Das doppelte «Buchser Modell» in Bangladesch

Mit Hilfe einer einheimischen Organisation realisierte Jakob Schaub vor gut zehn Jahren im Norden von Bangladesch eine Elektrikerschule. Nun wird nach dem gleichen Modell eine zweite Schule realisiert.

Heidy Beyeler
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Für die zweite Elektrikerschule in Bangladesch bilden die Erfahrungen der erfolgreichen, von Jakob Schaub initiierten Schule die Basis. (Bild: PD)

Für die zweite Elektrikerschule in Bangladesch bilden die Erfahrungen der erfolgreichen, von Jakob Schaub initiierten Schule die Basis. (Bild: PD)

Als Jakob Schaub, technischer Leiter beim EW Buchs, pensioniert wurde, erfüllte er sich einen Traum: Er baute in Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Welt, eine Schule für Elektriker auf. Sein Ziel war es, damit arbeitslosen Jugendlichen aus armen Familien eine Zukunft bieten zu können. Als Trägerschaft für diese Schule gründete er mit seiner Frau Marty den Verein Shanti Schweiz.

Die neue Schule wurde mit Spendengeldern finanziert und in Kooperation mit einer in Bangladesch tätigen Nichtregierungsorganisation (NGO) aufgebaut.

Bereits 100 Elektriker ausgebildet

Die Elektrikerschule wirkt sehr erfolgreich und hat seit dem Start im Jahr 2007 bereits rund 100 Jugendliche als Elektriker ausgebildet. Alle haben in Bangladesch, wo 50000 Dörfer noch immer keine Stromversorgung haben, eine gut bezahlte Arbeitsstelle gefunden. Ein wichtiger Beitrag zum Erfolgsmodell ist, dass die Ausbildung in dieser Schule sich an das Schweizer Vorbild mit der dualen Ausbildung in Theorie und Praxis anlehnt. Dieses erweist sich als Basis für diese Fachausbildung als goldrichtig.

Unterstützung aus der Region Werdenberg

Auf Grund dieses unbestrittenen Erfolges hat eine andere Nichtregierungsorganisation in Bangladesch die Initiative ergriffen und baut nun, mit Unterstützung des Vereins Shanti Schweiz, eine zweite Schule im Land mit demselben Ausbildungskonzept auf. Auch dieser Schulhaus-Neubau kann realisiert werden, weil er bezüglich Know-how und finanzieller Unterstützung auf Unterstützung in der Schweiz und in Deutschland zählen darf. Neben privaten Spendern tragen auch verschiedene Unternehmen aus der Region Werdenberg zum Gelingen dieses Vorhabens in BAngladesch und damit zur wirkungsvollen Hilfe zur Selbsthilfe bei