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Nach einem Jahr Unterbruch wagt sich das Werdenberger Kleintheater Fabriggli erneut an eine Eigenproduktion

Die Zeichen stehen gut, dass im November dieses Jahres die Eigenproduktion des Fabriggli durchgeführt wird. Nach dem coronabedingten Ausfall im Jahr 2020 ist das Fabriggliteam «hoch motiviert» und konnte zudem mit dem Liechtensteiner Thomas Hassler einen neuen Regisseur verpflichten.

Alexandra Gächter
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Die letzte Eigenproduktion fand 2019 statt. Dieses Jahr wird es voraussichtlich wieder eine geben.

Die letzte Eigenproduktion fand 2019 statt. Dieses Jahr wird es voraussichtlich wieder eine geben.

Bild: Sabine Büsser, 3. November 2019

Ursprünglich war vorgesehen, das abgesagte Stück von 2020 zu spielen. «Die Coronalage war jedoch Anfang 2021 ebenfalls unsicher, so dass wir nicht einschätzen konnten, ob und wie die Grenzen passierbar bleiben. Da die Regisseurin aus Vorarlberg stammt, haben wir mit ihr zusammen beschlossen, ihr Engagement zu verschieben», sagt Kühne.

Ein Stück mit fünf Rollen

Da auch nicht klar war, wie viele Personen zusammen auf der Bühne stehen dürfen, hat sich das Fabriggli für ein Stück mit fünf Rollen entschieden. Unabhängig von Corona sei es immer eine aufwendige Arbeit, passende Schauspielerinnen und Schauspieler zu finden.

Das ausgewählte Theaterstück heisst «Zusammen ist man weniger allein», stammt von Anna Gavalda und wurde von Anna Bechstein dramatisiert. Das Stück war bereits 2020 in der engeren Auswahl.

Thomas Hassler führt erstmals Regie im Fabriggli

Regie in dieser Beziehungskomödie führt der Liechtensteiner Schauspieler Thomas Hassler. Vor allem dem Liechtensteiner Publikum ist Thomas Hassler dank unzähligen Auftritten in den vergangenen 40 Jahren beim Theater Karussell, beim TAK, bei der Taff-Theaterproduktion, den Festspielen Burg Gutenberg und den Operetten Vaduz und Balzers ein Begriff. Im Werdenberger Kleintheater Fabriggli führt er das erste Mal Regie.

Proben ab August, Aufführungen im November

Ab 15.August proben die Darstellerinnen und Darsteller an zwei Abenden in der Woche. «Da wir eine kleine Gruppe sind, und auch zu Beginn nicht immer alle zur Probe erscheinen müssen, werden wir unter Einhaltung der erforderlichen Schutzmassnahmen hoffentlich die Proben plangemäss aufnehmen können», so Kühne.

Die Aufführungen sind für November geplant. Mehr oder weniger ist das Fabriggli im Zeitplan. Ruth Kühne sagt:

«Unabhängig von Corona gibt es bei einer solchen Produktion immer mal Verzögerungen.»
Da war die Welt noch in Ordnung: Im November 2019 spielte das Fabriggli letztmals eine Eigenproduktion der Erwachsenen. Im Jahr 2020 musste ausgesetzt werden, die Produktion im Jahr 2021 ist noch unsicher, wird aber motiviert in Angriff genommen.

Da war die Welt noch in Ordnung: Im November 2019 spielte das Fabriggli letztmals eine Eigenproduktion der Erwachsenen. Im Jahr 2020 musste ausgesetzt werden, die Produktion im Jahr 2021 ist noch unsicher, wird aber motiviert in Angriff genommen.

Bild: Sabine Büsser, 3. November 2019

Die Produktionsleiterin sagt weiter, dass die Aufführungen voraussichtlich auch dann stattfinden werden, wenn die Anzahl Zuschauer erneut beschränkt wird. «Eine Verschiebung nach hinten im Veranstaltungskalender wird nicht in Frage kommen. Die Verträge für Gastspiele sind gemacht und können nicht aufgelöst werden.»

Fabriggliteam ist optimistisch und plant voller Zuversicht – trotz der unsicheren Lage. «Es ist jedes Jahr spannend zu erleben, wie viel Engagement und zeitlichem Aufwand alle Mitwirkenden in die Produktion stecken, damit am Schluss aus einer Idee ein lebendiger und hoffentlich unterhaltsamer Theaterabend wird.»