Clown GeGa: «Das Allergrösste ist, wenn ich meine jüngere Schwester zum Lachen bringen kann»

Durch einen Workshop an der Clownschule fand Angelika Merz aus Buchs ihre Berufung als «Clown GeGa». Die 43-Jährige erzählt, wie sie darauf kam, eine Ausbildung zum Clown zu absolvieren und was sie mit ihren Auftritten erreichen will.

Andrea Müntener-Zehnder
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Hat Talent, andere zum Lachen zu bringen: Angelika Merz aus Buchs als Clown «GeGa». (Bild: PD)

Hat Talent, andere zum Lachen zu bringen: Angelika Merz aus Buchs als Clown «GeGa». (Bild: PD)

Grüezi Frau Merz, wie geht es Ihnen?

Wunderbar. Wir geniessen das Wochenende am Grabserberg im «Mayonäs», wie wir unser Maiensäss liebevoll nennen.

Wie lange wohnen Sie schon im Werdenberg?

Im Werdenberg wohne ich seit eh und je: in Haag, Buchs und Grabs. Seit 16 Jahren sind wir in einem alten Haus in Buchs, welches wir während rund 14 Jahren umgebaut haben, zu Hause. Ich kann mir kaum vorstellen, woanders zu wohnen, in diesem Haus fühlen wir uns pudelwohl.

Womit beschäftigen Sie sich derzeit?

Als «Clown GeGa» bin ich im Pflegeheim tätig.

Mein Clown-Name «GeGa» stammt übrigens von einem ehemaligen Spielgruppenkind. Dieses fand meinen Vornamen Angelika wohl zu schwierig und nannte mich darum Gega.

Ich bin sehr stolz auf diesen passenden Namen. Auch achte ich akribisch auf die «korrekte» Schreibweise: GeGa.

Wie kommt man zur Ausbildung als Clown?

Nach der Ausbildung zur Spielgruppenleiterin wollte ich nochmals etwas anderes erlernen. Schnell merkte ich, dass ich dafür nicht klassisch die Schulbank drücken möchte. In Internet stiess ich auf eine Clownschule in St. Gallen, wo ich mich für einen Wochenendkurs einschrieb. Der Kurs sagte mir total zu. Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich seit Kindsbeinen an der Clown für meine jüngere Schwester, welche geistig behindert ist, spielte. Für mich war – und ist es heute noch – das Allergrösste, wenn ich sie zum Lachen bringen kann. Während des Workshops merkte ich: Wow, ich kann auch andere Leute zum Lachen bringen. Ich besuchte danach eine zweijährige, sehr abwechslungsreiche Ausbildung zum Clown.

Was möchten Sie als «GeGa» erreichen?

Als «Clown GeGa» läuft vieles über Improvisation und Feingefühl. Darunter muss man sich nicht den klassischen Zirkusclown vorstellen.

Meine Tätigkeit besteht vor allem aus therapeutischen Elementen.

Gerne möchte ich den Leuten, denen es nicht so gut geht wie mir, als «GeGa» erheitern, ihnen Zeit schenken und ein offenes Ohr für sie haben.