Kompetenzforum der St. Galler Kantonalbank: Das Leben freundlicher gestalten

Im Zentrum des Anlasses, der in den Räumen der Müller Azmoos AG in Plattis stattfand stand das Referat «Jammern gefährdet ihre Gesundheit».

Adi Lippuner
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Dani Nieth machte klar, dass es wenig braucht, um sein Leben glücklicher zu gestalten. (Bild: Adi Lippuner)

Dani Nieth machte klar, dass es wenig braucht, um sein Leben glücklicher zu gestalten. (Bild: Adi Lippuner)

Die Verantwortlichen der St. Galler Kantonalbank mit Karl Pareth, Niederlassungsleiter in Buchs, hiessen am Donnerstag die Gäste in der Firma Müller Azmoos AG willkommen. Gut 90 Personen wollten sich die Möglichkeit, mehr über das Jammern und seine Zusammenhänge zu erfahren, nicht entgehen lassen. Gleichzeitig bot sich Gelegenheit für Begegnungen mit Führungskräften aus der Region.

Bereits während des Referats von Dani Nieth wurde klar, dass es wenig braucht, um sein eigenes Leben freundlicher zu gestalten. Der Businesstrainer, Kommunikationsexperte, Bestsellerautor und Medienprofi Dani Nieth ist ehemaliger Spitzensportler. Seine Beobachtungsgabe und das umfassende Wissen brachten für die Zuhörenden einige Aha-Erlebnisse.

Unterschied von klagen und jammern

Eines gleich vorweg: Für Danie Nieth ist klagen und jammern nicht das Gleiche. «Wenn ein Landwirt darüber klagt, dass der Sommer viel zu trocken war und deshalb fast seine gesamte Ernte wegfällt, ist das etwas ganz anderes, als wenn jemand jammert, dass es während der Ferien ständig geregnet hat.» Oder anders gesagt: «Wer jammert, schiebt das Ganze auf die Umstände.» Bereits als Bébé werde dieses Verhalten antrainiert. «Schon kleinste Kinder merken, dass jammernde Geräusche die Erwachsenen dazu bringen, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken.»

Für den Referenten ist Jammern, mit sich und dem Umfeld unzufrieden sein, mit der eigenen Haltung verbunden. Er empfahl, sich von einigen Unwörtern zu verabschieden und diese zu ersetzten. «Niemand muss, was wir tun oder unterlassen, hat einfach Konsequenzen.

Wir können das Wort ‹muss› problemlos mit ‹kann› oder ‹will› ersetzten. Dadurch gewinnen wir mehr persönliche Wahlfreiheit und verlassen die Opferrolle.» Weitere, aus dem Wortschatz zu streichende Ausdrücke sind gemäss Dani Nieth, «Ja, aber», «immer, nie», «eigentlich» und «warum», um nur einige zu nennen. Anstelle von «Ja, aber» könne problemlos das Wort «und» verwendet werden. «Damit lassen wir andere Meinungen stehen und können Neues dazu addieren.» Anstelle von immer und nie passe oft, meistens oder selten. «Das verschafft mehr Glaubwürdigkeit, weil die Aussagen präzise sind.»

Ein paar Tipps zum sofort ausprobieren: «Den Tag mit einem Lächeln beginnen, seinem Umfeld freundlich begegnen, auf der Strasse anderen mit Hilfe von Handzeichen den Vortritt lassen und die Reaktionen auf sich wirken lassen.»

Alles aus einer Hand

Alexander Zogg, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Müller Azmoos AG gab Einblick in die Tätigkeit des Unternehmens. Gemüse, und zwar Kartoffeln, Spinat, Zwiebeln, Rüebli, Pariserkarotten und Chicoréwurzeln werden von 120 Landwirtschafts- betrieben zwischen Salez und Thusis GR angebaut. Aussaat und Ernte übernimmt die Müller AG, die Bauern werden während der Kulturzeit beraten, gelagert und aufbereitet wird in den Gebäuden in Plattis, wo 60 Festangestellte und 20 Teilzeitkräfte im Einsatz sind.