Covid-19-Impfung
Im Werdenberg liegt die Impfbereitschaft bei rund 48 Prozent, im Toggenburg nur bei 41 Prozent

Im Kanton St. Gallen ist die Bereitschaft zur Covid-19-Impfung in städtischen Gebieten grösser als auf dem Land. Das zeigen Daten aus dem Gesundheitsdepartement, die der «Sarganserländer» veröffentlicht hat.

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Ein Mann laesst sich bei einer Impfstation impfen.

Ein Mann laesst sich bei einer Impfstation impfen.

Elia Bianchi / Keystone

Das St. Galler Gesundheitsdepartement hat auf Anfrage des «Sarganserländers» erstmals Zahlen zur Covid-19-Impfbereitschaft in den einzelnen Regionen des Kantons bereitgestellt. Zwar ermöglichen die gelieferten Werte mit Stichtag 12. August keinen Blick auf das Geschehen in den einzelnen Gemeinden, immerhin weisen sie aber das Impfgeschehen in den verschiedenen Wahlkreisen aus.

Werdenberg und Sarganserland gleichauf

Im Werdenberg waren demnach zum Zeitpunkt der Zahlenerhebung 48,14 Prozent der Bevölkerung einfach oder doppelt geimpft. Gleiches gilt auch für das Sarganserland, dort waren 48,04 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung mindestens einmal geimpft. Die Werte in den beiden Regionen bewegten sich damit praktisch im kantonalen Schnitt. Dieser lag Mitte August bei 49 Prozent.

Zählt man die St. Gallerinnen und St. Galler hinzu, die in einem anderen Kanton geimpft worden sind, lag er bei 51,24 Prozent. In anderen Wahlkreisen zeigen sich indessen deutliche Abweichungen.

St. Gallen und Toggenburg bilden die beiden Enden der Skala

Am impfwilligsten ist die Bevölkerung in der Stadt St. Gallen, wo sich 55,46 Prozent der Bewohnenden impfen liess. Am anderen Ende der Skala steht das Toggenburg: Lediglich 41,14 Prozent waren dort am Stichtag mindestens einmal gepikst. Die Werte in den übrigen Wahlkreisen bewegten sich zwischen 46,12 (Rheintal) und 50,11 Prozent (Rorschach), wobei die Impfbereitschaft im Kanton St. Gallen im Vergleich mit vielen anderen Regionen in der Schweiz eher tiefer ist.

Seitens des Gesundheitsdepartementes hiess es, dass es «ein bekanntes Phänomen» sei, dass die Impfquoten in den Kantonen variieren. Das könne auch bei den Basis-Impfungen beobachtet werden. Auch dort sei die Ostschweiz impfskeptischer als andere Regionen. Zudem sei die Covid-19-Impfung neu. Hier könnte die Unsicherheit gegenüber der Impfung eine Rolle spielen, aber auch die persönliche Haltung bezüglich Schulmedizin und Alternativmedizin.

Impfanmeldungen nehmen zu

Relevant sein dürften auch soziodemografische und sozioökonomische Merkmale. Beispielsweise ist die Impfbereitschaft in städtischen Gebieten grösser als auf dem Land, so das Gesundheitsdepartement.

In der zweiten Augusthälfte haben die Impfanmeldungen im Kanton St. Gallen wieder zugenommen. Am Montag registrierte das kantonale Gesundheitsdepartement die 500 000. verabreichte Impfung, schreibt der «Sarganserländer». (wo)

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