Csaba Forro ist Deutschschweizer Meister

Der GC-Spieler setzte sich in Grabs in allen Partien klar durch und hat sich den Turniersieg redlich verdient. Im Spiel um Platz 5 kam es im A-Tableau zu einem Einheimischen-Duell.

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Die Spiele auf dem Squash-Court in Grabs boten viel Spannung. (Symbolbild: Archiv Tagblatt)

Die Spiele auf dem Squash-Court in Grabs boten viel Spannung. (Symbolbild: Archiv Tagblatt)

Im A-Turnier der Deutschschweizer Meisterschaften, die in der Squashanlage Grabs stattfand, kam es in den Halbfinalspielen zu einer Besonderheit. Einerseits duellierten sich Csaba Forro und Yves Mehli vom NLA-Verein Grasshopper Club, im anderen Court kämpfen Dierk Reichle und Dario Bianchi vom Frauenfelder Squashlcub Supernova Seegarten um den Finaleinzug. Im Zürcher Duell setzte sich der Favorit klar durch, Forro gab Mehli mit 3:0 das Nachsehen.

Im Halbfinal zu viel Kraft verbraucht

Bei den Thurgauern kam es zu einer Überraschung. Zwar liegt Bianchi im Ranking nur knapp hinter Reichle, «aber in einem Ernstkampf konnte ich ihn noch nie bezwingen. Das war das erste Mal», freute sich der Frauenfelder über seinen Coup, für den er im Court hart arbeiten musste und viel Kraft liegen liess.

Kraft, die ihm in Endspiel um den Deutschschweizer Meistertitel offensichtlich fehlte. Im zweiten und im dritten Satz sah ich, dass er körperlich und mental müde ist», gibt Forro nach dem Spiel zu Protokoll. Nur im ersten Satz herrschte im Final Spannung, da lautete das Ergebnis 11:9 für den GC-Spieler. Die weiteren Durchgänge gewann Csaba Forro mit 11:4 und 11:5.

«Ich habe einfach volle Pulle gespielt»

Kein Wunder war der Zürcher nach Turnierende rundum zufrieden. Den Titel selbst konnte er jedoch nicht einordnen. Forro bedauert, dass nicht stärkere Spieler teilgenommen haben. «Plötzlich war ich die Nummer eins», beschreibt er. Doch dies nahm er als Ansporn und wollte der Favoritenrolle gerecht werden. «So muss man sich richtig konzentrieren, um zu gewinnen. Es ist ein ganz anderes Spiel, wenn man gewinnen muss.» Einen Turniersieg zu holen, hält er fest, sei immer was Spezielles. An einem Tag sind drei Partien zu absolvieren, «eine Art Fitness, die man im Training nicht kriegt. Deshalb ist es gut, zu spielen».

Dem Druck als Nummer eins des Turniers hielt er im Final mühelos stand. «Ich habe einfach volle Pulle gespielt, sodass sich Bianchi im Court nicht wohl fühlt», beschreibt er seine Taktik. Mit viel Tempo spielt er druck- volles Squash. Forro wusste, dass sein Gegner ein spezielles, also kein traditionelles Spiel hat. Das Heft permanent selber in die Hand zu nehmen, war so gesehen, das richtige Rezept.

Enges Grabser Duell um den fünften Platz

In heimischen Gefilden mussten sich die Grabser im A-Tableau meist geschlagen geben. Im Spiel um Platz fünf ging es im teaminternen Duell aber darum, wer die Grabser Nummer eins wird. Lange Zeit sah es so aus, als wäre dies Pascal Schneider. Er spielte zwei Sätze lang souverän, hatte Gegner Michael Vogel im Griff, gewann mit 11:4 und 11:7. Im dritten Durchgang wendete sich das Blatt. Nun war es Schneider, der mehr Fehler beging und mit 5:11 unterlag. Dramatisch verlief der vierte Satz. Schneider vergab drei Matchbälle, standesgemäss mit einem Fehler unterlag er mit 13:15. Im Entscheidungssatz benötigte der immer sicherer agierende Vogel dann keine Hilfe des Gegners mehr. Beim Stand von 6:6 zog er davon – vier der fünf Punkte in Serie waren Winner.

Im B-Turnier kam es zum Grabser Final zwischen Michael Singer und Michael Ender. Singer setzte sich mit 3:0 (11:3, 12:10, 11:6) klar durch. Im C-Turnier (Gruppenspiele jeder gegen jeden) schwang Sven Stahler (Grabs) oben aus. (kuc)