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Kommentar

Buchser Optiker: Das Hoffen auf einen erfolgreichen Kampf von David gegen Goliath

Die Federer Augenoptik AG in Buchs kämpft gegen die Zollfreigrenze von 300 Franken für Einfuhren im Grenzverkehr. Sie sei diskrimierend und verstosse gegen die Gleichbehandlung der Kunden und der Geschäfte im Inland, welche auch unter dieser Marke Mehrwertsteuer bezahlen bzw. erheben müssen.
Thomas Schwizer
Thomas Schwizer (Bild: Urs Bucher)

Thomas Schwizer (Bild: Urs Bucher)

Der Aufwand zur Erhebung der Mehrwertsteuer auf im «kleinen Grenzverkehr» eingeführte Waren im Wert von unter 300 Franken wäre zu gross. So begründet der Bund diese Wertfreigrenze, die das Einkaufen ennet der Grenze attraktiver macht, weil dort eine Rückerstattung der hohen Mehrwertsteuer lockt.

Dies ist auch für viele im W&O-Gebiet ein Grund dafür, den Lebenmittel-Wocheneinkauf, den Kauf eines Ringes, einer Brille oder eines kleinen Möbelstücks im nahen Vorarlberg zu tätigen. Dafür nehmen sie den teils starken Verkehr, die Suche nach den knappen Parkplätzen und den Umweg über das Zollamt Schaanwald in Kauf, an dem auch am Wochenende «abgestempelt» wird.

Der Umsatz im Ausland fehlt dem inländischen Handel, der verglichen mit Österreich und Deutschland besser bezahlte Arbeitsplätze bietet.

Doch es soll auf keinen Fall eine protektionistische Vorschrift geben, wo jemand einzukaufen hat.

Dass jeder Kunde, der in der Schweiz einkauft, aber schon ab dem ersten Franken 7,7 Prozent Mehrwertsteuer bezahlen muss und so gegenüber dem Einkäufer über dem Rhein benachteiligt wird, stört mein Gerechtigkeitsempfinden gewaltig. Gerecht wäre es, bei der Einfuhr bis 300 Franken Warenwert ebenfalls die Mehrwertsteuer zu erheben, oder alternativ für Einkäufe im Inland die gleiche Freigrenze einzuführen.

Die Politik kann das ändern. Bern tut sich damit trotz mehreren Vorstössen im Parlament enorm schwer. Deshalb ist der Kampf der Federer Augenoptik AG lobenswert, um diese Benachteiligung für alle Verkaufsgeschäfte und die Kunden, die Inland einkaufen, abzuschaffen.

Mit gesundem Menschenverstand betrachtet ist zu hoffen, dass der Kampf von David gegen Goliath erfolgreich sein wird.

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