Niederschwellige Angebot: Ein monatlicher Treffpunkt für Krebspatienten und ihre Angehörigen steht vor Eröffnung

In Sargans wird am 12. August im Hotel Post das Onko-Café eröffnet. Verschiedene regionale Einrichtungen realisieren diese neue Angebot

Katrin Wetzig
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Organisatorisch auf Kurs: Petra Guntli, Monika Grünenfelder und Christine Palm (von links) freuen sich darauf, das erste Onko-Café für Krebspatienten und ihre Angehörige in Sargans durchzuführen. Am 12. August findet die Eröffnungsfeier statt.

Organisatorisch auf Kurs: Petra Guntli, Monika Grünenfelder und Christine Palm (von links) freuen sich darauf, das erste Onko-Café für Krebspatienten und ihre Angehörige in Sargans durchzuführen. Am 12. August findet die Eröffnungsfeier statt.

Bild: Katrin Wetzig

Eigentlich hatte das Onko-Café im April bereits offiziell eröffnet werden sollen, doch es kam anders. Die Coronapandemie machte auch den Initiantinnen einen Strich durch die Rechnung.

Nun freuen sich Monika Grünenfelder, (Frauen Arbeitsgemeinschaft Sarganserland, Fags), Petra Guntli (Krebsliga Ostschweiz) und Christine Palm (Psychoonkologie, Psychiatrie Zentrum Werdenberg-Sarganserland), dass ihre gemeinsam gefasste Idee mit allen derzeit erforderlichen Sicherheitsmassnahmen umgesetzt werden kann.

Die Belastung der Betroffenen ist sehr gross

Einmal monatlich sollen Krebspatienten und ihre Angehörigen niederschwellig und im geschützten Rahmen wechselweise die Möglichkeit zu Austausch und Information ebenso finden wie wohltuende, gemeinsame Erlebnisse in der Natur und Zerstreuung. An jedem zweiten Mittwoch im Monat wird von 18 Uhr bis 20 Uhr eine geleitete Veranstaltung angeboten. Coronabedingt ist im Moment noch eine Anmeldung erforderlich, aber der Besuch des Onko- Cafés ist generell kostenlos.

Dies ermöglichen Sponsoren wie die oben genannten Organisationen, ebenso wie die Ortsgemeinden Wartau, Sargans und Pfäfers und die Raiffeisenbanken Werdenberg und Sarganserland wie auch kleinere Einzelspenden. Die Idee kam aus dem Vorstand der Fags und traf bei den beiden Fachfrauen der Krebsliga Ostschweiz und der dem psychoonkologischen Dienst auf Begeisterung.

Dieses Angebot werde eine Lücke füllen, die man bislang einfach noch nicht hatte füllen können, bestätigten Petra Guntli und Christine Palm sinngemäss. Sie beide wissen aus Erfahrung, dass die Belastung für Menschen mit Krebsdiagnose wie für deren Angehörige sehr gross ist.

Einen Rahmen für Erfahrungsaustausch

Das Leben der Betroffenen ist von heute auf morgen aus der Bahn geraten. Während die fachliche Begleitung sehr gut organisiert ist, gibt es für den Austausch unter Betroffenen faktisch kaum Möglichkeiten. Dies soll sich jetzt ändern. Mit Fachvorträgen und gemeinsamen Aktivitäten möchte man Patienten und Angehörigen einen Rahmen für den Erfahrungsaustausch bieten und zugleich durch gemeinsame Erlebnisse die Bedrohlichkeit der Krankheit für kurze Zeit in den Hintergrund zurückdrängen.

Begonnen wird am Mittwoch, 9. September, mit einer Gesprächsrunde. Im Oktober ist eine Städtliführung durch Sargans geplant. Im November folgt ein Fachvortrag zum Thema «Die Fachberatung für ‹Cancer Survivor› (Krebsüberlebende) und die häufigsten Symptome».

Aktuelles auf den verschiedenen Websites

Für Dezember ist mit dem Adventscafé ein gemütlicher Chlaushöck geplant. Informationen findet man jederzeit auf den Websites der Frauen Arbeitsgemeinschaft Sarganserland, der Krebsliga Ostschweiz und der Psychiatrie Dienst Süd oder durch die Fachpersonen.