Das dörfliche Leben fördern

Am Montagabend wurde ein neuer Dorfverein gegründet, der Club Sevelen. Er bezweckt, Anlässe und Aktivitäten zu unterstützen, die nicht durch die Gemeinde oder andere Vereine organisiert werden.

Heini Schwendener
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An der Gründungsversammlung einstimmig gewählt wurden Sandra Litscher als Kassierin, Martin Giger als Präsident, Heidi Saxer als Revisorin und Alex Schwendener als Aktuar (von links nach rechts).(Bild: Heini Schwendener)

An der Gründungsversammlung einstimmig gewählt wurden Sandra Litscher als Kassierin, Martin Giger als Präsident, Heidi Saxer als Revisorin und Alex Schwendener als Aktuar (von links nach rechts).(Bild: Heini Schwendener)

Zehn Personen fanden sich ein zur Gründungsversammlung des Vereins Club Sevelen im alten Schulhaus Stampf. Einstimmig wurden die Vereinsstatuten und die Organe des Vereins genehmigt bzw. gewählt: Martin Giger, Präsident; Sandra Litscher, Kassierin; Alex Schwendener, Aktuar; Heidi Saxer (Revisorin).
Im Anschluss an den kurzen Gründungsakt waren Behörden- und Kommissionsmitglieder eingeladen, um sich ein Bild vom Vorstand, dem Vereinszweck und den konkreten Vorhaben des Club Sevelen zu machen.

Nicht nur jammern, sondern selber aktiv werden

Den Weihnachtsmarkt, das Multikulti-Essfest, die Viehschau, die Präsidentenkonferenz – all diese Anlässe gebe es nicht mehr oder es droht, dass sie aus der gesellschaftlichen Agenda der Gemeinde Sevelen verschwinden, erklärte Martin Giger eingangs seiner Ausführungen. Dies würde allenthalben bedauert und immer wieder heisse es im Volk «schade» oder «man sollte doch ...». Die Mitglieder des neuen Vereins wollen es nicht beim Jammern oder bei Lippenbekenntnissen belassen.
Der Club Sevelen bezweckt gemäss Statuten «das Leben im Dorf zu fördern. Dies erfolgt durch die Unterstützung von Anlässen und Aktivitäten in der Gemeinde Sevelen.» Keinesfalls wolle der neue Verein intakte Vereine konkurrieren, sondern sie vielmehr organisatorisch und ideell unterstützen, so Giger, «wir wollen mithelfen, dass Sevelen attraktiv wird.» Mit dem vorerst noch kleinen Mitgliederbestand wolle der Club Sevelen klein anfangen, aber mit viel Herzblut etwas qualitativ Gutes auf die Beine zu stellen.

Alfred Tischhauser und Christian Vetsch stellten die ersten beiden Anlässe des neuen Vereins sowie deren Planungsstand vor. Der Weihnachtsmarkt, mit dem eine allseits geschätzte Tradition weitergeführt wird, findet am 24. November statt. Rund einen Monat früher, am 31. Oktober, gibt es in Sevelen erstmals einen Herbstmarkt, welcher anstelle der nicht mehr stattfindenden Viehschau die Landwirtschaft, ihre Leistungen und Produkte im Dorf präsentieren wird. Landwirtschaftsbetriebe, Imker, Schaf- und Ziegenzüchter, die Ornithologen usw. haben ihre Teilnahme zugesichert.
Wie Martin Giger erklärte, kann der kleine, noch junge Verein solche Anlässe nicht ganz alleine stemmen. Vielmehr sieht er sich als Katalysator für Ideen, um das Dorfleben zu fördern. Von den Behörden erwartet er Unterstützung, indem Ausgaben für solche Gemeindeanlässe wie teils schon bisher ins Budget aufgenommen werden, Bewilligungen schlank erteilt und die Infrastruktur der Gemeinde und des Werkhofs in angemessenem Rahmen zur Verfügung gestellt werden. «Wir machen das ja nicht für uns selbst oder für unseren nicht gewinnorientierten Verein, sondern für die Bevölkerung der Gemeinde», sagte Giger. Ideen für weitere Projekte gäbe es noch viele.

Gemeindepräsident Roland Ledergeber begrüsste die Initiative der Vereinsgründer und sagte: «Das ist eine grosse Herausforderung, die ihr damit annehmt.» Ledergeber versicherte dem Verein Club Sevelen die Unterstützung der Gemeinde zu.


Die Vereinsmitgliedschaft für Privatpersonen kostet 20 Franken im Jahr. Es können auch juristische Personen beitreten.