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Buchser Zentrum: Zwischennutzung ist eine Alternative zum Leerstand

Der Leidensdruck durch leer stehende Geschäftsräume bei den Eigentümern im Buchser Zentrum ist nicht sehr hoch. Gleichwohl ist für einige eine temporäre Zwischennutzung eine Option.
Heini Schwendener
Für das Image und fürs Geschäft ist es gut, wenn es in einem Einkaufszentrum möglichst wenig leer stehende Läden gibt. (Bild: Heini Schwendener)

Für das Image und fürs Geschäft ist es gut, wenn es in einem Einkaufszentrum möglichst wenig leer stehende Läden gibt. (Bild: Heini Schwendener)

Zwei Befragungen der Eigentümer von Geschäftsliegenschaften im Zentrum von Buchs vermitteln ein grundsätzlich gutes Bild. Die meisten glauben an die Zukunft des Standortes Buchs, sie orten wenig Umbau- und Renovationsbedarf und sie helfen und organisieren sich selber bei Problemen. Zu diesen gehören etwa leer stehende Flächen. Der Leerstand ist zwar nicht besorgniserregend (vgl. Titelseite), trotzdem sind Mieter, Eigentümer und auch die Stadt der Meinung, dass dagegen etwas getan werden muss.

Die Ergebnisse der Befragungen präsentierte Stadtpräsident Daniel Gut am Freitagmittag. Für 51 Prozent der 40 Eigentümer, die an der Umfrage teilgenommen haben, ist die Liegenschaft im Zentrum ein Renditeobjekt, 12 Prozent nutzen sie selbst und beim Rest liegt eine gemischte Nutzung vor. Für Daniel Gut ist klar, dass der Leidensdruck der Eigentümer zurzeit nicht besonders gross ist. Bei Leerständen sind nur 47 Prozent der Eigentümer bereit, Hand zu bieten für temporär vergünstigte Zwischennutzungen. Grundsätzlich streben sie eher dauerhafte, nachhaltige Vermietungen an.

Eine zentrale Stelle würde begrüsst

Auf die Frage, ob sie eine Unterstützung im Bereich der Bewirtschaftung durch eine zentrale Stelle bzw. Plattform begrüssen würden, sagten 64 Prozent Ja. 50 Prozent gaben an, diese dann auch zu nutzen. 60 Prozent der Eigentümer, die den Fragebogen ausgefüllt haben, würden eine aktive Vermittlung von Zwischennutzungen durch eine zentrale Plattform begrüssen. Geht es allerdings darum, Rahmenvereinbarungen zu Zwischennutzungen auszuhandeln oder abzuschliessen, wollen 60 Prozent der Eigentümer das Heft nicht aus der Hand geben.

Auf finanzielle Unterstützung seitens der Eigentümer könnte eine zentrale Stelle oder Plattform kaum zählen, denn nur 15 Prozent wären bereit, daran einen Beitrag zu leisten.

Zwischennutzungen können eine Chance sein

Ist es besser, wenn ein Verkaufsgeschäft leer steht, oder wenn es durch vergünstigte Mietzinsen einer temporären Zwischennutzung zugeführt wird? Leere Verkaufsflächen in einem städtischen Zentrum wirken sich negativ aus, davon sind alle überzeugt. Isabel Schorer, Leiterin der Standortförderung der Stadt St. Gallen, zeigte anhand ihrer Erfahrungen mit dem Leerstands-Management auf, dass Zwischennutzungen durchaus eine Chance sein können.
Leerstände in städtischen Zentren, Frequenzrückgänge und Umsatzverluste seien heute fast überall Realität, sagte Isabel Schorer. Daher sei es wichtig, die Grundeigentümer zu sensibilisieren. Die Stadt St. Gallen hat zehn Massnahmenfelder definiert, eines davon ist die temporäre Zwischennutzung von leer stehenden Flächen. Viele Eigentümer hätten Berührungsängste zu Zwischennutzungen und liessen die Verkaufsräume daher lieber leer. Die Stadt hat einen Leitfaden für die vereinfachte Zwischennutzung für Anbietende und Nutzende geschaffen.

Isabel Schorer verwies in ihrem Referat auf die Plattform popupshops.com, «eine Art Airbnb», die dem Eigentümer die Arbeit mit Verträgen abnimmt. Daniel Gut regte in der Diskussion an, den Pop-up-shops-Chef einmal nach Buchs einzuladen, um das Geschäftsmodell vorzustellen. Ausserdem versprach er nach entsprechenden Anregungen aus den Eigentümer-Kreisen, Verfahren für Zwischennutzungen wo möglich zu vereinfachen und den Ermessensspielraum zu Gunsten einer Lösung zu nutzen, die verhindert, dass eine Verkaufsfläche leer bleibt. Harry Müntener stellte abschliessend Buchs Marketing und die geplanten Aktivitäten vor.

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