Das Corona-Virus hat das Reisefieber in der Region Werdenberg gesenkt

Das Reisebüro Buchs spürt, dass die Reisebuchungen wegen des Corona-Virus zurückgegangen sind. Das Büro hofft und denkt, dass später im Jahr die Buchungen eintreffen werden.

Alexandra Gächter
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Die Werdenberger reisen trotz Corona-Virus. Die Buchungen gingen aber etwas zurück.

Die Werdenberger reisen trotz Corona-Virus. Die Buchungen gingen aber etwas zurück.

Bild: Dumitru Doru/Keystone

Winterzeit ist Ferienbuchungszeit. Während sich hierzulande mässige Temperaturen mit Wind, Regen und Wolken abwechseln, ist es andernorts auf der Welt bereits sommerlich warm. Das veranlasst viele, zwischen Januar und März ihre diesjährigen Ferien zu buchen. So auch beim Reisebüro Buchs AG. «Der Winter ist eine gute Buchungszeit, denn es gibt viel Frühbucherrabatt», sagt Reisedesigner und Mitinhaber Christian Granwehr.

Doch dieses Jahr hat das Corona-Virus die Reiselust etlicher Personen etwas geschmälert. «Wir spüren, dass die Neubuchungen zurückgegangen sind. Viele sind verunsichert und wollen abwarten, bevor sie buchen», so Granwehr. Dem Reisebüro Buchs fehle deshalb ein Teil des Geldes, welches es durch die Buchungen Anfang Jahr normalerweise erhält.

Angst zählt für Versicherung nicht als Stornierungsgrund

Grosse Sorgen bereite die Situation dem Reisebüro aber noch nicht. Granwehr erwartet, dass dieses Jahr einfach später und kurzfristiger gebucht wird. Granwehr sagt:

«Die Schweizer wollen in die Ferien, sie reisen gerne. So gut kenne ich die Schweizer mittlerweile. Die Buchungswelle wird also noch kommen. Gut möglich, dass wir dann im Sommer sehr viel zu tun haben.»

Während viele Buchungen noch auf sich warten lassen, blieb das Reisebüro Buchs von Stornierungen grossenteils verschont. «Wurde eine Reise in ein Risikogebiet gebucht, bezahlt die Versicherung die Stornogebühren. Storniert ein Kunde aus Angst, das Corona-Virus könnte sich im Zielland bis zum Reisebeginn weiter ausbreiten, bezahlt die Versicherung nicht.»

Wieder zurück ins Zimmer, wenn Flug gestrichen wird

Doch was tun, wenn man in den Ferien ist und die Situation rund um das Corona-Virus verschärft sich? Das Reisebüro Buchs schreibt dazu, dass es seinen Kunden garantiert nicht im Stich lässt. Bei folgendem Szenario könnte unkompliziert geholfen werden: «Wenn wegen des Corona-Virus beispielsweise der Rückflug gestrichen oder verschoben wird, können wir dafür sorgen, dass das bereits ausgecheckte Zimmer wieder bezogen werden kann. So müssen sich die Reisenden nicht um ein neues Zimmer kümmern. Wir würden zudem einen Ersatzflug suchen und unsere Kunden vor Ort betreuen», so Granwehr.

Einen Grund, auf das Reisen ins Ausland zu verzichten, gebe es nicht. Granwehr meint:

«Das Corona-Virus kann sich überall ausbreiten, also auch im Inland.»