Buchs
«Von Ihnen ist sicher niemand auf dem Holzweg»: Wie Regierungsrat Beat Tinner die WorldSkills-Teilnehmer beehrte

Am Samstagmittag war es endlich so weit, gespannt warteten die zwölf Zimmermänner, die sich seit Dienstag in einem berufssportlichen Wettkampf gemessen haben, auf die Rangverkündigung.

Heini Schwendener
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Die besten Drei der SwissSkills in Buchs: Severin Lanter (Sieger, Mitte), Dominik Brülisauer (2., links) und Jan Wechsler (3., rechts).

Die besten Drei der SwissSkills in Buchs: Severin Lanter (Sieger, Mitte), Dominik Brülisauer (2., links) und Jan Wechsler (3., rechts).

Bilder: Heini Schwendener

Vor der Bekanntgabe des Siegers und der fünf für das Nationalteam nominierten jungen Berufsleute noch einige Ansprachen. Der Wartauer Regierungsrat Beat Tinner startete sein Grusswort mit dem Stichwort:

«Holz ist gut, wenn es nur zum rechten Zimmermann kommt.»
Regierungsrat Beat Tinner (links) begutachtet zusammen mit Rolf Pfeiffer (Mitte) von der Werdenberger Wirtschaftsorganisation und Jürg Hugener vom Dachverband Holzbau Schweiz die Arbeiten der SwissSkills-Teilnehmer.

Regierungsrat Beat Tinner (links) begutachtet zusammen mit Rolf Pfeiffer (Mitte) von der Werdenberger Wirtschaftsorganisation und Jürg Hugener vom Dachverband Holzbau Schweiz die Arbeiten der SwissSkills-Teilnehmer.

An die Adresse der World-Skills-Teilnehmer sagte Tinner: «In ihrem Fall ist das Holz mit Sicherheit in die richtigen Hände geraten.»

Fünf für das Nationalteam

An den SwissSkills in Buchs haben sich die fünf Bestplatzierten für das Nationalteam der Zimmermänner qualifiziert. Im 22 Stunden dauernden Wettbewerb belegten sie die ersten fünf Plätze: Severin Lanter, Biessenhofen (TG); Dominik Brülisauer, Haslen (AI); Jan Wechsler, Hergiswil (LU); Johannes Taeschler, Oberuzwil (SG); Yannis Freiburghaus, Eschert (BE). Pascal Eigenmann aus Andwil, der zweite St. Galler, belegte Rang 9, und Janik Hinterberger, Ohmstal (LU), der seine ersten Lebensjahre in Sennwald verbracht hatte, kam auf Rang 11. (she)

Eigentlich hätten alle den Sieg verdient

Tinner, wie im Übrigen auch alle anderen Redner, zeigte sich tief beeindruckt von der Arbeit, welche die zwölf jungen Zimmermänner in Buchs abgeliefert haben. Eigentlich hätten alle den Sieg verdient, so der allgemeine Tenor. Dass unter den Kandidaten zwei St. Galler dabei waren, freute den Volkswirtschaftsdirektor, in dessen Zuständigkeitsbereich auch der Wald gehört, ganz besonders. Beat Tinner strich die Vielseitigkeit des natürlichen Rohstoffs Holz hervor und verwies auf dessen ökologische wie ökonomische Vorteile. Den jungen Zimmermännern sagte er:

«Sie sind Aushängeschilder einer aufstrebenden Branche. Von Ihnen ist sicher niemand auf dem Holzweg.»

Bei der Schlussfeier der SwissSkills am Samstag in Buchs wurden die lokalen Veranstalter um Rolf Pfeiffer von der Werdenberer Wirtschaftsorganisation (WWO) mit sehr viel Lob eingedeckt. Urs Dörig, Chef des Nationalteams der Zimmerleute, sagte gegenüber dem W&O:

Urs Dörig, Chef des Nationalteams.

Urs Dörig, Chef des Nationalteams.

«Die Wertschätzung seitens des OK in Buchs war sehr gross.»

Der Aufenthalt im Werdenberg werde den Teilnehmern und den Betreuern in bester Erinnerung bleiben. Noch selten sei ihnen bei den SwissSkills-Austragungen so viel Goodwill und Wertschätzung seitens des OK, der Austragungsstätten – in Buchs war es das BZB – und der politischen Behörden zuteil geworden, sagte Dörig.

Auf Wiedersehen an der Wiga 2023

Insofern freue er sich bereits darauf, wenn in zwei Jahren die SwissSkills auch wirklich an der Wiga stattfinden werden.

Eigentlich hätten ja auch die SwissSkills 2021 während der Wiga stattfinden sollen, doch die Messe ist leider Corona zum Opfer gefallen. Dass die WWO den Anlass trotzdem durchgeführt hat, rechnet ihr das Nationalteam hoch an.

Gute Infrastruktur, schönes Rahmenprogramm

Rolf Pfeiffer und sein Team haben sich bewährt, das bestätigten auch etliche der zwölf jungen Zimmermänner, die den Wettkampf, die gute Infrastruktur und das vielseitige Rahmenprogramm der WWO genossen haben. Dass am Schluss sogar noch alle mit einer Motorsäge beschenkt wurden, war eine freudige Überraschung. Regierungsrat Beat Tinner sagte an der Schlussfeier, die SwissSkills hätten sich mit Buchs einen guten Ort ausgesucht. In der Region gebe es inzwischen unzählige Holzbauten mit Leuchtturmcharakter, «das ist ein Zeichen der Leistungsstärke der regionalen Holzbauunternehmer.»

Zu den Gratulanten der jungen Zimmermänner, die während fünf Tagen in Buchs ihr ausserordentliches Können unter Beweis gestellt hatten, gehörten auch der Buchser Stadtpräsident Daniel Gut und Jürg Hugener vom Dachverband Holzbau Schweiz.

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