Stadtrat Buchs

Die FDP freut sich über den Sitzgewinn, die SP spricht von einer «bitteren Niederlage», und die SVP sieht viel Arbeit vor sich

Die vier Kandidierenden für den Buchser Stadtrat, die bereits beim ersten Wahlgang das beste Resultat erzielten, das absolute Mehr aber verpasst haben, wurden im zweiten Wahlgang gewählt.

Heini Schwendener
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Petra Näfi-Rissi (FDP) ist die erste gewählte Stadträtin von Buchs.

Petra Näfi-Rissi (FDP) ist die erste gewählte Stadträtin von Buchs.

Bild: PD

Das beste Resultat bei den Buchser Stadtratswahlen erzielte Petra Näf-Rissi (FDP) mit 1734 Stimmen. Ihr folgten Markus Hofmänner (CVP) mit 1529 Stimmen, Parteikollege Andreas Schwarz mit 1320 Stimmen und Fred Rohrer (parteilos) mit 1154 Stimmen.

Neu in den Stadtrat gewählt (von oben links im Uhrzeigersinn): Petra Näf-Rissi, Markus Hofmänner, Fred Rohrer, Andreas Schwarz.

Neu in den Stadtrat gewählt (von oben links im Uhrzeigersinn): Petra Näf-Rissi, Markus Hofmänner, Fred Rohrer, Andreas Schwarz.

Bild: PD

Gemeindewahlen Buchs 2. Wahlgang Stadtrat

Anzahl Stimmen der Kandidierenden - Stadtrat
Petra Näf
FDP
1 734
Markus Hofmänner
CVP
1 529
Andreas Schwarz
FDP
1 320
Fred Rohrer
parteilos
1 154
Verfügbare Sitze: 4
Michel Bokstaller
SVP
1 047
Pia Zurbrügg
SP
1 032
Rolf Pfeiffer
parteilos
899
Werner Leuzinger
parteilos
401

Im Buchser Stadtrat sitzen künftig zwei Parteilose. Fred Rohrer hat es im zweiten Wahlgang geschafft, er erhielt 1154 Stimmen. Die CVP hat ihren bisherigen Sitz mit einem neuen Kandidaten halten können. Nicht aufgegangen ist die Rechnung für die SVP und die SP. SVP-Kandidat Michel Bokstaller kam auf 1047 Stimmen, die SP-Kandidatin Pia Zurbrügg auf 1032. Chancenlos waren die Kandidaturen von Rolf Pfeiffer (parteilos, 899 Stimmen) und Werner Leuzinger (parteilos, 401 Stimmen).

Grosse Freude bei der FDP

Andreas Schwarz hat gleich doppelt Grund zur Freude. Die FDP Buchs, die er präsidiert, hat ihr Wahlziel erreicht und einen zusätzlichen Sitz im Stadtrat gewonnen. Er selber ist einer der Gewählten, neben seiner Parteikollegin Petra Näf-Rissi. Andreas Schwarz sagt gegenüber dem W&O:

«Wir sind mit dem Ziel angetreten, einen zusätzlichen Sitz zu gewinnen. Das ist uns gelungen, wir konnten die Wählerinnen und Wähler überzeugen.»

Der Wahlerfolg sei eine Bestätigung für die Wahlstrategie der Partei. Besonders freut Schwarz auch, dass die FDP mit Petra Näf-Rissi nun zwei Frauen in der Exekutive hat, denn Katrin Frick ist auch eine FDP-Politikerin. Sie musste aber nicht als Stadträtin gewählt werden, sondern als Schulpräsidentin. Als solche wurde sie im ersten Wahlgang im September problemlos wiedergewählt.

Andreas Schwarz ist dankbar für den fairen Wahlkampf und gratuliert allen Gewählten zum Erfolg. Gefreut hat ihn auch das grosse Interesse an den Stadtratswahlen. Diesmal gab es im ersten Wahlgang zehn Kandidierende für die fünf Sitze, im zweiten Wahlgang acht Kandidierende für die vier noch freien Sitze. Das sei Ausdruck eines wachen Bürgersinns, sagt Schwarz.

«Eine bittere Niederlage» für die SP

«Das ist für uns eine bittere Niederlage», kommentiert SP-Präsidentin Barbara Gähwiler das Wahlresultat. Die SP wird künftig keinen Stadtrat mehr stellen. Ihr bleibt aber immerhin der Trost, dass sie mit Stadtpräsident Daniel Gut noch immer das höchste Amt in der Exekutive inne hat. Barbara Gähwiler führt das schlechte Resultat bei den Stadtratswahlen auch darauf zurück, dass die Kandidierenden keinen Wahlkampf mit Podien und dergleichen führen konnten. Barbara Gähwiler sagt:

«So konnte Pia Zurbrügg, unsere kompetente Kandidatin, nie ihre Positionen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.»

So hätte letztlich wohl auch Wahlwerbung eine wichtige Rolle gespielt, sagt Gähwiler, «doch mit den Inseraten konnten wir mit der FDP nicht mithalten.» Ein kleiner Trost bleibt der SP immerhin: Der neue Stadtrat Fred Rohrer (parteilos) werde wohl in einzelnen Themen durchaus auch die Position der SP vertreten.

SVP nach 16 Jahren nicht mehr im Stadtrat

SVP-Präsident Mario Schlegel gratuliert allen Gewählten und wünscht ihnen eine gute Arbeit im Stadtrat. Dort wird seine Partei nach 16 Jahren erstmals nicht mehr vertreten sein. Schlegel sagt:

«Da liegt also viel Arbeit vor uns bis zu den nächsten Wahlen.»

Er ist überzeugt, dass die SVP mit Michel Bokstaller einen guten Kandidaten mit einem breiten Leistungsausweis ins Rennen geschickt habe. Dass die Partei also nicht erfolgreich war, habe nichts mit dem Kandidaten zu tun. «Wir sind nun gespannt auf die Ressortaufteilung.» Die SVP werde die Buchser Politik fortan gut beobachten und von aussen intervenieren, falls dies nötig werde.

Von der CVP war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Sie wird aber zufrieden sein, hat sie doch ihren bisherigen Sitz von Hansruedi Bucher im Stadtrat trotz grosser Konkurrenz mit Markus Hofmänner verteidigen können. Neu im Stadtrat nimmt mit Fred Rohrer ein zweiter Parteiloser Einsitz.