Buchs
Frauen helfen Frauen: Mit den Orange Days viel erreicht

Der Club Soroptimist International Bad Ragaz hat mit den Orange Days und weiteren Aktivitäten Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. Ausserdem konnte man das Frauenhaus St. Gallen mit 5300 Franken unterstützen.

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16 Tage lang leuchte das Schloss Werdenberg in der Aktionsfarbe Orange.

16 Tage lang leuchte das Schloss Werdenberg in der Aktionsfarbe Orange.

Bild: Patrik Wedam

(pd) Die Frauen des Clubs Soroptimist International Bad Ragaz mit Mitgliedern aus den Regionen Werdenberg und Sarganserland haben sich, trotz coronabedingten Anpassungen, Ende November 2020 mit verschiedenen Aktionen aktiv gegen Gewalt an Frauen eingesetzt.

Wie zum Beispiel am 25. November, welcher der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen ist. In diesem Zusammenhang waren die beiden Schlösser Sargans und Werdenberg während 16 Tagen in der Aktionsfarbe Orange beleuchtet. Weiter wurden die Baumstämme entlang der Bahnhofstrasse in Buchs im Rahmen einer Kunstaktion des in Sevelen wohnhaften Künstlers, Gert Gschwendtner, symbolisch in einen orangen Schutzmantel gekleidet. Anlässlich einer kleinen, feierlichen Veranstaltung kamen zudem Gerd Gschwendtners Skulptur «Demograzia» sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft zum Wohle der von Gewalt betroffenen Frauen zu Wort.

5300 Franken für das Frauenhaus St. Gallen

Im Rahmen der Orange Days fand zudem eine Aktion in Zusammenarbeit mit der Stiftung Mintegra in Buchs statt. An den monatlichen «Frauentischen» wurden Workshops in kleinen Gruppen durchgeführt. Von einer Fachreferentin erhielten Frauen aus verschiedenen Ländern und Kulturen Informationen zum Thema «Stopp Gewalt».

Weiter nahmen mehrere Lokale in Buchs die Orange Days Idee auf und verkauften orange farbene Drinks. Einen Teil des Verkaufserlöses spendeten die Lokale dem Frauenhaus. Auch andere Erträge im Zusammenhang mit den Aktionen sowie die Essenbeiträge der abgesagten monatlichen Treffen der Soroptimistinnen, kamen dem Frauenhaus St. Gallen, zur Unterstützung eines Neuanfangs betroffener Frauen, zugute. Insgesamt konnten die Soroptimistinnen des Clubs Bad Ragaz 5300 Franken an das Frauenhaus überweisen.

Gemäss Auskunft von Silvia Vetsch, Geschäftsführerin des Frauenhauses St. Gallen, war die Auslastung der meisten Frauenhäuser das ganze Jahr 2020 hindurch sehr hoch. Das Frauenhaus St. Gallen beherbergte insgesamt 110 Kinder und 93 Frauen. Für die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses seien neben den schwierigen Situationen der betroffenen Frauen vor allem auch die sehr rasche Umsetzung von Schutzmassnahmen mit personellen und finanziellen Konsequenzen eine grosse Herausforderung gewesen, schildert Silvia Vetsch. Mittlerweile habe sich vieles eingespielt.

Die Zahlen des Frauenhauses, sowohl bei der Belegung als auch in der Beratung, seien nach wie vor hoch. Sie würden jedoch gemeinsam versuchen, das Beste aus den Gegebenheiten zu machen.