Buchs
Die Bibliothek Buchs ist ein Werdenberger Treff für alle Menschen

An HV Bibliothek Buchs wurde das Projekt «Bibliothek + Ludothek Werdenberg» präsentiert.

Hanspeter Thurnherr
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Abschied, Begrüssung und Ehrung (von links): Barbara Lenherr (Abschied, Team), Lill-Isabelle Schwendener (neu, Team), Silvia Bättig (neu, Vorstand), Heidi Graf (Abschied, Vorstand), Helene Bauert und Rosa Colman (langjährige Mitarbeiterinnen).

Abschied, Begrüssung und Ehrung (von links): Barbara Lenherr (Abschied, Team), Lill-Isabelle Schwendener (neu, Team), Silvia Bättig (neu, Vorstand), Heidi Graf (Abschied, Vorstand), Helene Bauert und Rosa Colman (langjährige Mitarbeiterinnen).

Bild: Hanspeter Thurnherr

Buchs Das Werdenberg soll mit einer neuen «Bibliothek + Ludothek» ein grosses Zentrum für die Menschen und Familien der Region erhalten. Wie Alois Bischof, Präsident der Bibliothek Buchs, an der Hauptversammlung vom Donnerstag sagte, soll durch das Zusammenziehen der beiden Institutionen unter einem Dach ein Begegnungsort entstehen, der vermehrt zur Attraktivität der Region beiträgt. Ein weiterer Grund für das Projekt ist, dass die Bibliothek die Vorgaben des kantonalen Bibliothekgesetzes nicht erfüllt.

Werdenberg sei aktuell im Kanton das Schlusslicht bezüglich Angebot an Ausleihmedien pro Einwohner. Bischof erklärte den anwesenden Mitgliedern:

«Zusammen mit der Ludothek können wir mehr bieten als alleine: längere Öffnungszeiten, Synergien nutzen, gemeinsam auftreten.»

Bibliothek und Ludothek im gleichen Gebäude sei sehr sinnvoll. So könne ein Ort der Gemeinschaft als Ausgleich zu Familie und Beruf entstehen. Dieser Ort soll neutral, leicht zugänglich, barrierefrei und einladend sein und ein niederschwelliges Angebot für Alle bieten: ein Treff für die Menschen der Region.

Hoffen auf Unterstützung durch die öffentliche Hand

Aktuelle Herausforderung für die beiden Vereine ist die Finanzierung. Zusätzlich zu den einmaligen Investitionskosten werden auch die Betriebskosten deutlich steigen. Gehofft wird auf die Unterstützung der öffentlichen Hand. Das Projekt ist an der Konferenz der sechs Werdenberger Gemeindepräsidenten vorgestellt worden und auf «Wohlwollen gestossen», wie Bischof sagte. In Buchs, Gams und Wartau wurde es inzwischen auch den Gemeinderäten präsentiert. In Grabs, Sevelen und Sennwald geschieht dies im Mai. Massgebliche Unterstützung hat die Ortsgemeinde Buchs signalisiert. Letztlich werden aber in allen Gemeinden die Bürger über die Beiträge entscheiden. Die beiden Vereine hoffen, in zwei bis drei Jahren den «gemeinsamen Begegnungsort als Leuchtturm für die Werdenberger Gemeinden» eröffnen zu können.

Verlust in der Jahresrechnung

Bei den ordentlichen Traktanden wurden alle Anträge und Wahlvorschläge diskussionslos abgesegnet. Die Jahresrechnung 2020 schloss bei Aufwendungen von gut 269'000 Franken mit einem Verlust in der Höhe von 15'000 Franken. Das Budget 2021 rechnet bei einem Aufwand von 305'000 Franken mit einem Verlust von 9300 Franken.

Bibliotheksleiterin Theres Schlienger verwies in ihrem Jahresbericht unter anderem auf neue Angebote. So gibt es künftig eine Sprechstunde, um Kunden zu zeigen, wie E-Medien genutzt werden können. Weiter erklären Jugendliche den Seniorinnen und Senioren, wie Tablets angewendet werden. Samstags hat die Bibliothek neu von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Mit Handys soll bald auch eine unbediente Ausleihe möglich werden.

Verschiedene personelle Wechsel vollzogen

Wiedergewählt wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder Alois Bischof als Präsident, Steivan Josty als Kassier, Andrea Rothenberger (Aktuarin) sowie Adrian Scherrer und Corina Dettwiler als Beisitzer. Neu gewählt wurde die Gamserin Silvia Bättig. Verabschiedet haben sich aus dem Vorstand Heidi Graf und aus dem Bibliothekteam Barbara Lenherr. Neue im Team ist Lill-Isabelle Schwendener. Für ihre langjährige Mitarbeit im Team geehrt wurden Helene Bauert und Rosa Colman.