Chance der Renovation nutzen

Diakon Ruedi Eggenberger, der auch Mitglied der Baukommission ist, sprach über die Vision des Konvents.

Corinne Hanselmann
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Diakon Ruedi Eggenberger, der auch Mitglied der Baukommission ist, sprach über die Vision des Konvents. Eine Kirche sei mehr als einfach ein Gebäude. «Ist Kirche nicht auch Taufen, Trösten, Sonntagsschule, Konfirmandenunterricht, Abendmahlfeiern, Singen, Lagerleben und Mittagstisch?», fragte er die Anwesenden. Kirche bedeute für jeden etwas anderes. «Wer in der Kirche Stille sucht, erhofft sich dort vielleicht eine gemütliche Ecke. Wer in der Kirche Anregung finden möchte, sucht vielleicht ein Bild, das zur Mediation einlädt. Wer Gemeinschaft sucht, erhofft sich einen Platz, wo man im Kreis zusammensitzen kann. Und wer Trost sucht, erhofft sich einen Platz, wo er seinen Kummer aufschreiben und eine Kerze anzünden kann.»

Was gewinnt man mit mehr Platz, was verliert man?

Die Kirchenrenovation sei eine Notwendigkeit, könne aber auch eine Chance sein. Warum nicht die Chance nutzen und Raum schaffen für neue Ideen der nächsten Generation, die den Glauben vielleicht gerne anders gestalten möchte, als wir es uns gewöhnt sind? «Die Frage ist, was gewinnen wir mit mehr Platz und was verlieren wir mit mehr Platz?» Man befinde sich mitten in einem Prozess und die Meinung der Kirchbürger sei wichtig.

«Wir wollen wissen, was ihr denkt, wie man hier in 20 oder 30 Jahren Gottesdienste feiert.»

Man wolle nicht, dass in einem, fünf oder zehn Jahren jemand komme und sage «warum hat man nicht», «hätte man doch» oder «man müsste doch».

Der Konvent hat auch diskutiert, was für Anlässe möglich wären in einer Kirche ohne Bänke und damit mehr Platz und Flexibilität. So könnten beispielsweise Bildvernissagen, spezielle Chorkonzerte oder Theater stattfinden oder Gottesdienste in einem grossen Kreis gefeiert werden. «Es würde ein neuer Kulturraum für Sax entstehen», so Eggenberger.