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Buchser Firma Dow schliesst bis Ende Jahr - 65 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle

Das Konsultativverfahren hat keine Lösungsvorschläge ergeben, welche die Dow Europe GmbH davon abbringen, die Produktion in Buchs auslaufen zu lassen. Rund 65 Mitarbeitende werden ihre Stelle verlieren.
Heini Schwendener
Der Zeitpunkt rückt näher, wann die Tore des Dow-Werks im Buchser Ochsensand für immer geschlossen bleiben. (Bild: Heini Schwendener)

Der Zeitpunkt rückt näher, wann die Tore des Dow-Werks im Buchser Ochsensand für immer geschlossen bleiben. (Bild: Heini Schwendener)

Als der W&O am 19. Dezember 2018 darüber berichtete, dass das Chemieunternehmen Dow Europe GmbH beabsichtige, auf Ende 2019 die Produktion am Standort in Buchs auslaufen zu lassen, bestand noch etwas Hoffnung. Damals wurde nämlich das Konsultativverfahren gestartet, das im Fall einer bevorstehenden Massenentlassung zwingend ist.

Inzwischen ist aber klar, dass die möglichen Verbesserungsmassnahmen seitens der Belegschaft die Firmenleitung nicht umstimmen konnten. Csilla Magyar, Mediensprecherin der Dow Europe GmbH mit Sitz in Horgen schreibt auf Anfrage des W&O: «Das Unternehmen hat alle Vorschläge geprüft und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: Selbst wenn alle Massnahmen umgesetzt würden, könnten damit die Marktdynamiken und Veränderungen der Kostenstrukturen, die zu der Absicht den Standort zu schliessen geführt hatten, nicht ausgeglichen werden.»

Bei der Stellensuche unterstützen

Das Unternehmen, das zum Chemiegiganten DowDuPont gehört, hat daher die Entscheidung getroffen, die Produktion in Buchs bis Ende 2019 einzustellen. Durch die Aufspaltung der DowDuPont-Gruppe übernimmt DuPont den Standort Buchs ab April.

Gemäss Auskunft von Csilla Magyar können sich die rund 65 Mitarbeitenden des Standortes Buchs für Stellen an anderen Standorten, inklusive Horgen, bewerben. Allerdings schränkt sie auch gleich ein: «Aufgrund der unterschiedlichen Stellenprofile ergeben sich jedoch nicht unbedingt passende Möglichkeiten.» Durch die Einstellung der Produktion verlieren bis Ende dieses Jahres rund 65 Angestellte des Chemieunternehmens ihre Stelle. Den Mitarbeitenden, die davon betroffen seien, werde das Unternehmen eine Versetzung, Vorruhestandsregelung oder eine Abfindungszahlung anbieten.
Csilla Magyar versichert auch: «Wir arbeiten mit dem örtlichen RAV (Regionales Arbeitsvermittlungszentrum) zusammen. Ausserdem ermöglichen wir den Mitarbeitenden die Teilnahme an einer Outplacement-Beratung, um sie bei der Stellensuche zu unterstützen.»

DowDuPont mit weltweit 98000 Mitarbeitenden produziert in Buchs Inhaltsstoffe (Biozid-Formulierungen), die z. B. in der farben- und der holzverarbeitenden Industrie oder bei der Herstellung von Kosmetik zum Einsatz kommen. Ende Jahr geht in Buchs ein Stück Industriegeschichte zu Ende. Die Ursprünge des Chemieunternehmens im Ochsensand gehen zurück ins Jahr 1957, als die Acima AG für chemische Industrie gegründet wurde.

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