gesang, Klavier und Musiktheorie. Zurzeit leitet sie die Chöre «Varicanto», Vaduz und das Nostalgie-Chörli Bad Ragaz.

Von einer Chorsängerin erfuhr sie, dass Peter Hasler das Offene Singen aufgibt. Sie fand, dass es möglich sein sollte, das Singen fortzuführen. Darauf kontaktierte sie Peter Hasler, der Gefallen an diesem Gedanken fand. Man wurde sich einig und Marianne Gantenbein durfte das Offene Singen von ihm übernehmen. «Ich bin sehr motiviert, denn Singen ist für mich eine Herzensangelegenheit», sagt Gantenbein.

«Die Stimme ist das wunderbarste aller Instrumente. Singen macht Freude und stimmt das Gemüt heiter.»

Peter Hasler habe sie gewarnt, die Vorbereitungen für den Abend seien sehr zeitintensiv. «Ich muss gestehen, dass ich den Arbeitsaufwand etwas unterschätzt habe», sagt sie freimütig. Die Auswahl, Notensuche, das Tippen des Textes für die Grossleinwand und das Einstudieren mit Fritz Egger, der die Lieder während des Abends am Flügel begleitet, nehmen viel Zeit in Anspruch.

Kleine Veränderungen vorgenommen

Bisher fand das Offene Singen unter der neuen Leitung viermal statt. Gantenbein hat den Anlass ihren Vorstellungen angepasst und einige kleinere Veränderungen vorgenommen. Die Türen öffnen sich neu um 19.30 Uhr. Bis zum Beginn spielt Fritz Egger Hintergrundmusik. Er begleitet die Lieder auch während des Abends. Zur Einstimmung trägt Marianne Gantenbein anfangs selber ein Lied vor. Neu werden neben den deutschsprachigen Liedern auch Lieder in anderen Sprachen gesungen, vorwiegend ein paar einfache, englische Lieder. In der Pause werden leckere salzige und süsse Häppchen und diverse Getränke serviert. Der Unkostenbeitrag für die Teilnehmer wurde erhöht.

Marianne Gantenbein hat einige Rückmeldungen erhalten. Der Wechsel vom Donnerstagabend auf den Freitag, werde von einigen bedauert, da sie am Freitagabend andere Verpflichtungen haben. Anderen passt der Freitagabend besser.

Sie ist sich bewusst, dass es nicht ganz einfach ist, in die Fussstapfen von Peter Hasler zu treten, der die Veranstaltung als Initiator während 20 Jahren durch seine Persönlichkeit geprägt hat. Sie ist aber zuversichtlich, dass es ihr gelingt, das Singen trotz kleiner Änderungen attraktiv zu gestalten und hofft, dass möglichst viele Sängerinnen und Sänger von dem Angebot Gebrauch machen.

Informationen

Das nächste Offene Singen findet am Freitag, 21. Juni, statt. Weitere Informationen unter www.offenessingen.ch.