Buchs
Mit der Einweihung ihres Kirchgemeindehauses hat sich die evangelische Kirche Buchs einen grossen Wunsch erfüllt

«Es ist ein gutes Gefühl, wenn ein Gebäude ohne Schulden eingeweiht werden kann, dies ist ein enkeltaugliches Vorgehen», so Heiner Graf, Vertreter der Kantonalkirche an der Einweihung des evangelischen Kirchgemeindehauses am Freitagabend.

Adi Lippuner
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Kivo-Präsident Daniel Lämmler, die Architekten Fernando Sani und Max Zeller, Heiner Graf, Vertreter der Kantonalkirche, Yves Bolis, Vorsitzender der Baukommission und Pfarrer Patrick Siegfried (von links) vor dem neuen evangelischen Kirchgemeindehaus in Buchs.

Kivo-Präsident Daniel Lämmler, die Architekten Fernando Sani und Max Zeller, Heiner Graf, Vertreter der Kantonalkirche, Yves Bolis, Vorsitzender der Baukommission und Pfarrer Patrick Siegfried (von links) vor dem neuen evangelischen Kirchgemeindehaus in Buchs.

Bild: Adi Lippuner

Stadtrat Andreas Schwarz überbrachte die Grüsse der Standortgemeinde und betonte, dass dieser neue Ort der Gemeinschaft als Bereicherung gesehen werde. «Die Umsetzung der besten Ideen braucht oft viel Zeit, werden doch Pläne begutachtet, verworfen und wieder neu in Angriff genommen. Doch wie das Gebäude heute dasteht, ist es eine räumliche und örtliche Attraktivität für unsere Stadt.» Das Kirchgemeindehaus vermittle Wärme und Offenheit und dies sei gerade in der heute nicht ganz einfachen Zeit äusserst wichtig.

Kivo-Präsident Daniel Lämmler: Stolz und dankbar

Daniel Lämmler, Präsident der Kirchenvorsteherschaft (Kivo) stellte in seiner Ansprache die Frage in den Raum, ob die Verantwortlichen nun stolz auf das Erreichte sein dürfen oder ob Dankbarkeit im Mittelpunkt stehen sollte.

«Geht es um die Realisierung des Projekts und die lange Vorbereitungszeit von über fünf Jahrzehnten, dürfen wir sicher stolz sein. Denn unzählige Menschen haben sich eingebracht, haben an der Front und im Hintergrund gearbeitet und waren an der Umsetzung beteiligt.»

Mit strahlenden Augen begrüsste Pfarrer Patrick Siegfried die Gäste. Zusammen mit dem Mitarbeiterteam durfte er die neuen Räume beziehen, kann sich nun über ein Büro, den Seelsorgeraum, Besprechungsmöglichkeiten und Begegnungsräume für verschiedene Generationen freuen. Auch das verantwortliche Architektenteam mit Max Zeller und Fernando Sani erhielt zahlreiche Komplimente für den Bau mit drei unterschiedlichen hohen Teilen und dem verbindenden Element einer inneren Gasse.

Kivo-Präsident Daniel Lämmler (rechts) erklärt die besonderen baulichen Vorkehrungen, welche beim Musikraum umgesetzt wurden.

Kivo-Präsident Daniel Lämmler (rechts) erklärt die besonderen baulichen Vorkehrungen, welche beim Musikraum umgesetzt wurden.

Bild: Adi Lippuner

Markantes Gebäude für alle Generationen

Waren bisher die Räumlichkeiten für Begegnungen aber auch für die Mitarbeitenden der evangelischen Kirchgemeinde in der Stadt Buchs verteilt, bündelt sich nun alles direkt neben der Kirche. Ein markantes Gebäude mit drei Teilen und einer inneren Verbindung wurde zum Haus für alle Generationen, bietet Platz für Begegnungen und das Mitarbeiterteam.

Yves Bolis, Vorsitzender Baukommission, Heiner Graf, Kantonalkirche, und Ehefrau Heidi Graf (von links), bewundern die grosszügigen Räume.

Yves Bolis, Vorsitzender Baukommission, Heiner Graf, Kantonalkirche, und Ehefrau Heidi Graf (von links), bewundern die grosszügigen Räume.

Bild: Adi Lippuner

Mit der offiziellen Einweihung am Freitagabend konnte nach langer Vorbereitungszeit das Ziel erreicht werden, welches bereits 1965 anvisiert wurde. Damals erhielten die Verantwortlichen den Auftrag, Bauland zu beschaffen, um ein Kirchgemeindehaus zu bauen. «Dass es 56 Jahre bis zur Verwirklichung dieser Pläne dauern sollte, dachte damals wohl niemand», so der Tenor anlässlich der festlichen Einweihung.

Weitsichtig geplant und gespart

Der grosszügige Raum zwischen Saal und Küche.

Der grosszügige Raum zwischen Saal und Küche.

Bild: Adi Lippuner

Mit Dankbarkeit blicken die Verantwortlichen, besonders Kirchgemeindepräsident Daniel Lämmler, auf die weitsichtige Handlungsweise der Amtsvorgänger zurück.

«Für mich wäre es unvorstellbar, ein Projekt zu realisieren, bei dem Schulden gemacht werden müssten. Die evangelische Kirchgemeinde stand finanziell stets gut da, dank der Bereitschaft der Kantonalkirche, aus dem Finanzausgleich einen Beitrag von 2,4 Mio. Franken zu leisten, konnte das Ziel erreicht werden.»

An der Kirchbürgerversammlung 2019 erhielt das Vorhaben uneingeschränkte Zustimmung. Dank Eigenmitteln der Kirchgemeinde in der Höhe von 1,84 Millionen Franken, den Mehreinnahmen aus der Steuererhöhung während vier Jahren von 560000 Franken und 300000 Franken Reserven aus Eigenmitteln konnte die Finanzierung sichergestellt werden.

Ein Blick von oben auf die innere Gasse als verbindendes Element der drei Kuben.

Ein Blick von oben auf die innere Gasse als verbindendes Element der drei Kuben.

Bild: Adi Lippuner

Drei Kuben und eine Gasse

as Gebäude spricht durch seine, auf den ersten Blick verspielte Form, an. Drei unterschiedlich hohe Kuben und die überdachte Gasse bieten Raum für Begegnungen und dies direkt neben der Kirche. Ein grosszügiger Saal mit der dazu gehörenden Infrastruktur, ein Musikraum, in den nach Herzenslust geprobt werden kann, ohne dass die übrigen Nutzer des Gebäudes gestört werden, im Obergeschoss der Jugendraum, erschlossen über einen separaten Zugang, die Büroräume für das Mitarbeiterteam und ein liebevoll eingerichteter Seelsorgeraum finden Platz in den drei Kuben.

Architekt Max Zeller und Marlene Bonderer, Kivo-Mitglied, an der Besichtigung.

Architekt Max Zeller und Marlene Bonderer, Kivo-Mitglied, an der Besichtigung.

Bild: Adi Lippuner

Während sich am Freitagabend die offiziellen Gäste und Mitarbeitenden am Gebäude erfreuten, sich musikalisch von Marco Schädler verwöhnen liessen und die kulinarischen Köstlichkeiten des Teams Walter geniessen durften, stand das Gebäude am Wochenende für die Bevölkerung offen

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