Buchs
Stadtrat bedauert Kündigung des KOJ-Leiters und setzt sich für eine neutrale und lückenlose Aufarbeitung der Vorgänge ein

Markus Büchel, Abteilungsleiter des Kompetenzzentrums Jugend der Sozialen Dienste Werdenberg, wurde entlassen und freigestellt. Der Buchser Stadtrat ist überrascht über diesen Personalentscheid.

Heini Schwendener
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Der Buchser Stadtrat sagt, Markus Büchel habe Ausserdordentliches geleistet, nicht nur für Buchs, sondern für die ganze Region.

Der Buchser Stadtrat sagt, Markus Büchel habe Ausserdordentliches geleistet, nicht nur für Buchs, sondern für die ganze Region.


Bild: Mareycke Frehner

(wo) Der Stadtrat Buchs schreibt in einer Mitteilung, er habe die jüngste Medienberichterstattung über die erfolgte Kündigung und Freistellung von Markus Büchel, Abteilungsleiter des Kompetenzzentrums Jugend (KOJ) der Sozialen Dienste Werdenberg (SDW), mit grossem Bedauern zur Kenntnis genommen. Im Schreiben des Stadtrates heisst es:

«Markus Büchel hat über viele Jahre die offene Jugendarbeit und die Schulsozialarbeit massgeblich geprägt – und allseits anerkannt Ausserordentliches geleistet, nicht nur für Buchs, sondern für die ganze Region.»

In den sozialen Medien gab es verschiedentlich Stimmen, welche die Stadt Buchs für den Fall SDW verantwortlich machten und die Stadt Buchs zum Handeln aufforderten.

Es ist aber so, dass alle sechs politischen Gemeinden der Region Werdenberg den Verein SDW zur Führung der Fachstellen Sozial- und Suchtberatung, der Berufsbeistandschaft sowie des KOJ für die Region Werdenberg beauftragt haben. Die SDW ist, wie ihr Name schon sagt, eine regionale Organisation, die in Buchs ihr Domizil hat.

Überraschender Personalentscheid für den Stadtrat

Der für Personalentscheide zuständige Vereinsvorstand setze sich aus je einer Vertretung aus den Räten der Politischen Gemeinden des Werdenbergs zusammen, heisst es in der Mitteilung der Stadt Buchs, und weiter:

«Es ist denn auch der Vereinsvorstand, welcher den auch für den Stadtrat Buchs sehr überraschenden Personalentscheid getroffen hat.»

Der Stadtrat Buchs habe Verständnis für das Anliegen, dass die genauen Umstände, die zur Kündigung und Freistellung führten, geklärt werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Buchser Stadtrat werde sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für eine neutrale und lückenlose Aufarbeitung des Geschehenen einsetzen.

Der Stadtrat betont aber auch, dass eine vertiefte Information in der Verantwortung des Vereinsvorstands der Sozialen Dienste Werdenberg liege.

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