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Schlackenaufbereitungsanlagen in Buchs und Sennwald werden für 7,4 Millionen Franken erneuert

Der Verein für Abfallentsorgung Buchs kann auf ein ebenso ereignis- wie erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken. Das Fernwärmenetz hat nun auch Schaan erreicht und die Stromabgabe ans Netz konnte optimiert werden.
Heini Schwendener
VfA-Delegierte lassen sich die Schlackenaufbereitungsanlage in der KVA Buchs erklären. Sie muss erneuert werden. (Bilder: Heini Schwendener)

VfA-Delegierte lassen sich die Schlackenaufbereitungsanlage in der KVA Buchs erklären. Sie muss erneuert werden. (Bilder: Heini Schwendener)

47 Delegierte aus den 42 Mitgliedergemeinden des Vereins für Abfallentsorgung (VfA) trafen sich am Donnerstag zur Delegiertenversammlung. VfA-Präsident Guido Germann und Urs Brunner, Vorsitzender der Geschäftsleitung, erläuterten die wichtigsten Kennzahlen (vgl. Kasten) und die drei grossen Projekte, die 2018 gestartet wurden und teilweise bereits abgeschlossen sind.

In der KVA Buchs schreiten die Bauarbeiten für die Erneuerung der Kommandoräume planmässig voran.

In der KVA Buchs schreiten die Bauarbeiten für die Erneuerung der Kommandoräume planmässig voran.

Ausserdem präsentierten sie Gutachten und Antrag zur Erneuerung der Schlackenaufbereitungsanlagen in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) und in Sennwald. Sie drängt sich auf wegen der neuen Verordnung über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen. Die Delegiertenversammlung genehmigte den Kreditantrag von 7,4 Millionen Franken. Zuvor hatten die interessierten Delegierten die Gelegenheit, die Schlackenaufbereitungsanlage zu besichtigen. Die Geschäftsleitungsmitglieder Urs Brunner und René Nigg übernahmen die Führung.

Fernwärmenetz reicht nun auch nach Schaan

Ein überaus herausforderndes Projekt war 2018 die Erschliessung des Fernwärmenetzes für die Liechtensteinische Gasversorgung unter der Autobahn hindurch und über die Energiebrücke nach Schaan. 1,8 Millionen Franken wurden dafür investiert. Das zweite, erfolgreich abgeschlossene Projekt ist die Optimierung der Stromabgabe. Power -to-Heat nennt es sich. Dabei wird der überschüssige Strom zur Aufheizung der Heisswasserspeicher verwendet. Für dieses Projekt war ein Kredit von 2,8 Millionen Franken genehmigt worden.

Urs Brunner, Vorsitzender der VfA-Geschäftsleitung.

Urs Brunner, Vorsitzender der VfA-Geschäftsleitung.

Der grösste Posten der 2018 genehmigten Investitionen betrifft die Erneuerung des Prozess- und Leitsystems mit den Kommandoräumen. 5,7 Millionen Franken sind dafür vorgesehen. Die VfA-Spitze versicherte den Delegierten, dass die Arbeiten bisher plangemäss verlaufen. Im Jahr 2020 sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein.

23 Millionen Liter Heizöl substituiert

Urs Brunner erläuterte mittels einer eindrücklichen Grafik die Energieerzeugung des VfA im vergangenen Jahr: 92 GWh Fernwärme, 84 GWh Strom, 129 GWh Ferndampf. Die Energieerzeugung entstand aus 189088 Tonnen Abfall, die 2018 in der KVA Buchs thermisch verwertet wurden. 23 Millionen Liter Heizöl seien durch diese Energieerzeugung substituiert worden, sagte Urs Brunner sichtlich stolz.

Die wichtigsten Kennzahlen des VfA

Der Verein für Abfallentsorgung (VfA) betreibt die Kehrichtverbrennungsanlage (KVA), die Deponie Buchserberg, das Kompostierwerk Ceres in Buchs sowie die Sortieranlage in Sennwald. Im vergangenen Jahr wurden rund 239000 Tonnen Abfälle angeliefert (+1000 Tonnen). Davon wurden rund 189000 Tonnen thermisch verwertet (+7000 Tonnen).
Aus der Annahme der Abfälle wurde ein Ertrag von 23,9 Millionen Franken erzielt (+0,9 Millionen Franken). Aus dem Verkauf von Wärme, Dampf und Strom konnte ein Ertrag von 16,2 Millionen Franken erwirtschaftet werden (+1,4 Millionen Franken). Der Aufwand für den Unterhalt und die Erneuerungen der Anlagen betrug im vergangenen Jahr 14,3 Millionen Franken (-1,5 Millionen Franken). Leicht geringer als 2017 waren im vergangenen Jahr die Aufwände für Betriebsmaterial, Deponien und Transporte (10,7 Millionen Franken) und für das Personal (6,6 Millionen Franken).
Die Betriebe des VfA erwirtschafteten im Jahr 2018 zusammen einen Umsatz von 42,5 Millionen Franken (+2,1 Millionen Franken). Der Cashflow betrug 10 Millionen Franken. Für das laufende Jahr ist ein Cashflow von 9,32 Millionen Franken budgetiert. (pd)

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